Chorleben - S-Chorverband

Geburtstagsständchen aus 260 Kehlen beim Regionssingen

Regionssingen in Eriskirch am Bodensee

Regionssingen in Eriskirch am Bodensee

So ein Geburtstagsständchen hört man nicht alle Tage. Zur 750-Jahr-Feier in Eriskirch hatte Bürgermeister Markus Spieth sich gewünscht, dass das traditionelle Regionssingen zum Tag des Liedes 2007 in der feiernden Seegemeinde stattfinden würde. Der Oberschwäbische Sängergau kam diesem Wunsch nach und rief alle zwölf Chöre aus der Bodenseeregion nach Eriskirch. So kam es, dass am Ende 260 Sängerinnen und Sänger im Festzelt hinter der „Alten Schule“ mit schönstem Liedgut aufwarteten. Allen voran legten die Männerchöre aus Eriskirch und Langenargen mit „Freude am Singen“ das Motto des Chorkonzerts fest, dem nahezu 1000 Zuhörer im Festzelt lauschten. Doch so viel offensichtliche Freude den Akteuren das Singen am Sonntag auch bereitete: Deutsches Liedgut ist laut dem Regionsvorsitzenden Wolfgang Keser sehr gefährdet. Regionssingen tragen zu seiner Erhaltung bei. „Wenn Sie ein Lied kennen, dann singen Sie doch ruhig mit“, ermunterte Wolfgang Keser das Publikum. Beim folgenden Programm mussten aber die meisten Zuhörer tatsächlich passen. Dafür lauschten sie mit einem Lächeln, das großes Vergnügen verriet. Der gemischte Chor des Liederkranzes Tettnang bot stimmungsvolle Chorliteratur jenseits von platten Stimmungsliedern. Ihm folgte ein gemischter Männerchor, bestehend aus dem Männergesangverein Harmonia Meckenbeuren und der Chorgemeinschaft Oberteuringen. Chorleiterin Frieda Mohr dirigierte die Herren gewohnt temperamentvoll durch flotte kroatische Volksweisen. Die Chorgemeinschaft Harmonia bot Stücke aus „Carmina Burana“, der Sängerbund Friedrichshafen hatte „Abba“ zum Gegenstand des Auftritts erkoren und dem Männerchor Kau schien das Vagabundenlied passend, während die Chorgemeinschaft Liederkranz Ailingen resümierte: „Du passt so gut zu mir“. Mit Spannung wurde der Männerchor Liederkranz Fischbach erwartet, der mit dem venezianischen Volkslied „Der Hahn von Onkel Giacometo“, gackernd und krähend für köstliches Amüsement sorgte. Absolute Höhepunkte waren jedoch die gemeinsamen Chorstücke. „Irgendwo auf der Welt“, sangen 160 Männer unter der Leitung von Erich Hörmann und die gemischten Chöre setzten mit Eberhard Graf „Es war so schön mit dir“ nach. Der Einzige, dessen Stimme nach drei Tagen Festmarathon zu versagen drohte, war der Schirmherr Markus Spieth. (Andrea Fritz)

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 12. Sep 2007, Oberschwäbischer Chorverband, Regionalchorverbände, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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