Chorleben - S-Chorverband

November 2012

Außer Konkurrenz: Wettbewerb für Chor-Werbevideos

Johannes Pfeffer, 29.11.2012, gemischte Chöre, Kommentare geschlossen

Im Mai diesen Jahres haben der Schwäbische Chorverband und die Edition Omega einen Wettbewerb für Chor-Werbevideos von Chören im Schwäbischen Chorverband ausgeschrieben. Gesucht waren Videos, die Freude am Chorsingen vermitteln. Nach der Abstimmung unter den Besuchern der Internetseiten des Schwäbischen Chorverbandes  stand am 15. September das Gewinnervideo fest. Gewonnen hat die Voice Factory Hallwangen „on tour“. Doch nicht nur Chöre im Schwäbischen Chorverband nutzen Videos für ihre Präsentation. Für den Wettbewerb hatten sich auch zwei Chöre aus anderen Regionen beworben, die im Wettbewerb leider nicht berücksichtig werden könnten. Ihre Videos sollen nun an dieser Stelle vorgestellt werden.

Die erste Bewerbung überhaupt kam von den Happy Disharmonists aus Berlin. Der Chor steht seit seiner Gründung 1985 unter der Leitung des bekannten Arrangeurs, Autor, Verleger und Musiker Carsten Gerlitz. Auf der Internetseite stellen sich die einzelnen Chorsänger mit ihren Eigenarten und Spitznamen vor, wie Lerchensopran, Groove Bass oder Bassanova. Auch im Video sind diese zu entdecken. Der Chor hat bereits mehrere Videos produziert und stellt diese auf Youtube vor. Für den Wettbewerb haben sie sich mit einem Video zu einem Cover der Rockband „Die Ärzte“ beworben, welches sie für sich umgeschrieben habe.

Weitere Informationen und Videos unter: www.disharmonists.de/

Aus München stammt die zweite Außer Konkurrenz Bewerbung: Der Barbershop Herrenchor – Herrenbesuch. Sie haben sich mit ihrem Profilvideo beworben. In dem Video stellt sich der Chor selbst vor und lässt auch die begeisterten Zuhörer zu Wort kommen. Der Chor setzt Videos auch für offene Probenformate ein, um beispielsweise Sänger für ein Casting einzuladen. Auch ein Chorleiterinterview findet sich online, in welchem der Chorleiter Hans-Jürgen Wieneke über Herrenbesuch spricht und über die Faszination des Barbershop-Klanges.

Zur Chorhomepage: www.herrenbesuch.net/


Abstimmungsphase für den Chorvideowettbewerb geht zu Ende

Johannes Pfeffer, 1.09.2012, Fortbildungen, gemischte Chöre, Jugendchöre, Nachwuchsarbeit, Kommentare geschlossen

In 14 Tagen endet die Abstimmungsphase für den Chorvideowettbewerb des Schwäbischen Chorverbandes und der Edition Omega. Über 2000 Besucher haben in den letzten Wochen die Seite des Wettbewerbes angeklickt und zahlreiche Stimmen für ihr Lieblingsvideo abgegeben. In den nächsten zwei Wochen wird es nun für die teilnehmenden Chöre nochmals spannend und sie werden sicherlich alles daran setzen nochmals möglichst viele Fans zu mobilisieren.

Auch Sie können noch für Ihren Favoriten abstimmen auf der Aktionsseite mit diesem Link.

Der Wettbewerb für Chorwerbevideos wurde vom Schwäbischen Chorverband und der Edition Omega gemeinsam ausgeschrieben. Ziel ist es Chöre zu finden, die bereits Videos nutzen um auf sich aufmerksam zu machen. In der Ausschreibung heißt es dazu: „Chorgesang – das ist Emotion und Freude. Chorwerbung soll neue Mitglieder mit dieser Freude anstecken. Diese Emotion lässt sich schwer in Worte fassen und bedarf einer lebendigen Form der Präsentation.“

Am 15. September 24:00 Uhr endet die Abstimmungsphase. Das Ergebnis werden wir auch hier bekanntgeben.


Jetzt gehts los! Chorfest in Frankfurt

Johannes Pfeffer, 7.06.2012, Chorfeste, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Logo Dt. Chorfest

In diesem Minuten beginnt mit der Feierlichen Eröffnung in der Paulskirche das Deutsche Chorfest in Frankfurt. Für den musikalischen Rahmen sorgen der Landesjugendchor Hessen,der Deutsche Jugendkammerchor (und der Sinfonische Jugendchor Simón Bolívar aus dem „El Sistema“-Projekt (Venezuela).

In den folgenden vier Tagen werden rund 20.000 Sängerinnen und Sänger Frankfurt zum Klingen bringen.

Veranstaltungen des Schwäbischen Chorverbandes

Der Schwäbische Chorverband ist mit zahlreichen Chören und Einzelbesuchern auf dem Chorfest im benachbarten Hessen vertreten. Hier bieten wir eine Aufstellung der Veranstaltungen des Schwäbischen Chorverbandes. Alle Veranstaltungen des Chorfestes finden sich auf www.chorfest.de

Freitag. 08.06.2012

  • 12-12:15 Uhr Auftritt des Auswahlchores des Schwäbischen Chorverbandes lemotion beim Deutscher Chorwettbewerb. Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Großer Konzertsaal.
  • 16-16:20 Uhr Auftritt von lemotion. Haus am Dom, Großer Saal.

Samstag, 09.06.2012.

Chöre des Schwäbischer Chorverband auf dem Chorfest

  • lemotion
  • Projektchor des Chorverbandes Otto Elben
  • Chöre des Donau-Bussen-Sängergaus
  • ChorVision Heilbronn
  • Projektkinderchor des Chorverbandes Heilbronn
  • Projektjugendchor des Chorverbandes Heilbronn
  • LK Ruppertshofen-Leofels
  • LK Germania Süßen, Collegium Cantabile
  • Sängerbund Schnaitheim
  • Chor Querbeet des Gesangvereins Niedernhall
  • Männerchor des Oberschwäbischen Chorverbandes
  • LK Eglofs
  • Jazz Singers des Liederkranzes Kißlegg
  • Modern Voices des Liederkranzes Kißlegg
  • Canto Classico des Liederkranzes Kißlegg
  • Die Rhythmicals
  • MGV LK Schanbach
  • Männerchor des Chorverbandes Region Kocher
  • Rottweiler Mädchenkantorei
  • Kolping-Chor Stuttgart
  • Vox Humana Stuttgart
  • Sängerkranz Rommelsbach
  • Swing Singers Calw, LK Concordia Calw
  • Sängerkreis Mittlerer Neckar
  • Joyces GbR, Holzgerlingen

Berichte aus Frankfurt

Wir werden Sie in diesem Blog mit aktuellen Berichten aus Frankfurt versorgen.

Weitere brandaktuelle Berichte, Bilder und Videos gibt es immer auf dem Blog des Deutschen Chorverbandes. Der Besuch dort lohnt sich immer.


Programm zum Symposium „Musik über den Tellerrand“ am 26. November online

Johannes Pfeffer, 17.09.2011, Fortbildungen, Kommentare geschlossen

Logo Symposium "Musik über den Tellerrand" des Landesmusikverband Baden-Württemberg

Symposium "Musik über den Tellerrand"

Der Landesmusikverband Baden-Württemberg veranstaltet am 26. November 2011 ein Symposium zum Thema Kooperationen. Auf seiner Internetseite stellt der Dachverband der Laienmusik auf www.landesmusikverband-symposium 2011. de nun ein vorläufiges Programm vor. Die Anmeldung ist über die Geschäftsstelle des Verbandes möglich.


Grundstufenprogramm Chorleitung für Vereinsmitglieder, Lehrer und Studierende

Johannes Pfeffer, 17.08.2011, Fortbildungen, Frauenchöre, gemischte Chöre, Jugendchöre, Männerchöre, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Der Schwäbische Chorverband und der Badische Chorverband führen gemeinsam eine Chorleiterausbildung durch.

Die Maßnahme wird vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg unterstützt. Das Angebot richtet sich an Vereinsmitglieder, an Lehrer und an Studierende der Hochschulen.

Die Chorleiterausbildung stellt ein Grundstufenprogramm dar. Die fachlichen Anforderungen und das Ausbildungsniveau liegen also bewußt unterhalb des Anspruchs der Lehrgänge, die zum Diplom-Chorleiter führen. Auf diesen Lehrgang kann aber jederzeit aufgebaut werden; entsprechende Angebote werden Ihnen während der Ausbildung erläutert

Die nächsten Termine sind:

  • 24.09.2011
  • 12.11.2011
  • 26.11.2011
  • 03.12.2011
  • 10.12.2011
  • 21.01.2012
  • 04.02.2012
  • 03.03.2012
  • 10.03.2012

Weitere Informationen, sowie das Anmeldeformular auf der Internetseite des Schwäbischen Chorverbandes unter „Gemeinsame Chorleiterausbildung“.


Vereine und Chöre multimedial präsentieren

Johannes Pfeffer, 9.08.2011, Nachwuchsarbeit, 2 Kommentare

In der heutigen Ausgabe meiner kleinen Reihe über neue Möglichkeiten im Internet soll es um Medienplattformen gehen. Darunter versteht man sämtliche Portale, deren wesentliches Ziel das Bereitstellen von multimedialen Inhalten, beispielsweise Musik, Videos oder Bildern ist. Der Vorteil der Seiten: sie sind speziell für ihr Medienformat aufgebaut um dieses optimal ins Internet zu bringen.

Auf den meisten Homepages haben Sie die Möglichkeit diese Dateien ebenfalls hochzuladen, doch oftmals fehlt dann ein Player oder die Darstellung ist unschön. Ein wesentlicher weiterer Vorteil: beim Verwenden solcher Plattformen entstehen Querverbindungen zwischen der Plattform und Ihrer Seite, dies wirkt sich positiv auf die Erfolge in Suchmaschinen aus. Nicht zu vernachlässigen ist auch, dass sich auf Plattformen wie Youtube oder Flickr Sein Kreis Gleichgesinnter trifft, die sich für das jeweilige Medium interessieren und bei guten Angeboten auch bereit sind diese weiterzuempfehlen.

Im Folgenden möchte ich nun einige der Portale vorstellen, wie immer gilt, dass dies nur eine Auswahl ist, die die Vielzahl der Anbieter im Internet kaum abbilden kann. Mehr dazu auch im Artikel über die Planung.

Videoplattformen

Das wohl bekannteste Videoportal Youtube.com bietet nicht nur eine Fundgrube an Videos zu jeglichen Themen, es kann auch aktiv für die Verbreitung eigener Inhalte genutzt werden. Videos, die Sie hier hochladen haben die Chance von einem breiten Publikum gesehen zu werden. Desweiteren können Sie sie sehr komfortabel in die eigene Homepage oder auf Ihrer Facebookpinnwand einbinden.

Ein weiteres Videoportal welches ich gerne vorstellen möchte ist vimeo.com. Von den Funktionen her funktioniert Vimeo vergleichbar mit Youtube. Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass man auf Vimeo nur Videos laden darf, an deren Produktion man selbst wesentlich beteiligt war. Die Masse der Videos sinkt so, oftmals steigt die Qualität, insbesondere aber stärkt man so eindeutig das Profil seiner Seite mit dem Vermerk, dass das Video auf Vimeo ist und daher wirklich eine kreative Eigenproduktion ist. Der Basis-Zugang, der für die meisten Anwender reichen dürfte, ist kostenlos.

Bei Videos gilt es besonderes Augenmerk auf Nutzungsrechte zu legen, insbesondere die Rechte der abgebildeten Personen und der eventuell verwendeten Musik.

Tagged Videos

Eine vergleichsweise neue Entwicklung ist das sogenannte taggen von Videos. weiterlesen »


Aktuelles Editorial SINGEN, Ausgabe 8/9-2011

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 1.08.2011, Singen und Stimme, 1 Kommentar

Liebe Sängerinnen und Sänger,

das Landesmusikfestival in Pfullingen hat wieder einmal gezeigt, wie schön, gefühlvoll, leistungsstark und jugendbildend die Laienmusik ist. Alle dürfen stolz auf das Dargebotene sein, der Schwäbische Chorverband besonders auf seine Open-Sound-Veranstaltung mit Kinder-, Jugend- und Jungen Chören sowie auf die Late-Gospel-Night als farbige Höhepunkte.

Da verstört einigermaßen, was die neue Landesregierung anlässlich des Landesmusikfestivals (nicht) getan hat. Es hat sich offenbar kein einziges Regierungsmitglied finden lassen, das die von Ministerpräsident Erwin Teufel seinerzeit gestiftete Conradin-Kreutzer-Tafel den mindestens 150 Jahre alten Vereinen überreicht hätte. So sollte man mit dem kulturellen Erbe nicht umgehen. Weder Erwin Teufel noch der Landesmusikverband haben eine solche Brüskierung verdient. Schade! Dass die Vertreterin des Kultusministeriums, Ministerialdirigentin Sabine Frömke, die Situation charmant und klug gemeistert hat, steht auf einem anderen Blatt. Ihr haben wir sehr zu danken.

Der bisher gute und vertrauensvolle Kontakt zum Kultusministerium wird sich leider in Zukunft auf Teilgebiete unserer Arbeit, nämlich die Kooperationen mit Kindergärten und Schulen, beschränken müssen. Damit konnten wir nicht rechnen, denn in der Abgrenzung der Geschäftsbereiche der neuen Regierung vom 12.05.2011 las es sich noch so, dass unter III. Kultusministerium Nr. 6 die Zuständigkeit (wie seit Jahrzehnten) für „Heimatpflege, Volksmusik und Laienkunst“ aufgeführt war. Dies war die Basis meiner optimistischen Einschätzung einer guten künftigen Zusammenarbeit mit der neuen Landesregierung. Ende Juni begann es plötzlich zu rumoren, und es konnte eine Landtagsdrucksache (Nr. 15/147) ausfindig gemacht werden, in der die „Heimatpflege, Volksmusik und Laienkunst“ (jetzt Nr. 9) dem Wissenschaftsministerium zugeschlagen wurde. Das heißt, dass dieses Ministerium künftig für unsere „Pflege“ zuständig sein soll. Das wurde über unsere Köpfe hinweg so entschieden.

In einem Dankschreiben vom 13.7.2011 (als schon alles entschieden war) auf meinen Glückwunsch zu ihrem neuen Amt hin hat mir die Ministerialdirektorin im Kultusministerium, Dr. Margret Ruep, lapidar mitgeteilt, dass diese Zuständigkeitsverlagerung zur Erfüllung des Koalitionsvertrags beitrage, die zersplitterten Zuständigkeiten im Kunst- und Kulturbereich wieder stärker zu bündeln.

Und nun lesen Sie die Regierungserklärung unseres Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann vom 25. Mai 2011 nach. Da ist folgendes zu finden: weiterlesen »


Leitbilddiskussion im Präsidium des Chorverbandes

Johannes Pfeffer, 29.07.2011, Vereinsführung, Kommentare geschlossen

Das Präsidium des Schwäbischen Chorverbandes beschäftigte sich in seiner letzten Sitzung am 22. Juli 2011 mit der Gestaltung des Silcher-Museum-Jahres 2012. Vor dann 100 Jahren (1912) hat der Schwäbische Chorverband Friedrich Silchers Geburtshaus in Schnait erworben. Dieses Jubiläum soll angemessen gefeiert werden.

Den Hauptpunkt der Beratungen bildete die Verabschiedung eines Leitbildes des Schwäbischen Chorverbandes. Mit ihm will der SCV sein Selbstverständnis als moderner Chorverband dokumentieren und werben. Es ist ein Leitfaden für alle Angehörigen unserer Chorfamilie. Leben wird es dann, wenn es auf allen Ebenen des Miteinanders und der organisatorischen Einheiten bedacht und vor allem mit Geist und Herz angewendet wird. Text und Näheres demnächst in unserer Verbandszeitschrift SINGEN.

Weitere Themen waren die Öffentlichkeitsarbeit und die Beteiligung am Chorfest des Deutschen Sängerbundes 2012 in Frankfurt am Main.

Zum schönen Abschluss der Sitzung konnten sechs Chöre neu in den Verband aufgenommen werden.


Mondnacht mit Vielfalt beim Frauenchor des Schwäbischen Chorverbandes

Johannes Pfeffer, 25.07.2011, Chorverband Hohenlohe, Frauenchöre, Kommentare geschlossen

Aus der Hohenloher Zeitung vom 19.07.2011, Von Claudia Burkert-Ankenbrand

Foto: Claudia Burkert-Ankenbrand

Öhringen – Am dunklen Nachthimmel sieht er aus wie eine flache gelbe Scheibe oder wie eine schmale Sichel ? und doch hat der Mond mehr als zwei Seiten. Der Erdtrabant reflektiert nicht nur die Strahlen der Sonne, sondern auch die Sehnsüchte der Menschen. Das Konzert des Frauenchores „La Chorella“ ist eine musikalisch-poetische Reise zum Mond. Die Leitung hat Wiltrud Reusch-Weinmann, die es schafft, die Zuhörer im Foyer der Richard-von-Weizsäcker-Schule auf den nahen Erdtrabanten zu versetzen. Im übertragenen Sinn versteht sich.

Das besondere an der Mondnacht mit dem Frauenchor des Schwäbischen Chorverbandes, der Sopranistin Mirella Hagen und der Pianistin Sabine Eberspächer liegt in der Vielfalt: Die Konzertbesucher genießen mit allen Sinnen. Fürs Auge ist die Bühne: Planeten ziehen am nachtschwarzen Firmament ihre Bahnen über einer silbernen Mondlandschaft. Frauenstimmen, Soli, Gedichte und Texte über den Mond sind für die Ohren. Zu hören gibt“s vom Bechstein-Flügel klassische Werke, die Werken modernerer Kulturen gegenüberstehen.

Die Romantik behält jedoch die Oberhand ? kein Wunder, rankte sich doch gerade um den Mond die Sehnsucht dieser Epoche. Bei Silchers „Der Mond“ zieht die Sopranistin Mirella Hagen das Publikum in ihren Bann. Ihre fesselnd innige Interpretation der Kunstlieder von Schubert und Brahms voll Melancholie und Sehnsucht erzeugt mit der Klavierbegleitung durch Sabine Eberspächer bewegende Musikmomente. Ohne Sentiments poetisch interpretiert Mirella Hagen mit ihrem schlanken Mezzosopran „Die Nacht“ von Richard Strauss und das Lied an den Mond aus Dvoraks „Rusalka“. Die Bezeichnung „Mondscheinsonate“ fasst den verzaubernden Eindruck des Eingangssatzes in Worte. Dem Sehnen nach dem Himmelstrabanten verleiht die Pianistin den klingenden Ausdruck. Und in „Clair de lune“ lässt sie den silberhellen Schimmer des Vollmonds über die dunkle Landschaft gleiten.

Sabine Eberspächer umreißt mit ausgewählten Versen die jeweilige Stimmung. Der Frauenchor überzeugt mit einem runden ausgewogenen Ensembleklang, der flexibel ist im Interpretieren der romantischen Sätze von Silcher und Brahms. Jede Strophe wird für sich gestaltet und trotzdem die Stimmung, die über jedem Lied liegt, einheitlich wiedergegeben. Auch Cesar Bresgens „O du stille Zeit“ profitiert vom plastischen Gestaltungswillen des Chores. „La Chorella“ gefällt mit präsenten, klar und gradlinig geführten Stimmen und mit deutlicher Aussprache. Die Chorleiterin geht sehr überlegt an die Werke und mit dem Chor souverän um. So gelingen auch extreme Kontraste mit „Aquarius“ und „Let the Sunshine In“ aus dem Musical „Hair“. Das Konzert entlässt nach langem Schlussapplaus ein bisschen geheimnisvoll und in jedem Fall ahnungsreich in eine laue Mondnacht.


14. Landes-Musik-Festival 2011 in Pfullingen

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 18.07.2011, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Foto: Layer

„Gemeinsames Musizieren ist mehr als Musikausübung“ (Sabine Frömke)

Pfullingen war eine gute Wahl, getroffen vom Deutschen Harmonika Verband (DHV), Ausrichter der Veranstaltung. Zwei Kirchen, zwei Schulen, ein Park, ein Klostergarten und der Marktplatz waren die Auftrittsorte. Die Eröffnungsveranstaltung fand in den Pfullinger Hallen statt, berühmt wegen ihrer Jugendstilmalereien.

Wenig reden, viel musizieren – das war der Wunsch aller Anwesenden bei dieser Feier, bei der die vom Ministerpräsidenten des Landes gestifteten Conradin-Kreutzer-Tafeln (für wenigstens 150 Jahre Bestehen) vergeben wurden. 25 Vereine des Badischen Chorverbands, 10 Vereine des Schwäbischen Chorverbands, und 10 Vereine der Blasmusikverbände erhielten sie.

Die Festrede

In ihrer Festrede als Vertreterin des Landes ging Ministerialdirigentin Sabine Frömke vom Kultusministerium zunächst auf den Namensgeber, den Komponisten Conradin Kreutzer (1780 – 1849) ein und das besonders fruchtbare Jahr 1861, in dem in Baden-Württemberg besonders viele Chöre gegründet wurden. Kreutzer lebte damals schon nicht mehr, aber seine Kompositionen für Männerchor (viele Texte von Ludwig Uhland), vor allem Lieder aus seiner Oper „Das Nachtlager in Granada“ waren die „Hits“, die bei keiner Aufführung fehlen durften.

Sabine Frömke betonte die Bedeutung des Laienmusizierens in Geschichte und Gegenwart: „Gemeinsames Musizieren ist mehr als Musikausübung. Unterschiedliche Menschen kommen zusammen,“ sagte sie, und hob damit auf die integrierende Funktion der Verbandsarbeit ab. Sie lobte das Engagement der Chor- und Orchestervereine im Land bei der Jugendarbeit und forderte weitere Maßnahmen der Vernetzung. Die musisch kulturelle Bildung sei unverzichtbarer Bestandteil der kulturellen Bildung – so ihr Resümee –  womit sich die soziale und kulturelle Bedeutung der Laienmusik selbstredend erkläre.

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