Chorleben - S-Chorverband

75 Jahre Freude am Gesang

Chorgemeinschaft Liederkranz Ailingen feiert mit einem Jubiläumskonzert in der Rotachhalle

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Mit drei Chören und einem funkelnden Programm hat die Chorgemeinschaft Liederkranz ein Festkonzert zum 75-jährigen Jubiläum gegeben.

Mit einem glanzvollen Jubiläumskonzert, gespickt mit funkelnden Höhepunkten, hat die Chorgemeinschaft Liederkranz Ailingen am Samstagabend ihr 75-jähriges Jubiläum gefeiert. Neben dem Stammchor der Chorgemeinschaft Liederkranz trugen auch der junge Chor „Mundwerk“ und die Männer vom Oberschwäbischen Chorverband zum Gelingen der Festveranstaltung in der Rotachhalle bei.

Hätte man ein Jubiläumskonzert schöner eröffnen können, als mit Schillers Hymne „An die Freude“, vertont von Ludwig Van Beethoven? Die Chorgemeinschaft verlieh ihrer Freude mit genau jener hymnischen Begeisterung Ausdruck. So entstand feierliche Stimmung, die ansteckend wirkte und den Boden für die Werke von zwei weiteren großen Komponisten bereitete. Von Josef Haydn sang der Chor „Freude, deine Zaubermacht“ und „Von deiner Güt“. Auch die Solisten Anne Regina Sieber und Peter Strecker wurden an dieser Stelle vom Publikum mit begeistertem Applaus gefeiert. Ein weiteres Geburtstagskind ist Felix Mendelsohn-Bartholdy. Seinem 200. Geburtstag waren drei klassische Frühlingslieder aus seiner Feder gewidmet, bei denen es dem Chor unter der bewährten Leitung von Agathe Feuerstein mit Begeisterung und Können gelungen ist, die Herzen der Zuhörer zu öffnen. Festredner Bürgermeister Peter Hauswald fand die passenden Worte. „Gesang rührt die Seele an, ob hörend oder singend, er ist ein Schatz aus Klang und Sprache“.

Die Chorgemeinschaft pflegt diesen Schatz seit 75 Jahren und mit ihm eines unserer höchsten Kulturgüter, wie Ortsvorsteherin Sandra Flucht betonte. „Singe wem Gesang gegeben“, so das Motto der Vereinsvorsitzenden Iris Baeuchle-Seliger, das der Erste Landesbeamte Joachim Kruschwitz mit den Worten kommentierte: „Mir ist es leider nicht vergönnt, deshalb schweige ich“. Die Sänger waren glücklicherweise in der Mehrzahl. Damit das so bleibe, riet Achim Schwörer, der neu gewählte Präsident des Oberschwäbischen Chorverbands, an den Schulen Nachwuchs mit Chorprojekten zu generieren.

In Ailingen ist aus einem Projektchor vor zwei Jahren der angegliederte junge Mundwerk-Chor der Chorgemeinschaft entstanden. Mit ganz viel Elan brachte dieser Chor mit Christine Werther an der Spitze, Miriam Makebas „Pata Pata“ und damit den rhythmischen Schwung Afrikas ins Haus. „Genau das macht den Unterschied – die meisten Vereine haben Nachwuchssorgen, weil sie die Asche bewahren, anstatt das Feuer weiter zu geben“, lobte Achim Schwörer. Es folgte ein Bonbon von seltenem Genuss, denn der Männerchor des Oberschwäbischen Chorverbands tritt nur zu ganz besonderen Anlässen auf. Es war eine Wonne, dem Rat der sechzig Mann “Nehm´n se ´nen Alten“ zu lauschen. Anne-Regina Sieber sorgte mit zartem und zugleich energischem Dirigat dafür, dass die Herren die gewaltige italienische Bergwelt „La Montanara“ in die Halle holten und beim schwankenden Trinklied nicht von der Bühne torkelten. Zum Finale dankten die Chorgemeinschaft Liederkranz und Mundwerk Abba folgend im Gesang für das Geschenk „Musik“ und ganz am Ende boten alle drei Chöre ein herrliches Bühnenbild und ein fulminantes Klangerlebnis.

Mit „Amerika“ aus dem Musical „West Side Story“ endete das Jubiläumskonzert in der Erinnerung an eine Konzertreise, die den Chor 2004 in die USA geführt hat.

Foto: Fritz

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 13. Mai 2009, Oberschwäbischer Chorverband, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0,Kommentare geschlossen.

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