Chorleben - S-Chorverband

Gesangverein Sprollenhaus

Gut besucht war das Jahreskonzert des Gesangvereins 1919 Sprollenhaus in der Festhalle. Die Mitwirkenden hatten keine Mühe gescheut, die Sporthalle mit unterschiedlichen Accessoires dem Konzert entsprechend zu dekorieren. Ob Surfboard mit Segel, riesige Noten, alte Schallplatten oder großen Blumen – es wurde bereits durch die Dekoration der sonst recht sterilen Halle eine heitere Atmosphäre erzeugt, und das angekündigte Programm zum Thema „Schlager und mehr“ setzte dies durch den Vortrag der 35 Sängerinnen und Sänger aufs Beste um.
Vorsitzender Uli Keller freute sich in seiner Begrüßung darüber, dass nicht nur Einheimische, sondern auch Sangesfreunde aus dem oberen Enztal, aus den Gesangvereinen des Chorverbands Enz, dessen Vorsitzender Rolf Czudzowitz und Schriftführerin Jutta Stetter unter den Zuhörern weilten.
Seit Jahresbeginn hatten die Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Prof. Eckhard Wagner für das Konzert ein komplett neues Programm zusammengestellt und eingeübt, das an diesem Abend eine Art Uraufführung hatte. Keller: „Ein Konzert werden Sie heute erleben, wie sie den Chor noch nie gehört haben!“
Ein großes Wort – aber Keller hatte Recht! Was der Chor in dem knapp zweistündigen Programm vortrug, war beeindruckend und begeisternd. Im Stil der Comedian Harmonists a capella, später mit Klavierbegleitung durch Diethard Stephan Haupt, wurde „Wochenend und Sonnenschein“ eingeläutet, dann hieß es „Liebling, mein Herz lässt dich grüßen,“ und bereits bei „Ein Freund, ein guter Freund“ ging der musikalische Schwung auf das Publikum über, das bei „Mit Musik geht alles besser“ im Jankowski-Stil begeistert mitklatschte. Es war eine erste Herausforderung für den Traditionsverein Sprollenhaus, der sich bisher mit Schlagern kaum präsentiert hatte.
„Und mehr“ stand im Titel, und in einem zweiten Liederblock waren Negro-Spirituals zu hören, natürlich in Englisch – für manchen Mitwirkenden eine gewisse Hürde. Mit viel Gefühl und sehr klar und deutlich zeigten die Mitwirkenden unter dem Dirigat von Eckhard Wagner, dass Spirituals wie „Light of freeedom,“ „Marching in the light of love,“ Heavenligt shine on me“ und „Down by the riverside“ auch in Sprollenhaus wohlklingend und eindrucksvoll vorgetragen werden können, was auch der reiche Beifall der Besucher bewies.
Im dritten Programmteil waren Welterfolge von Udo Jürgens zu hören, schwungvoll dargeboten von den Sängerinnen und Sängern aus Sprollenhaus: „Aber bitte mit Sahne“ – das Sahnekonfekt wurde dabei den Zuhörern von jungen Damen angeboten, und „Mit 66 Jahren“ fühlte sich mancher Mitwirkende besonders angesprochen, denn wieder sprang die Sangesfreude des Chors auf die Zuhörer über. „Zeig mir den Platz an der Sonne“ und „Vielen Dank für die Blumen,“ die Titelmelodie der TV-Serie Tom und Jerry, rundete diesen gesanglichen Beitrag ab.
Ein bisschen Pop und Poesie war bei „Sailing“ zu vernehmen, dessen Textübersetzung Uli Keller vortrug, der übrigens auch das gesamte Programm moderierte. Auch der Rag „The Entertainer“ machte den Vokalisten wie dem Publikum gleichermaßen Spaß, und mit der Handball-WM-Hymne „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ – zum Teil mit neuem Text! – beschloss der Gesangverein nicht nur sein offizielles Programm, dem übrigens mehrere Zugaben folgten.

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 16. Jun 2011, Chorverband Enz, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0,Kommentare geschlossen.

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