Chorleben - S-Chorverband

Chorverband Schwarzwald-Baar-Heuberg

Männergesangverein Germania Rottweil-Altstadt begeistert mit Opernchören

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 7.06.2009, Chorverband Schwarzwald-Baar-Heuberg, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Wenn ein knapp 140 Jahre alter Männerchor ein Chorkonzert veranstaltet, kann man das nicht unbedingt in die Rubrik „Jugend musiziert“ einordnen. Anders beim Männergesangverein Germania Rottweil-Altstadt: Die Verantwortlichen hatten gut daran getan, die Jugend mit ins Boot zu holen.

Angefangen bei seiner jungen Dirigentin Isabel Egner, über die Pianistin Tanja Staudenmaier aus Trossingen und vor allem das 50-köpfige Schüler-Kooperationsorchester der Gymnasien Trossingen/Spaichingen. Nicht zuletzt hat sich der Chor durch einige junge Männer besonders in den oberen Registern auffrischen lassen.

So gelang denn das Konzert „Oper, Pop, ect.“ am 16. Mai 2009 im besonderen Ambiente der Werkhalle der „Kunststiftung Erich Hauser“ auf der Rottweiler Saline zu einem frühlingshaften Ohrenschmaus.

Mit dem markanten Soldatenchor aus der Oper „Margarethe“ von Charles Gounod eröffnete der Chor die Reihe der Opernchöre.

Der Chor der Ritter aus „Die Hugenotten“ von Giacomo Meyerbeer, ebenfalls mit Klavierbegleitung, zeigte das höfische Treiben der Ritter im Mittelalter, während bei Jacques Offenbachs „Studentenchor“ aus „Hoffmanns Erzählungen“ erstmals das  Kooperationsorchester der Gymnasien Trossingen/Spaichingen mit perlenden Klangvariationen den Chor begleitete. Hier wird das romantisch verklärte Studentenleben in überschäumenden Ulk besungen.

Nach einem Zeitsprung von der Romantik in die Pop-Ära, gehörte der Saal nun ganz dem Schulorchester unter der Leitung von Tanja Staudenmaier und Winfried Mattes (Spaichingen) mit der Titus-Overtüre von Mozart und Mamma Mia, bekannt durch ABBA. Die Bohemian Rapsody von Freddie Mercury leitete über zu den Piates of Caribbiean.

Bei der schwungvoll präsentierten „Forrest Gump Suite“ von Alan Silvestri aus dem gleichnamigen Film zeigte das Jugendorchester nochmals seine volle Breite instrumentalen Ausdruckvermögens.

Brahms Ungarischer Tanz Nr. 5 holte mit schmeichelnden Geigen- Zigeunerweisen die Zuhörer zurück in die Welt der Romantik. Drei weitere Oper-Chöre  Chor der Jäger aus „Udine“ von Lortzing, Erhebet das Glas aus „Ernani“ von Verdi und als Glanzstück der fulminante und bekannte Torrero-Marsch aus der Oper „Carmen“ von Georges Bizet  rundeten den Abend ab.

Ein großer Konzertabend, durch den die Dirigentin Isabel Egner ihre Mannen mit diffiziler Hand geführt, aber auch das Letzte an Höhen und Geschwindigkeit herausgeholt hatte, wurde vom Publikum in der reichlich gefüllten Werkhalle mit herzlichem Applaus bedacht. Durch das Programm führte Edwin Maier. Und ein pädagogischer Effekt: Das Schülerorchester hat durch die Aufführung  an Konzert- und Bühnenerfahrung – besonders im Hinblick auf eine geplante Konzertreise –  gewonnen.

Erich Hauser – Vater der Kunststiftung – hätte an dieser Synthese von Klangkunst und nüchterner Werkhalle mit seiner ausgezeichneten Akustik  sicher seine helle Freude gehabt. Vier Tage später wurde das Konzert  noch einmal mit gleichem Erfolg in Spaichingen aufgeführt.

 

Verfasser und Bild:Roland Efinger, Schriftführer.

rottweil-germania_2009.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 


125 Jahre MGV Frohsinn Schwenningen

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 29.04.2009, Chorverband Schwarzwald-Baar-Heuberg, Kommentare geschlossen

Der MGV Frohsinn Schwenningen, der im April dieses Jahres im Beethovenhaus die Gauversammlung des Sängergaues Schwarzwald ausrichtete, feiert derzeit sein 125jähriges Vereinsjubiläum. Aus diesem Anlass hat er ein Festbuch herausgegeben, das einen umfassenden Überblick über die Vereinsgeschichte vermittelt.

Höhepunkt des Jubiläumsjahres wird ein Jubiläumskonzert sein, das am Freitag, dem 03. Juli 2009 um 20:00 Uhr im Franziskaner-Konzerthaus in VS-Villingen stattfindet.

Neben dem Jubelverein MGV Frohsinn Schwenningen werden der Männerchor 1887 Villingen und das Sinfonieorchester Villingen-Schwenningen mitwirken. Die Gesamtleitung liegt in den Händen von Beatrix Hermann.


30 Jahre Chorjugend Rietheim

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 29.04.2009, Chorverband Schwarzwald-Baar-Heuberg, Kommentare geschlossen

Die Rietheimer Chorjugend kann in diesem Jahr auf ihr 30jähriges Bestehen zurückblicken. Dieses aussergewöhnliche Ereignis soll mit einem großen Konzert gefeiert werden, das vom Kinder- und Jugendchor gestaltet wird.

Außerdem konnte ein Chor aus Ehemaligen auf die Beine gestellt werden, der bei der Veranstaltung, die in der Turnhalle Rietheim am 04. Juli 2009 stattfindet, ebenfalls mitwirken wird.

Zur Aufführung kommt ein kunterbuntes Programm. Beginn ist um 19,00 Uhr.

 


„The King of Africa“ – ein neues Projekt des Liederkranzes Dunningen

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 15.03.2009, Chorverband Schwarzwald-Baar-Heuberg, Kommentare geschlossen

Nach den vorhergehenden erfolgreichen Aufführungen wie z.B. „West Side Story“, „Joseph“ oder zuletzt „Oh Mama Mia“, steht im April diesen Jahres die Aufführung von „The King of Africa“ an. Diese mitreissende Story aus der Feder von Monika Schneider, Akrobatik TSV – Dunningen, Tanz Independance Bochingen, die Band Ciro Five und natürlich der Chor, läßt garantiert unter der Gesamtleitung von Hermann Schneider auch diese Aufführungen zu einem großen Erlebnis werden.

Aufführungstermine:

18. und 19.04. Festhalle Dunningen, Samstags 20:00h, Sonntags 16:00h

25. und 26.04. Turnhalle Bochingen, Samstags 20:00h, Sonntags 16:00h

weitere Infos unter www.liederkranz-dunnningen.de


Kids in Takt – Prüfung beim Jugendchor Winzeln

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 12.02.2009, Chorverband Schwarzwald-Baar-Heuberg, Nachwuchsarbeit, Kommentare geschlossen

10 Mädchen, hervorragend vorbereitet von ihrem Chorleiter Thomas Schneider, stellten sich der Prüfung für „Kids in Takt“. Verbandsjugendchorleiter Thomas Preiß vom Schwäbischen Chorverband lobte bei der Gruppenprüfung (Kanon) besonders den harmonischen Chorklang und das aufeinander Hören der Mädchen.

Auch bei den Einzelprüfungen waren alle Prüflinge den Anforderungen gewachsen. Teilweise erreichten sie alle erreichbaren Punkte und hatten dadurch mit „herausragendem Erfolg“ teilgenommen. Betreut wurden die Kinder während der Prüfung von Jugendreferentin Cornelia Gaus.

kinderchor-frohsinn-winzeln.jpg


Hohe Ehrung im Volkschor Schwenningen

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 20.01.2009, Chorverband Schwarzwald-Baar-Heuberg, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Oskar Widmaier, ein verdienter Funktionär des Schwenninger Volkschores konnte vom Vorsitzenden Joachim Budde für 60 Jahre Singen im Chor mit der Goldenen Ehrennadel des Deutschen Chorverbandes ausgezeichnet werden. Der Jubilar hat in dieser langen Zeit seinem Verein jedoch nicht nur als Tenor-Sänger gedient, sondern  war auch viele Jahre Stimmlistenführer und ist seit 45 Jahren Schriftführer.

Für dieses große Engagement bedankte sich Budde im Namen des Volkschores bei Oskar Widmaier mit einem Geschenkkorb.

Foto: Südwestpresse / Die Neckarquelle, Joche Schwillo

volkschor-schwenningen.jpg


Weihnachtskonzert in Sulz-Dürrenmettstetten

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 13.01.2009, Chorverband Schwarzwald-Baar-Heuberg, Kommentare geschlossen

Sulz-Dürrenmettstetten (pac). Der Männergesangverein Dürrenmettstetten lud am Abend des dritten Advents zu einem Weihnachtskonzert in die evangelische Kirche ein, die sich bis in die letzten Reihen füllte. Der Kinderchor eröffnete unter der Leitung von Sieglinde Knoke und Pia Bauer mit dem Lied „Lasst uns Kinder Kinder sein“ den Abend. Der Vorstand des MGV´s, Ingo Herr, wies bei seiner Begrüßung darauf hin, dass der Spendenerlös an die Nachsorgeklinik Tannheim weiter geleitet wird.

Eindrucksvoll bewies der MGV „Eintracht“ unter der Leitung von Oswald Friedt sein Können mit Beethovens „Hymne an die Nacht“ und erinnerte an die Weihnachtszeit mit u.a. „Es ist ein Ros´ entsprungen“. Es folgte Meinhard Siegel an der Orgel mit der Choral-Variation „Wie soll ich dich empfangen“.

Pfarrer Christoph Knoke hielt eine Andacht zum Advent. Sodann animierte der Gospelchor aus Dettingen unter der Leitung von Thomas Müller seine Zuhörer zum begleitenden Klatschen. Fünf überwiegend englische Lieder gaben sie zum Besten. Als nächstes war ein „Canon in D“ von Meinhard Siegel auf der Orgel zu hören.

Die Freude über die Geburt des Jesuskindes gab der MGV mit den Liedern „Es waren Hirten zu Bethlehem“, „Freu dich, Erd und Sternenzelt“ und „Gloria sei dir gesungen“ zu erkennen, das letzte davon auf der Geige begleitet von Erika Eberhardt und der Querflöte von Maria Höhn. Dass Blockflöte und Querflöte auch sehr einfühlsam zusammen erklingen, hörte man bei „Macht hoch die Tür“; sie spielten so ergreifend, dass sie kräftigen Applaus ernteten.

weiterlesen »


12 neue Singepaten schlossen ihre Ausbildung erfolgreich ab

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 9.12.2008, Chorverband Schwarzwald-Baar-Heuberg, Kommentare geschlossen


Trossingen war einer der 7 Orte in Baden-Württemberg, den die Stiftung „Singen mit Kindern“ für die Ausbildung von Singepaten im Jahre 2008 ausgesucht hatte. An 4 Samstagen wurden dort 12 Teilnehmerinnen durch 3 Dozenten für die Aufgabe ausgebildet, jede Woche für einige Stunden in einer Kindertagesstätte mit Kindern zu singen. Sie kamen aus Trossingen, Spaichingen, Mahlstetten, Hüfingen, Schramberg und weiteren Orten der Trossinger Umgebung.

Am Samstag, dem 29.11.2008 überreichte Ina Mele von der Geschäftsstelle der Stiftung „Singen mit Kindern “ allen 12 Damen ihre Urkunden als Bestätigung dafür, dass sie den Lehrgang erfolgreich abgeschlossen und die Befähigung erworben hatten, Lieder aus dem Handbuch „Singen im Kindergarten“ mit Kindern zu singen. Diese Ausbildung wird von der Landesstiftung Baden-Württemberg und dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport nachhaltig unterstützt.

Bereits im vergangenen Jahr wurden in Bad Cannstatt und Rheinhausen die ersten Singepaten ausgebildet, die inzwischen mit Eifer und Freude Kindergärten in Baden-Württemberg besuchen. Erfreulicherweise waren unter der großen Teilnehmerschar (allein in Bad Cannstatt waren es 32) auch einige Männer zu verzeichnen.

Grundlage der Ausbildung ist das Paten-Handbuch, mit 111 Kinderliedern. Zu jedem dieser Lieder gibt es im Buch Anregungen und Ideen wie z.B. tanzen, bewegen, spielen, basteln, sowie Rollenspiele und szenische Gestaltung, Klangexperimente mit der Stimme, dem Körper, mit Instrumenten und Materialien u.s.w. Dieses Handbuch erhalten die angehenden Patinnen und Paten kostenlos. An der Ausbildung teilnehmen können Erwachsene aller Altersgruppen mit und ohne musikalische Vorbildung, die Freude am Umgang und am Singen mit Kindern haben.

Einige der in Trossingen ausgebildeten Singepatinnen sind noch auf der Suche nach einem Kindergarten, in dem sie die Erzieher/Innen, die gerade in der heutigen Zeit sehr umfangreiche und anspruchsvolle Aufgaben meistern müssen, beim Singen mit den Kindern unterstützen können, natürlich auf ehrenamtlicher Basis.

singepaten-trossingen-8.jpgsingepaten-trossingen-12.jpg


Zwei Projektchöre feiern Erfolge

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 2.12.2008, Chorverband Schwarzwald-Baar-Heuberg, Kommentare geschlossen

Es war wohl das erste Mal im Sängergau Schwarzwald, dass zwei Projektchöre gemeinsam ein abendfüllendes Konzert gestalteten und damit beim Publikum wahre Begeisterungstürme hervorriefen.

Beide Chöre entstanden, allerdings zeitlich versetzt, aus der gleichen Situation heraus: Die traditionellen Chöre von Aldingen und Fridingen mussten altersbedingt ihren Probenbetrieb einstellen. Doch in beiden Vereinen gab es beherzte Mitglieder, die sich mit dieser Situation nicht abfinden wollten und die Flucht nach vorne antraten, indem sie einen Projektchor gründeten. Und noch eine Gemeinsamkeit gab es: Für ihr erstes Projekt, konnten beide, die Aldinger vor 5 Jahren, die Fridinger erst Mitte 2008, Dirigent Joachim Brenn verpflichten, einen Chorleiter, der es ausgezeichnet versteht, Menschen zu begeistern und die von Projekt – sowie Jungen Chören bevorzugte Literatur zu vermitteln.

Hatten die Fridinger am 08. November unter Joachim Brenn mit ihrem neuen Programm in Aldingen gastiert, so konnten sie am 16.11. ein „Heimspiel“ bestreiten, bei dem ihnen die Aldinger unter der derzeitigen Chorleiterin Ayako Yasuda wacker beistanden.

Feurig begleitet von der Combo „4Fun“, die von Marco Schorer geleitet wird, präsentierten die Fridinger Gastgeber Songs der 50er und 60er Jahre. Schon der erste Titel „La Bamba“ machte Appetit auf mehr. Und die weiteren Ohrwürmer ließ nicht auf sich warten: „Schuld war nur der Bossanova“, „Rote Lippen soll man küssen“, Surfin USA“, „Mama Loo“ von den Les umphries Humphries u.s.w. reihten sich aneinander wie Perlen auf einer Schnur.

Die Gäste aus Aldingen hatten sich ebenfalls viel vorgenommen. Unter dem Titel „Fly me to the moon” starteten sie eine äußerst interessante Reise, denn man war schließlich „noch niemals in New York“. Über Jerusalem („Let the River run“) ging es dann weiter mit “I’m singing in the rain” und Titeln wie „Once upon the Time“ zu einem besonderen Schmankerl “I will follow him“ aus „Sister Act“.
Eröffnet hatte das Konzert der Fridinger Jugendchor, ebenfalls unter der Leitung von Joachim Brenn, äußerst schwungvoll mit „Hit the road, Jack“ dem 3 weitere, temperamentvoll vorgetragene Titel folgten.

Mit dem etwas wehmütigen „Goodnight sweetheart“ verabschiedeten sich alle 3 Chorformationen von einem ausgesprochen euphorischen Publikum.

fridingen-2.jpgfridingen-3.jpgfridingen-pro.jpg


Anatevka – oder The Fiddler on the Roof

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 13.11.2008, Chorverband Schwarzwald-Baar-Heuberg, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Das von Joseph Stein, Jerry Bock und Sheldon Harnick geschaffene Musical, das auf einer Erzählung des jüdischen Schriftstellers Schalom Aleichem basiert, wurde von der Chorgemeinschaft Frohsinn Schramberg (Jugendchor und Confetti chor&more) in Kooperation mit der dortigen Musikschule im Bärensaal auf die Bühne gebracht und mit großem Erfolg vier mal aufgeführt. Was die ca. 30 Akteure und Solisten, der Chor und das 46 Musiker starke Orchester auf die Beine stellten, war eine Meisterleistung, man könnte auch sagen fernsehreif. Es war ein chorischer, solistischer, schauspielerischer und musikalischer Höhepunkt. Ein besonderes Kompliment geht an das Orchester, das die ganze Unsicherheit und Zukunftsangst einerseits sowie eine etwas sentimentale Stimmung, die sich in der Volksmusik der damaligen Ostjuden niederschlug andererseits, gekonnt umsetzte. Bemerkenswert war das ausgezeichnete Zusammenwirken aller beteiligten musikalischen Formationen. Auch die phantasievolle Ausstattung, das Bühnenbild, die Kostüme und die Kulissen wirkten äußerst professionell.

Die Bewohner Anatevkas, eines kleinen jüdischen Dorfes in der Ukraine, die versuchen durch strenges Festhalten an ihrer Tradition alle Bewohner zusammenzuhalten um so in der politisch angespannten Situation, am Vorabend der Revolution des Jahres 1905 zu überleben, sind die Hauptfiguren dieses Musicals, das ursprünglich zur erfolgreichsten Produktion wurde, die der Broadway je erlebt hat. Ohne ihre Tradition, so wähnte die jüdische Gemeinde, wäre ihre Zukunft nicht sicherer, wie die des Geigers auf dem Dach.

Beispielgebend wird die Geschichte des Milchmanns Tevje erzählt, der für seine Frau und seine 5 Töchter von einer besseren Zukunft träumt. Das Stück gibt Einblick in jüdische Sitten und Gebräuche, wie z.B. die Heiratsvermittlung bzw. eine Hochzeit, zeigt jedoch auch dass die Realität häufig einen Strich durch die Rechnung, oder wie in diesem Fall durch elterlichen Pläne macht, als es darum geht, die Töchter gut zu verheiraten.

Anhand der drei ältesten Töchter Tevjes, von denen keine die für sie vorgesehene Verbindung eingehen will, die im Gegenteil ihren Herzen folgen, erkennt man das Aufeinanderprallen von Tradition und neuen Einflüssen. Aber es kommt noch schlimmer. Die Bewohner Anatevkas müssen im Strudel der Pogrome ihr Dorf binnen 3 Tagen verlassen. Tevje hofft, mit dem Rest seiner Familie in Amerika ein neues Leben beginnen zu können.

Viele weitere Persönlichkeiten runden das Bild der Dorfgemeinschaft ab: Da ist der etwas unsicher wirkende Rabbi, aber auch der unglückliche Metzger, der ein Auge auf Tevjes zweite Tochter geworfen hat und trotz des väterlichen Handschlags leer ausgeht, oder Jente die Heiratsvermittlerin, die obwohl sehr beredt und von Tevjes Frau Golda gerne gesehen, keine der Töchter vermitteln kann. Auch die Charaktere der drei Liebhaber hätten unterschiedlicher nicht sein können: Man erlebt den schüchternen, armen Schneider Motel, den intellektuellen Anhänger des Kommunismus Ferchik, der bei einem Putschversuch verhaftet und nach Sibirien verschickt wird und den Russen Fedja, einen orthodoxer Christen.

Regie, Choreinstudierung und Inspizienz hatte Heinrich Hoffmann, die musikalische Leitung unterstand Hans Schmalz. Der Anlass zu dieser Produktion war das 50jährige Bestehen der Musikschule Schramberg.

anatevka_2.jpg anatevka_4.jpg

Alle Fotos: Kasenbacher, Schramberg


©2020 - Chorleben - Weblog des Schwäbischen Chorverbandes, Eisenbahnstr. 59, 73207 Plochingen, Tel: 07153 92816-60Die Seite für alle Sänger und Sängerinnen - Chöre, Chorvereine, Chorverbände - Kontakt - Impressum - AGB - Datenschutz Projekt: agentur einfachpersönlich