Chorleben - S-Chorverband

Fremde Klänge und große Begeisterung

Zu einem interreligiösen Konzert lud der Esslinger Liederkranz am letzten Sonntag ein. Auf dem Programm standen christliche, jüdische und muslimische Lieder. Was zunächst als ein großes Wagnis erschien, erwies sich in der voll besetzten Johanneskirche als Erfolg.

Solveig Hummel begrüßte als Vorsitzende das Publikum aufs Herzlichste. War es doch ein besonderer Anlass, nach langer Pause endlich wieder ein eigenes Konzert auf die Beine zu stellen.

 

Eröffnet wurde das Konzert von christlichen Werken, die der Kammerchor EL-Singers in guter Klangbalance und zu Gehör brachte. Auf Audrey Snyders „A New Day“ folgten Koldalys Ave Maria sowie ein afrikanischer Gospel „Chant for Freedom – Amani“ und Mendelssohns „Hebe deine Augen auf“ aus Mendelssohns „Elias“. Ungewohnte Klänge brachte auch der Shaker-Song „Joyful Praises“, welcher mit tänzerischer Geste aufwarten konnte.

Das kleine Ensemble der Sing-Uni bestach durch eine Vertonung des „Irish Blessings“, in dem die jungen Sänger/innen meditative Ruhe erzeugten. Aufgelöst wurde die Spannung durch das Gospel „Hail Holy Queen“, welches die Zuschauer in seinen Bann riss.

Der Gemischte Chor folgte mit dem „Festival Gloria“, einer weiteren schwungvollen Vertonung von Audrey Snyder. Das Konzert lebte von Abwechslung der Stile sowie der Kulturkreise, aus denen die Lieder stammten. So standen im folgenden Teil arabische Liebeslieder und Gebetslieder neben jüdischen Psalmvertonungen, sensibel musiziert und spannungsreich dargeboten.

Gemeinsam musizierten der Gemischte Chor und die Campus-Telemänner, eine bewährte Besetzung aus professionellen Musikern, Amateuren und Schüler/innen die Mendelssohn-Chöre „Denn er hat seinen Engeln“ sowie „Es wird ein Stern“ aus dem unvollendeten Oratorium „Christus“. Steffi Bade-Bräuning führte beide Ensembles mit leichter Hand zu einem homogenen Klangkörper.

Das eigentliche Highlight es Konzerts waren John Rutters „Of A Rose“ sowie sein Magnificat. Hier zeigten Chor und Orchester noch einmal die breite Palette der Klangfarben, die sie zu produzieren imstande sind. Von den feinen Abstufungen und Anklängen an mittelalterliche Gregorianik in „Of  Rose“ bis zu den rhythmisch-lebendigen und festlichen Passagen des Magnificat konnte das Publikum verschiedenste Klangszenarien entdecken. Ein Konzert, das Hoffnung macht, da es Verbindungen zwischen Kulturen aufzeigte und das Publikum dafür begeisterte.

Wer Lust hat, im Chor einzusteigen, ist dazu jeden Dienstag ab 18.30 Uhr herzlich willkommen.

Kontakt: S. Bade-Bräuning, sbb@sbb-musik.de, 0711 80 64 019, www.esslinger-liederkranz.de

Foto: Stefan Bräuning

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