Chorleben - S-Chorverband

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Profile im SSB

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 10.01.2008, Regionalchorverbände, Vereinsführung, Kommentare geschlossen

Der Verbandschormeister bzw. Gauchormeister

Verbandschormeister und Verbandsvorsitzender sind verantwortlich für das Bild eines Chorverbandes nach außen hin. Was ist das für ein Amt? Bundeschormeister GProf. Alfons Scheirle hat die Kompetenzen zusammengefasst.

Verbandschormeister und Verbandschor

Als Verbandschormeister ist er in der Satzung des Schwäbischen Sängerbundes verankert, und doch ist der sog. Verbandschor nur ein ganz kleiner Teil seiner Aufgaben. Dabei kann es sich um völlig unterschiedliche Besetzungen handeln. Manche Verbandse besitzen (nur) einen gemischten Verbandschor, andere überhaupt keinen. Wieder andere pflegen sowohl den gemischten wie auch den Verbandsmänner- und den Verbandsfrauenchor.

Aufgaben eines Verbandschors

Wichtig ist es, dass der entsprechende Chor voll in die Belange des Sängerverbandes integriert ist und klare Vorgaben durch das Verbands-Präsidium erhält, zu denen gehören:
– Erarbeitung eines abrufbaren Repertoires
  – Einsatz bei Verbandsveranstaltungen
  – Verbandstag, Verbandsveranstaltungen
  – Verbandsfeierlichkeiten
  – regionalen Anlässen
– Einsatz bei Veranstaltungen der Verbandsvereine
  – Vereinsjubiläen
  – Gemeinde-, Stadt- oder Kreisveranstaltungen
  – Möglichkeit für Vereine, den Verbandschor zu “buchen“. Ist dies nicht der Fall, besteht die Gefahr, dass seine Akzeptanz immer mehr sinkt, zumal mit dem Unterhalt des Verbandschors ja auch erhebliche Kosten verbunden sind.

Verbandschorleiter oder Verbandschormeister?

Ein Meister hat er allemal zu sein, wenn es um die musikalischen Belange des Sängerverbandes geht. Schließlich ist er verantwortlich für das  musikalische Erscheinungsbild eines Sängerverbandes. Und das setzt sich zusammen aus der Summe der Vereine und ihrer Chöre, aus der Qualität aller Konzerte und Veranstaltungen im Verband, aus der Intensität und dem Erfolg der Jugendarbeit, die ein Verband zu bieten hat und aus dem Angebot an musikal. Seminaren und Fortbildungsaktivitäten.

Musikalische Richtlinien

Bei der Tagung der VerbandschormeisterInnen im Januar 2000 in Fellbach wurden seinerzeit sehr umfassende und hilfreiche Empfehlungen erarbeitet. Wir haben sie nachfolgend wiedergegeben und wollen kurz darauf eingehen. Was sind musikalische Richtlinien? Inwieweit kann der Verbandschorleiter darauf einwirken?

Vor allem durch gute Literatur, versteht sich. Freilich, was sich so leicht versteht, lässt sich de facto nur mit guten Verbandsliederheften erreichen, die Qualität streuen und ein gemeinsames Liedgut im Sängerverbands schaffen. Im Idealfall gibt es für einen Verbandschorleiter kein freies Wochenende. Je mehr Veranstaltungen seiner Verbandschöre er besucht, desto genauer lernt er seine Vereine, ihre Stärken und Schwächen kennen, desto eher kann er ihnen helfen.

Die schlechtesten Chöre prägen das Image eines Sängerverbandes

Es sind nicht die besten Chöre, die das Image eines Sängerverbandes prägen, sondern die schlechtesten(!) Chöre, die keine Stimmbildung pflegen, die Programmgestaltung betreiben wie das Bestücken von Restmülltonnen. Für sie hat der Verbandschorleiter um so mehr ein freundschaftlicher Berater zu sein mit konstruktiver Kritik, die sich stets zuerst am Positiven orientiert. Kompetenzweitergabe setzt Kompetenzerwerb voraus. Es gibt Chorleiter, die bestreiten ihr Leben mit einem Repertoire von 20 – 30 verschiedenen Chorsätzen. Die Hälfte davon haben sie bei ihrer Vizechorleiterausbildung (kennen)gelernt. Deswegen wechseln sie alle paar Jahre ihre Chöre.

Fortbildung? Nein danke!

Leider gibt es auch Verbandschorleiter, die seit vielen Jahren keine Fortbildungen mehr besuchen, die sich keine Anregungen mehr holen bei Seminaren und Workshops. Schade und zum Schaden derer, denen sie aktuelle Tipps geben sollten, nicht nur das allseits Bekannte, Bewährte, Erprobte vermitteln.

Kooperationen, Fusionen

Wir leben im Zeitalter der Kooperationen, Fusionen, Bündnisse. Wichtigster Partner für die Laienmusik ist die Schule geworden, und sie holt damit nur nach, was der Sport schon seit Jahrzehnten erkannt hat. Kooperationen setzen Kontakte voraus. Nicht jeder Chorleiter tut sich dabei leicht, schwingt doch stets ein Teil persönlicher Unsicherheit und mangelnden Vorstellungsvermögens mit.

Empfehlungen

1. Musikalische Richtlinien und Impulse zusammen mit dem Planungsgremium Musikausschuss
  – Literaturempfehlungen
  – Chorliederhefte
  – Handreichungen
2. Verantwortung für die musikalischen Inhalte chorischer Veranstaltungen
  – Chorfeste
  – Wettbewerbe
3. Fortbildungsbereich
  – Fortbildungstagungen und Seminare für die Chorleiter
  – Vizechorleiterkurse
  – zentrale Stimmbildungskurse
  –  Verbandschor

4. Hilfestellungen für die ChorleiterkollegInnen
  – Literaturanregungen
  – mögliche Beratung bei Auseinandersetzungen
  – Chorleiterverträge
  – Vertretungen („Chorleiterfeuerwehr“)
  – Einrichtung und musikalische Betreuung von Servicecentern
  – Hinweis auf externe Fortbildungen z.B. GCA / HH / Kirchen / Akademien

5. Verbindungen und Kontakte
  – Arbeitsteam mit dem Verbandsvorsitzenden und den Verwaltungsgremien
  – Kontakte zu SSB-Musikerorganen
  – Kontakte zu den Verbandschormeistern der NachbarVerbandse
  – Kontakte zu den anderen musikalischen Institutionen der Region (Kirchenmusik, Schulmusik, Musikschulen, andere Laienmusikverbände)

6. Eigene Fortbildung
  – ständige Erweiterung der Fachkompetenz
  – Ausschöpfen der internen und externe Fortbildungsangebote
  – Besuch von Chorfesten / Wettbewerben / Fachausstellungen

Quelle: SINGEN 12/2007, Seite 6


Chorfoto des Jahres 2007

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 10.01.2008, Regionalchorverbände, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

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Die Sieger im SSB-Fotowettbewerb

Nicht die Pixelzahl war entscheidend, nicht die Größe des Chores, nicht die Symmetrie des Bildverlaufs, auch nicht eine noch so gut gestellte Szene – es war ein Bild direkt von der Bühne, ein Schnappschuss mit viel Natürlichkeit und Ausstrahlung.

Der 1. Preis: 200 € und das Titelbild im ersten Heft SINGEN 2008

Die Chorgemeinschaft 1836 Mössingen e.V.  ist sicher nicht traurig darüber, dass nicht ihr eigenes Chorbild, sondern das ihres Kinderchors einen Preis gemacht hat, noch dazu den 1. Preis. Steinlach-Kids nennen sich die jungen Sängerinnen und Sänger, die soviel Lebens- und Sangesfreude ausstrahlen. Das Foto stammt vom letzten Konzert des Kinderchores. Herzlichen Glückwunsch an die Vereinsverantwortlichen und natürlich an die Kinder!

Der 2. Preis: ein kompletter Satz garantiert nicht kopierter Männerchornoten „Männer mag man eben“

Zwei Schnappschüsse von der Chorreise in die Abruzzen schickte uns Eugen Kienzler vom Männerchor des Oberschwäbischen Sängergaues. Solch einem guten Chor steht das Wasser nie bis zum Hals, deswegen darf sich der 1. Bass ruhig mal in selbiges begeben und nachsehen, wie das Meer die Sonne auslöscht. Herzlichen Glückwunsch nach Saulgau!

3. Preis: ein Noten- und CD-Überraschungspaket mit tollen Chören

Gewonnen hat diesen Preis der Chor 2000 aus Dornstadt bei Ulm. Er ist ein Ableger der Liedertafel 1921 Dornstadt e. V. und hatte im vergangenen Jahr ein großes Konzert mit dem Titel „Jukebox Heroes“ – bekannte Hits und Schlager der 50er und 60er Jahre. Mit großer Freude wurde an dem Programm gearbeitet und auch zu jedem Stück eine Choreographie einstudiert. „Wir denken, dass man auf dem beigefügten Foto, auf dem wir gerade ‚Ich will keine Schokolade‘ zum Besten geben, diese Freude gut sehen kann“, schreibt uns Martina Schneider. Ja, man kann es, deswegen gab es den 3. Preis. Herzlichen Glückwunsch!

Quelle: SINGEN 1/2008, Seite 11


Zwischen Lust und Frust

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 9.01.2008, Vereinsführung, Kommentare geschlossen

Warum ein Vorstand kein Einzelkämpfer sein darf

Vorstand eines blühenden Chorvereins zu sein ist fast so schön wie das Amt des Stuttgarter Opernintendanten. In beiden Fällen gibt es jede Menge Theater, die Inszenierungen werden immer aufwändiger und gutes Personal ist rar. Ohne gute Mannschaft ist Misserfolg vorprogrammiert.

Gestalten oder Verwalten

Das ist die stets aktuelle Alternative und Ausgangsbasis für jeden Vereinsvorstand, egal ob er neu oder seit 30 Jahren im Amt ist; denn daraus ergeben sich völlig unterschiedliche Vereinsprofile (siehe auch S.20) und Anforderungen an die Art der Vereinsverwaltung.

Der „Ein-Mann-Verein“

Er sollte eigentlich der Vergangenheit angehören, denn da gehört er hin. Aber es gibt ihn noch zahl- und leider selten erfolgreich. Dabei verdient sein Vorstand das ganze Lob, denn er kümmert sich einfach um alles, wobei ihn oft seine Frau beim Abfassen der Korrespondenz unterstützt. Es ist nicht so, dass ihn niemand im Verein unterstützen will, es hat sich im Laufe der Jahrzehnte nur eine stillschweigende Übereinkunft ergeben, dass einer für alles verantwortlich ist und deswegen auch darüber klagen darf, dass alles an ihm hängen bleibt.

Der Vorstand juristisch gesehen

Der Vorstand ist das zentrale Führungsorgan des Vereins. Seine Aufgaben sind so umfangreich, wie sie von der Satzung und vom Organigramm des Vereins formuliert und gemäss Statuten nicht ausdrücklich einem anderen Organ zugewiesen sind. Er verfügt im Besonderen über die Kompetenz zur Planung, Organisation, Entscheidung, Delegation und Kontrolle der Vereinsarbeit. Zusätzlich vertritt er den Verein nach aussen und schliesst in dessen Namen Rechtsgeschäfte ab.

Die Amtszeit

Wer hat festgelegt, dass das Amt eines Vereinsvorstands nur der biologischen Legislaturperiode unterliegen soll und er deswegen endlos wieder wählbar ist? Würde nicht eine Beschränkung der Amtsdauer zu einer früheren Einbindung jüngerer Mitglieder in die Leitung führen? 10, 15 oder gar 20 Jahre sind eine lange Zeit, in der ein Vereinsvorstand ausreichend Spuren hinterlassen kann, wenn er das will. Mit etwas Geschick kann ein kriselnder Verein innerhalb von fünf Jahren stabilisiert und in weiteren fünf Jahren reorganisiert werden.
Anforderungsprofile

Immer mehr Chorvereine, vor allem im Bereich der Jungen Chöre, gehen dazu über, für die anfallenden Aufgaben im Verein klare Anforderungsprofile festzulegen. Je nach Funktion sind Führungs- und Organisationsgeschick, spezifisches Fachwissen, Teamfähigkeit und zeitliche Verfügbarkeit gefragt.

Anforderungsprofil des Vorstands

Ein Vorstand ist so erfolgreich, wie er delegieren kann und Führungspersonen findet, die ihm eigenverantwortlich zuarbeiten. Spezielle Kompetenzen gehören in den Führungsbereich. Ein Vorstand sollte sich auf Planungs- und Kontrollaufgaben konzentrieren. Damit behält er den gesamten Verantwortungsbereich in der Hand und wird nicht zur ausschließlichen Repräsentationsfigur. Eines seiner wichtigsten Führungsinstrumente ist eine klare Vision, ein Leitbild – Firmen sprechen heute gerne von einer individuellen Firmenphilosophie.
Das Leitbild des Vereins

Es kann, aber es muss nicht in der Satzung verankert sein, es darf den Vereinszielen der Satzung nur nicht widersprechen. Wie könnten solche Leitbilder aussehen:

1. Verbreiterung der Vereinsbasis durch Gründung weiterer Chorarten wie Frauenchor, Junger Chor, Kinderchor etc.
2.  Kooperation mit Schulen oder Übernahme von Patenschaften für schulpädagogische Projekte
3. Kultureller Austausch mit Chö-
 ren aus anderen europäischen
 Ländern
4. Fusion mit anderen mitgliederschwachen Chorvereinen zu einem neuen starken Chorverein unter neuem Namen

Weiteren Ideen sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Wenn es ein solches Leitbild gibt, und sei es auch nur ein mittelfristiges Vereinsziel, muss sich die gesamte Vereinsplanung an diesem Ziel orientieren. Der Vorstand führt aus, wie und in welcher Form sich das erklärte Ziel in den Kompetenzbereichen seiner Ausschusskolleg/innen wiederfindet. Er überprüft konsequent die Erreichung der Ziele und nimmt Einfluss, wenn sich Abweichungen abzeichnen und/oder Vorgaben nicht eingehalten werden.

Das Vereinsorganigramm

Nur was man schwarz auf weiß besitzt, kann man (und soll man auch) getrost nach Hause tragen. Ein Vereinsorganigramm fasst auf einen Blick erkennbar zusammen, wer wofür verantwortlich ist, wer wem unterstellt ist bzw. zuarbeitet. Alle Ausschussmitglieder erhalten diese schriftliche Funktionsbeschreibung und können sich jederzeit darauf berufen bzw. daran erinnern.

Das Vereinssekretariat

Jetzt wird es endültig realitätsfremd, höre ich schon den ein oder anderen von Ihnen sagen. Wie sollen wir uns denn eine Sekretärin leisten können, wo wir schon Schwierigkeiten haben, unseren Chorleiter zu bezahlen. Vergessen Sie nicht, dass dies nicht die Schuld des Autors dieser Zeilen, sondern die der Vereine ist (siehe dazu „Was ist mir mein Verein wert“ in SINGEN 11 und 12 ) . Natürlich kann sich kaum ein Verein ein Sekretariat als Vollzeitstelle leisten. Aber es gibt genügend Hausfrauen, die gegen minimale Spesenentschädigung gerne bereit sind, administrative Aufgaben zu übernehmen. Oder man kooperiert mit einer der Schulen vor Ort (HS/RS/GYM) und findet einen interessierten Jugendlichen, der sich nicht minder freut über ein zusätzliches Taschengeld und dabei noch eine Menge lernt für seine berufliche Laufbahn.

Und was bringt das alles?

Entlastung, Motivationssteigerung, Steigerung der Effizienz, klare Zuständigkeiten, Professionalisierung und eine deutlich spürbare Zunahme der Qualität. Der Vorstand hat nicht mehr das Gefühl, Mädchen für alles zu sein, sondern Macher mit Profil. Um einen solchen Posten werden sich die Nachfolger reißen, am besten schon nach 10 Jahren. Denn neue Besen kehren gut und frischer Wind bringt jede Menge Sauerstoff in die Ausschusssitzung. Wolfgang Layer

Quelle: SINGEN 12/2007, Seite 10


Wo Kooperationen gelebt werden, dort leuchten Kinderaugen

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 9.01.2008, Chorverband Otto Elben, Regionalchorverbände, Kommentare geschlossen

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Nach der erfolgreichen Umsetzung eines Felix-Projekts in Gäufelden und der bilderbuchmäßigen Geburt des Kinderchores Gäufelden gab es vier Wochen vor Weihnachten das erste gemeinsame Musical.

Die Aufregung war groß, alle zwei Minuten wurde nach der Uhrzeit gefragt, in Gedanken noch einmal der Text durchgesprochen, Theresa konnte nicht einmal mehr essen, weil sie so aufgeregt war. Später spielte sie hervorragend den Polizisten „Siehstewohl“ und meisterte souverän den vielen Text, den sie zu lernen hatte, und der Kinderchor Bella Cantare des Öschelbronner Liederkranz 1889 e.V. begeisterte am 24. November 2007 Jung und Alt mit der Musicalaufführung  „Hexe Backa Racka“ von Werner Schrader, Musik von Heinz Lemmermann, in der Bürgerhalle in Tailfingen. 

Im Feuchtwiesener Mischwald neben dem siebzehnten Baum vom Feldweg nach Honigwabenzell, da ist sie zu finden, die Hexe „Backa Racka“.  Ist sie überhaupt eine richtige Hexe? Und gibt es eigentlich noch andere Hexen auf dieser Welt? Über diese Fragen grübelt die Hexe Backa Racka häufig nach. Eines Tages macht sie eine fantastische Entdeckung. Wenn sie ihre Wünsche in Reimen ausspricht, wandeln sich diese in Zaubersprüche. So erweckt sie ihren gewöhnlichen Stallbesen zu einem Hexenbesen mit verstecktem „Düsenantrieb“. Das war es, was ihr zum richtigen Hexendasein gefehlt hatte, ein richtiger Hexenbesen. Gemeinsam mit ihren zwei Raben Knux und Knax ist sie bereit, in die weite Welt zu reisen und jedes Abenteuer auf sich zu nehmen.

Auf ihrer Reise stößt die Hexe Backa Racka auf den pflichtbewussten Polizisten Siehstewohl, der ganz und gar nicht glauben will, dass sie eine Hexe ist, bald aber eines Besseren belehrt wird. In der Praxis von Doktor Klageviel zaubert sie das ganze Wartezimmer gesund und verhext den Doktor gleich mit, so dass er gegen seinen Willen beschwingt singend durch seine Praxis hüpft. In diesem fröhlichen Kindermusical von Werner Schrader kommen alle kleinen Zuschauer auf ihre Kosten.

Hinter der Bühne war die Nervosität groß, trotzdem warteten die kleinen Darstellerinnen und Darsteller des Öschelbronner Kinderchors Bella Cantare voller Vorfreude auf den Beginn ihrer Vorstellung. Hoch konzentriert und mit äußerster Präzision  bei jeder Szene meisterten sie ihren Auftritt. Carolin Schröter, die die Hauptrolle der Hexe Backa Racka übernommen hatte, merkte man durch das ganze Stück ihre Freude am Singen und Schauspielern an. Ebenso beeindruckend anzusehen war die Darbietung der Tanzelfen. Alle Schauspielerinnen und Schauspieler brachten eine enorme Leistung auf die Bühne.

Ein großer Dank geht an die Leiterin des Kinderchors Bella Cantare, Judith Erb-Calaminus, die trotz ihres kürzlich geborenen Babies volle Power in dieses Projekt investiert hat. Ein ebenso großes Dankeschön geht an Doriana Tchakarowa, die den Abend auf dem Flügel begleitet hat.

Quelle: SINGEN 01/2008, Seite 12


Dr. Michael Fuchs, Leipzig: Wie wichtig ist Einsingen für den Stimmphysiologen?

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 8.01.2008, Singen und Stimme, 3 Kommentare

fuchs.jpg Dr. Michael Fuchs

Sport und Singen

Kein Sportler würde auf die Idee kommen, ein Training oder gar einen Wettkampf zu beginnen, ohne sich vorher aufzuwärmen und die Muskulatur vorzubereiten. Ansonsten würde er nicht nur schlechtere sportliche Leistungen riskieren, sondern auch eine Verletzung. Auch ein Sänger belastet seinen Stimmapparat beim Singen vergleichbar dem Körper des Sportlers. Nicht selten grenzt die Intensität und Dauer des Singens gerade in Zeiten mit vielen Proben und Auftritten an Hochleistungssport.

Fast alles Muskeln

Der menschliche Stimmapparat, der außer dem Kehlkopf mit den Stimmlippen auch die Atmungsorgane und die so genannten Ansatzräume umfasst, besteht zum großen Teil aus Muskulatur und Bindegewebe: Das Zwerchfell stellt den größten Einatmungs-Muskel dar, dazu sind bei der Atmung auch die Bauchmuskeln und die Zwischenrippenmuskeln aktiv. Am Kehlkopf selbst findet eine diffizile Wechselwirkung zwischen den einzelnen inneren und den äußeren Kehlkopfmuskeln am Hals statt. Und schließlich sind in den Ansatzräumen für eine optimale Klangbildung zum Beispiel die Muskeln des Gaumensegels, der Zunge und der Lippen von großer Bedeutung. Natürlich ist diese Muskulatur auch beim spontanen Atmen, beim Schlucken und beim Sprechen fast den ganzen Tag aktiv. Beim Singen ist es aber erforderlich, die Aktivität dieser gesamten Muskulatur feiner aufeinander abzustimmen. Sie nimmt beim Singen andere, zum Teil konstantere Spannungszustände ein.

Schleimdrüsen und Schleimhäute

Auch die Schleimhäute und das Epithel der Stimmlippen wollen auf die bevorstehende Belastung vorbereitet sein. Aufliegender zäher Schleim wird vorsichtig zum Schwingen gebracht und kann abgeschluckt werden. Dagegen sollte insbesondere kräftiges Räuspern unbedingt vermieden werden, da es eine mechanische Belastung für das empfindliche Stimmlippenepithel darstellt. Zugleich werden durch das Einsingen die Schleimdrüsen angeregt, Feuchtigkeit zu produzieren und sie wie einen Film schützend über die Schleimhaut auszubreiten. Denn beim Singen bestünde sonst durch den verstärkten Luftstrom die Gefahr der Austrocknung. weiterlesen »


Das ist neu in SINGEN 2008

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 8.01.2008, Regionalchorverbände, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Chorpraxis, Vereinsführung, Singen und Stimme – seit einem Jahr hat der Schwäbische Sängerbund diese drei wichtigen Bereiche im Chorwesen zur Grundlage für den Inhalt seiner Zeitschrift und inzwischen auch seiner Website gemacht. Klare Zuordnung schafft Übersichtlichkeit und Transparenz.

So erschien es zunächst auch sinnvoll, die Veranstaltungs- und Seminartermine den genannten Rubriken zuzuordnen, was auf der einen Seite zu Doppelnennungen führte, auf der anderen Seite zusätzlichen Platz in Anspruch nahm. Ab sofort finden Sie alle Fortbildungstermine auf den Innenseiten eines jeden Heftes, ferner die Seminarbeschreibungen mit zusätzlichen Details wie Kosten, Beginn, Ende etc.

Die Zuordnung und damit die Verständlichkeit gehen dennoch nicht verloren, denn jede Rubrik hat eigene Symbole mit dem Hinweis darauf erhalten, ob es sich bei dem entsprechenden Seminar um einen Grundkurs, einen Aufbaulehrgang oder ein Masterseminar handelt. Alle weiteren Informationen finden Sie hierzu auf Seite 17.

Zeitung wird zum Poster

Leider hat jeder Chor nur eine beschränkte Zahl von Zeitschriften-abonnements, so dass nicht jeder Sänger und jede Sängerin ein Heft zum Lesen erhält. Besonders betroffen davon sind die bereits genannten Termine der zahlreichen Fortbildungen im SSB für alle Bereiche des Singens, der Chorleitung und der Vereinsführung. Auch aus diesem Grund haben wir die beiden Innenseiten so gestaltet, dass sie jederzeit als eigenständige Monats- und Jahresübersicht herausgelöst und im Probenraum aufgehängt werden können. So kann sich jedes Vereinsmitglied über die Aktivitäten seines Verbandes bzw. Sängergaues informieren, auch wenn es einmal kein Aboexemplar erhalten sollte.

Vorschau auf den Folgemonat

Seite 30 erhält den Titel „Das letzte und das nächste“ und bringt ab sofort immer die Vorschau die wichtigsten Themen des Folgemonats.

Umstellung der Monatsthemen

Bei den Schwerpunkten der einzelnen Monate haben wir im Vergleich zum Vorjahr etwas umgestellt:
–  Januar: Männerchor
–  Februar: Frauenchor
–  März: Junge Chöre
–  April: freie Themen
–  Mai: Kinder und Jugendchöre, Kooperationen, Ganztagesbetreuung
–  Juni: Internet
–  Juli: Seniorenarbeit
–  August/September: Presse- und
 Öffentlichkeitsarbeit
–  Oktober: Chorkleidung, Tagungsstätten, Chorreisen, Musikmentoren
–  November: Felix – Verlängerung, Singementoren/Hauptschulmentoren
–  Dezember: Aus- und Weiterbildung im SSB

Crossmedia wird Standard

Vor einem Jahr haben wir Ihnen den Ausbau einer umfangreichen Crossmedia- Kommunkation angekündigt. Gemeint ist damit die sinnvolle Verknüpfung unterschiedlicher Medien bzw. medialer Möglichkeiten, also z.B. der Zeitschrift und des Internets. So können Sie sich zu Seminaren, die Sie auf den Innenseiten von SINGEN gefunden haben, jederzeit per E-Mail beim SSB anmelden. Berichte im Gauteil, die dort nur auszugsweise wiedergegeben werden können, lassen sich in kompletter Länge mit eventuellen zusätzlichen Bildern unter www.singen-und-stimme.de lesen und herunterladen. Jeder Verein besitzt bereits heute die Möglichkeit, seine Veranstaltungen eigenverantwortlich bei www.schwaebischer-saengerbund.de einzugeben, der Website des Schwäbischen Sängerbundes. Die meisten Gaupressereferenten nützen bereits heute mit großer Begeisterung die Möglichkeit, Ihre Berichte und Bilder direkt unter „Singen und Stimme“ einzustellen, dem Weblog des SSB. Was hier steht, erhält auch in der Onlinesuche bei www.google.de, der weltweit größten Suchmaschine, einen Spitzenplatz.

Themen- und Jahresübersicht

Die Redaktion von SINGEN erarbeitet schrittweise eine Übersicht über wichtige Themen des Jahres sowie der zurückliegenden Jahre.  Diese Themen werden in den Blog gestellt. Der Link zu den Themen wird in SINGEN publiziert. Einen ersten Überblick über die Themen 2007 finden Sie bereits Ende Januar.

Berichte über Fortbildungen

Seminarberichte sind meist sehr umfangreich. Deswegen können sie in SINGEN nicht komplett abgedruckt werden. Zum Glück gibt es den Weblog unter www.singen-und-stimme.de Hier finden Sie alle Informationen über ein Seminar, erstellt von Teilnehmern und somit direkt und objektiv. Diese Seminarberichte wollen wir 2008 intensivieren. Hinweise darauf finden Sie wieder in SINGEN in Form entsprechender Links.

Chorjugend betreut den CJ-Teil redaktionell eigenverantwortlich

Die Pressereferenten der SSB-Chorjugend sollen verantwortlich für die eigenen Inhalte in SINGEN werden
D.h. dass die Chorjugend alle eingegangenen Materialien wie Konzert- und Veranstaltungsberichte der Kinder- und Jugendchöre, Seminare etc. von der SINGEN-Redaktion erhält, selbst redigiert und das Material dann an die Redaktion liefert.

SINGEN im Papierkorb?

Wie kann sich SINGEN breiter aufstellen? Wie nützen Vereine die Zeitschrift? Wer liest was? Wie wird das Heft weitergegeben? Was wird im Verein kommuniziert? Diese Themen werden uns mit Sicherheit das gesamte Jahr über beschäftigen und wenn es beiden hilft – den Vereinen und der Zeitschrift – ist das Ziel erreicht. WL

Quelle: SINGEN 01/2008, Seite 4


Adventskonzert des Männergesangvereins Steinhausen-Muttensweiler

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 7.01.2008, Oberschwäbischer Chorverband, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Mit dem Werk „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“ eröffneten die Instrumentalisten, Vera Klaiber (Piano) und Ferdinand Klaiber (Geige) das Adventskonzert des Männergesangvereins Steinhausen-Muttensweiler am 2. Dezember 2007. Mit vollem Chorklang, an der Orgel begleitet von Cornelia Christ, waren die Lobgesänge „Wir preisen deinen Herrlichkeit“ von Dietrich Lohff und „Um dich oh Herr zu preisen“ von Franz Schubert vom Männerchor unter der Leitung von Wolfgang Hirsch von der Empore aus zu hören.
Der Kinder- und Jugendchor des MGV unter der Leitung von Ulrike Zoll stimmte mit seinen Liedvorträgen „Grüner Kranz mit roten Kerzen“ und „Weihnachten ist nicht mehr weit“ in die Adventszeit ein.
Klangvolle Stimmen ertönten bei den Weihnachtsliedern aus aller Welt nach Sätzen von Manfred Bühler wie „Heilig, heilig, heiliges Paar“ (Spanien), „Hört ihr die Engel singen“ (Schweden) und „Mariensohn“ (England).
Für ein abwechslungsreiches Programm sorgten auch die vom Männerchor und dem Kinder- und Jugendchor gemeinsam einstudierten internationalen Weihnachtslieder, wie „Hört den Ruf der heiligen Nacht“ (Portugal) , „König des Himmels“ (Frankreich) und „Friedenslicht der Nacht“ nach der Melodie von Alex Link.
Zum Nachdenken über die Adventszeit regte das von Annabell Zoll zwischen den Liedvorträgen vorgetragene Gedicht „Wie ein Licht“ von Rolf Krenzer an.
Sicher und einfühlsam wurden die Chöre von Ferdinand Klaiber, (Violine), Vera Klaiber und Laura Schweizer (Piano) und Cornelia Christ (Orgel) begleitet.
Wolfgang Hirsch und Ulrike Zoll führten die Chöre und Instrumentalisten zu einem harmonischen Ganzen zusammen. Mit „Friede auf Erden“ (Wales), dargeboten vom Männerchor und „Feliz Navidad“, gesungen vom Kinder und Jugendchor, verabschiedeten sich die Sänger und Sängerinnen.

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150 Jahre Liederkanz Strassdorf

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 7.01.2008, Chorverband Friedrich Silcher, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

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Ein Männerchor, der auf 150 Jahre des Bestehens zurückblicken kann, ist sicher etwas Besonderes. Aber ein so stattlicher Männerchor, der auf so hohem Niveau konzertiert, sucht sicher seinesgleichen.  Die Verantwortlichen des Liederkranz Strassdorf machten es sich zur Aufgabe, von den ersten Lebenszeichen der Chorentstehung im Jahre 1858 bis heute chorbezogene, ge­sellschaftliche und historisch bedeutsame Ereignisse in Wort, Bild und Ton darzustellen.In ungemein exakter Choreographie wurden Schauspieler, Instrumentalisten, Solisten und Chor inhaltlich miteinander verbunden. Die Mitwirkung von „Dein Theater“ aus Stuttgart gab den professionell besetzten Rahmen ab, in dem sich auch Laienspieler und  Laiensolisten stolz behaupten konnten. In dieser zyklischen Form, die Dichtung, Prosa, szenische Darstellungen und die dazu passenden Chorvorträge vereinigte, erlebten die vielen Zuhörer im Stadtgarten eine kurzweilige Abhandlung geschichtlicher Art, geschmückt mit Männerchorgesang der sehr gepflegten Manier.Die Begleitung durch Siegfried Liebl ( Klavier) , Andreas Scheer ( Kontrabass ) und Tilmann Maier ( Schlagzeug ) war sehr dezent, locker – swingend und hatte stets dienende bezw. kolorierende Funktion.Schon der erste Chorvortrag „ O Schutzgeist „ ( W. A. Mozart    verhalten, in den einzelnen Stimmen ausgeglichen vorgetragen- zeigte eine feine klangliche Abstufung und äußerste Konzentration. Bei den weiteren Chorbeiträgen wie„ Mein Herz begehrt zu singen „ ( W. Pelz) oder „ Die weißen Wolken schweben„ ( …über Strassdorf… ) war zu vernehmen, wie einfache Ein- und Zweistimmigkeit fesseln kann und durch Wohlklang und deutliche Artikulation in Erstaunen setzt. Einhundert Mann sangen wie aus einem Munde… Viel Lokalkolorit durch Dia- Bilder und Filme verbindende Worte und schau­spielerische Zwischenspiele, ließ die ersten 50 Jahre Vereinsgeschichte mit der Geschichte unseres Volkes verschmelzen.Verhalten, zuweilen sehr romantisch und klangvoll vorgetragen, setzte der Chor mit „ Gott ist bei dir, nichts wird dir mangeln..“. einer Psalmvertonung von F. Schubert einen Schwerpunkt in Richtung Geistliche Musik.Der Vortrag von Fakten wie Reichsgründung, Nationalstaat, Industriestaat, Eisenbahn­bau.. mit vielen lokalen Beispielen verbunden, trugen ebenso zur geschichtlichen Reminiszens bei, wie Erfindungen von Telefon, Glühlampe… und die Chorbeiträge illustrierten gekonnt die historisch bedeutsamen Ereignisse.Dass die Satzung des Chores in einem Punkt unverändert blieb ( keine Frauen !! ) untermalten die Männer mit einem brillanten Ausflug in den Bereich der Operette: Ja, das Studium der Weiber ist schwer.. ( J. Drexler ).Zum 50. Geburtstag: Ännchen v. Tharau ( Fr. Silcher ); zum 60. Geburtstag: ein Frühlingslied – dann folgte in Erinnerung an diverse Sängerfeste mit Preisen das Lied nach dem bekannten Mörikegedicht: „ Herr, schicke was du willt „ ( W. Heinrichs ). Verhaltenes, dichtes Piano und sattes, nie kehliges Forte wechselten sich ab, gingen sinnvoll ineinander über und die Intentionen des ständig präsenten und mit sparsamen Gesten dirigierenden Eckart Maier wurden von allen Sängern sehr homogen um­gesetzt.Wieder neu „ behutet „ traten die Männer nach der Pause auf. Das 3. Reich, die Reichspogromnacht, in einen inneren, betroffenmachenden Zusammenhang gestellt durch das packend vorgetragene jiddische Lied „lech nerevada“ mit genialer Klavierbegleitung: Dann verstummte der Straßdorfer Chor in den Kriegswirren. Stumm schläft der Sänger„ und „ Wanderer, wo kommst du her- hab keine Heimat mehr „ waren die bedacht ausgewählten Lieder, deren Text, den richtigen Ton und die entsprechende Stimmung erzeugen konnten. Das komplette Konzertprogramm wurde auswendig vorgetragen somit klappte der Kontakt Dirigent–Chor hervorragend. Eine andere Zeit beginnt: Gründung der Bundesrepublik-und dann: ein turbulentes Ereignis wird auf der Bühne nachgezeichnet: das Wunder von Bern … Alle damaligen Fußballer werden besungen..

Weitere brillant vorgetragene Chorvorträge handelten von Sehnsüchten, vom Fernweh.. und bald ging es über in den von den Besatzungssoldaten importierten Swing und Jazz. Locker und gekonnt nahm sich der Chor dieses Genres an, die Begleitung tat das Ihrige dazu und die fehlenden Blasinstrumente wurden durch die menschliche Stimme frech­witzig- spritzig imitiert.

Nach dem 100. Geburtstag des Chores folgt der Schritt in die Neuzeit. Das verfremdete „ Weißt du wieviel Sternlein stehen„ ( U. Lindenberg ) führte das Publikum zum Nachdenken über die Umweltproblematik. Vereinsbezogene Marksteine ( Bekanntschaft mit einem Berliner Profi-Männerchor, eine Berlinfahrt, eine Reise nach Ungarn in die Gmünder Partnerstadt) wurden ebenso musikalisch ausgedeutet wie die Amerikareise (drüben ist alles doppelt so groß­ hier ist alles doppelt so schön.. ).

 Über das Sommermärchen ( Fußballweltmeisterschaft ) gelangte man in die Jetztzeit. Der Chor zeigte noch einmal seine ungeahnten Gestaltungsmöglichkeiten: „ Ein Freund, ein guter Freund„, das Medley       „ Männer, wie wir„, das Abschiedslied„ schöne Nacht„ ( W. Nagel) -jeder typische und untypische Männerchorsound wurde ausgelotet und die Zuschauer zeigten durch ihren Beifall, dass das Konzept in sich als stimmig empfunden wurde und dass es sich gelohnt hat, vom typischen Konzertstil abzuweichen.

Dass der Jubiläums- Konzert – Abend inhaltlich und gestalterisch so ansprechend und schlüssig gelang, war das Verdienst des Teams von „ Dein Theater „, allen Mit­wirkenden vor und hinter der Bühne und vor allem der Vorarbeit von Eckart Maier, seiner Probentechnik und seiner zwingenden Gestaltungskraft.


Quempas-Singen beim Sängerbund Lichtenstein

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 6.01.2008, Chorverband Ludwig Uhland, Kommentare geschlossen

Quempas-Singen beim Sängerbund LichtensteinDas Quempas-Singen, diesmal in der Johanneskirche zu Unterhausen, war wieder einmal außergewöhnlich gut besucht. Und die Zuhörer wurden auch diesmal nicht enttäuscht. Der Männerchor im Altarraum, der Kinderchor vor dem Altar und Jugendchor, Chor Lacuna und Frauenchor hatten sich auf der Empore verteilt. So in der Kirche verteilt begann das Weihnachtskonzert mit dem bekannten Hymnus-Chor „Quempas“, wobei alle Chöre einzeln und sodann auch gemeinsam zu hören waren.

Pfarrer Henning ging in seiner Begrüßungsansprache auf die Herkunft und Bedeutung dieses Eingangschores ein.

Der Kinderchor trug „Maria durch ein Dornwald ging“ und „Christ ist geboren“ sehr besinnlich vor. Der Jugendchor brachte mit „Great Day“ und „Jingle Bells“ Leben in die Kirche und an diesen Stil und Rhythmus schloß der Chor Lacuna mit „Carol of the Bells“ und „Blesses assurance“ an. Der Frauenchor ließ es mit „Mater dei“ und „Alma redemptoris mater“ wieder sehr besinnlich und feierlich erklingen. Der Männerchor brachte „Du großer Gott“ und „Friede auf Erden“ sehr beeindruckend und stimmgewaltig zu Gehör. Dazwischen sprach Fritz Kürten Worte zum „Ereignis Bethlehem“ und zur Bedeutung für uns in unserer Zeit. Wie schon Tradition beendete der Eingangschor „Quempas“ ein wunderschönes Weihnachtskonzert, wozu viele Gesangs- und Instrumentalsolisten auftraten.

Im Anschluß an das Quempas-Singen fand sich die Sängerbund-Familie im Gemeindehaus zur Weihnachtsfeier ein.


Liederabend in der Steinachhalle

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 4.01.2008, Chorverband Kniebis-Nagold, Regionalchorverbände, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Eine musikalische Herausforderung für den Männergesangverein „Freundschaft“ Talheim und seinen Dirigenten Peter Straub war die Einstudierung eines stimmungsvollen Chor-Standards im Alpenrock-Stil, die das Publikum mit herzlichem Beifall würdigte. Mit der Ballade „Weit, weit weg“ schuf der Komponist Hubert von Goisern ein Stück, das die beiden Stilrichtungen Rock/Pop und alpenländische Volksmusik in origineller Weise verbindet. Die Poesie des Textes mit seinen herbstlich-melancholischen Bildern wie auch die schlichte und zugleich ausdruckstarke Musik zeichnen die Sehnsucht nach der Geliebten in einer sehr empfindsamen Art nach. Eine zweite, inhaltlich anders geartete Kostprobe, ein Popsong mit Charme und musikalischem Drive von Hans Unterweger, mündet in die klare Botschaft: „Männer mag man eben!“ In modernem Gewand präsentierte sich das schwäbische Volkslied „Muss i denn zum Städtele hinaus“, das manche ältere Zuhörer überraschte. In herkömmlichen Bahnen bewegte sich das alpenländische Lied „Die Nacht ist von den Bergen gestiegen“, dessen melancholische Grundstimmung die Sänger einfühlsam zum Ausdruck brachten. Mit zwei Humoresken rundete der Chor seine drei abwechslungsreichen Auftritte ab: „Ich ging mal bei der Nacht“, ein Scherzlied nach einer alten Volksweise, das den misslichen Ausgang eines Stelldicheins eines jungen Liebhabers bei seiner „Allerschönsten“ zum Inhalt hat, und „Der Unentbehrliche“. Hier parodiert Wilhelm Busch einen ehrenamtlich Vielbeschäftigten, der immer und überall gebraucht wird und selbst noch bei seiner eigenen Beerdigung „mit dabei ist“. Der Vortrag eines Hits der Pop-Band „Beach Boys“, „Barbar´ Ann“, war ein weiterer Fingerzeig in die Richtung, in die sich moderne Chormusik bewegen muss, will sie die junge Generation erreichen.Vorsitzender Franz Rupp begrüßte in der herbstlich geschmückten Steinachhalle unter den Gästen den Männerchor aus Binsdorf, den Chor „inTakt“ Mühringen und den katholischen Kirchenchor Talheim. Letzterer hat unter seiner neuen Dirigentin Irina Heidebrecht-Schmitter bereits wieder ein hohes Niiveau erreicht und gefiel besonders mit dem Lied „Wenn ich ein Glöcklein wär“, bei dem Kornelia Dürr mit ihrem Sopran-Solo „Ave Maria“  herausragte. Ihm war auch vorbehalten, mit dem Steinachtal-Lied „Wo auf des Tales schmalem Weg“ Lokalkolorit zu zeichnen. Besonders eindrucksvoll die Zugabe „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ nach einem Text von Dietrich Bonhoeffer. Als homogener, disziplinierter Klangkörper präsentierte sich unter Leitung von Josef Hutt der Männerchor aus Binsdorf. Zunächst gemütvoll-gesellig – „Nicht meckern, nicht schimpfen“ – betrat er im zweiten Auftritt mit „Los en de Wind“ und „Frog mi net“ schwäbisch-bayerisches Terrain. Nach einem Ausflug nach Kroatien mit dem Liebeslied „Swice moje“ kehrte er mit „Der Hammerschmied“ zur alten Dorfidylle zurück. Leckerbissen pur servierte Peter Straub mit seinem zweiten Chor „inTakt“. Zunächst klassisch mit zwei musikalischen Abwandlungen des Schubert-Liedes „Die launische Forelle“ im Stil Mozarts („Die kleine Nachtmusik“) und Beethovens („Die Himmel rühmen“) und Richard Wagners „Fischerchor“ mit Motiven aus „Tannhäuser“ und „Lohengrin“, dann mitreißend schwarz-afrikanisch. Mit wiegender Körpersprache und naiver Singfreude brachte er die geistlichen Lieder „Tunaomba“ und „Amezaliwa“ aus Tansania und „Jesu ukukanja“ aus Botswana fast lebensecht zum Ausdruck. Er beendete seine viel beklatschten Auftritte mit einigen Liebeslied-Standards („Stand by me“, „Only you“) und als Zugabe „Good night sweetheart“. Hans Heinz Hötzel 

 


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