Chorleben - S-Chorverband

Open Sound und offene Grenzen – ein Festival wird zum Markenzeichen

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Sie sind 20, 40, 60 Jahre und mehr. Sie sind die Zukunft des Schwäbischen Chorverbandes und haben doch schon Vergangenheit. Sie lieben und zelebrieren diese Vergangenheit und deren Lieder und – sie sind längst in der Gegenwart angekommen. Die Jungen Chöre im Schwäbischen Chorverband (SCV) haben ihren „Exotenstatus“ abgelegt, stellen sich nicht nur mit ihren Songs neben die traditionsreichen Liederkränze, sondern immer öfter auch vor sie mit hoher Qualität und ausgefeilten Vocalarrangements. Ihre musikalische Sprache ist raffinierter geworden in den letzten Jahren und sehr oft multikulturell. Sie sind Chöre dieser Zeit und deswegen wird es Zeit, dass der Begriff „Junge Chöre“ bald wieder verschwindet. Die Namen sind Programm, so wie bei den Liederkränzen früher – und es gibt viele hundert dieser Namen.

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Open Sound strahlt von Jahr zu Jahr mehr aus. Erstmals kam mit „Im Takt“ Rettenbach (CV Bayerisch-Schwaben) ein Chor aus einem anderen deutschen Chorverband zum Festival. Gaby Knorpp (Vorsitzende der Chorjugend) und Thomas Preiss (Jugendverbandschorleiter des SCV) haben Open Sound in den letzten Jahren zu einer Erfolgsgeschichte gemacht. Dass es jederzeit möglich wäre, die doppelte und dreifache Größe zu erreichen, hat das vergangene Festivaljahr auf Burg Hohenneuffen gezeigt. Aber das ist nicht das Ziel der beiden Organisatoren. Sie haben ein Familienfestival im Auge, bei dem die Eltern auf der einen Bühne, die Kinder auf der anderen Bühne singen und beide sich gegenseitig erleben können.

Open Sound 2008 war ein besonderes Erlebnis und bestätigte die bisherigen Erfahrungen: Das Ambiente ist für den Festivalerfolg eben so wichtig wie die Musik selbst. Nach der malerischen Burgruine Hohenneuffen am Rande der Schwäbischen Alb im Jahr 2007 nun das gepflegte Areal der Ludwigsburger Schlossgärten. Eine solche Umgebung inspiriert, schafft Raum und motiviert.

Die ersten und die letzten Chöre haben es bekanntlich am schwersten, weil der eigene Stimmmotor noch nicht 100% rund läuft bzw. die Besucher noch nicht alle da sind oder – wie bei den letzten Chören in der Evangelischen Stadtkirche weit nach Mitternacht – bereits weggegangen sind. Die ersten Töne kamen von den „Youngstars“ im Liederkranz Donzdorf auf der Bühne im unteren Ostgarten. Die 20 Frauen unter der Leitung von Susanne Schmid legten los, dass es eine wahre Freude war. Klasse Arrangements und Titel, die man nicht (mehr) alle Tage hört wie Stevie Wonders „Sir Duke“ oder „Skyscrapers“ sorgten sofort für Stimmung.

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Weitere Bilder mit den Chören Querbeat (Junger Chor Kayh/Mönchberg) und Querbeet (im Liederkranz Baustetten):

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Immer mehr Junge Chöre legen Wert auf ihre Bühnenpräsenz. Was ist damit gemeint? Es geht um die Art der Präsentation, die im Idealfall einen direkten Zusammenhang zur gesungenen Musik besitzen sollte, wenn man überzeugend sein will. Auch deutsche Schlagerklassiker wie Horst Winters „Zwei in einer großen Stadt“, Hans Blums „Im Wagen vor mir“ oder Peter Kreuders „Blinde Kuh“ lassen sich nicht „abspulen“ wie der Jägerchor aus dem „Freischütz“, ganz zu schweigen von den vielen amerikanischen und englischen Swing-, Jazz und Popsongs.

Vor 5 Jahren sah das noch so aus, dass 30 Hüften 3 Minuten wackelten und sich abschließend 60 Hände zum Bühnenhimmel reckten. Diese Zeiten sind vorbei. Eine überzeugende Choreographie ist nicht weniger kompliziert wie ein überzeugender Chorklang. Weniger ist mehr. Mit wenigen Bewegungen und Aktionen ein Maximum an Wirkung erreichen, welche die Musik an der richtigen Stelle unterstützt – das ist die Kunst.

Hier sind DA CAPO – die Sing Kids aus Raidwangen unter der Leitung von Thomas Preiss und die Barberlights aus Remseck, Leitung: Markus Berkmann

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Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 17. Jul 2008, gemischte Chöre, Jugendchöre, Singen und Stimme, sonstige Chöre, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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