Chorleben - S-Chorverband

August 2014

Reingehört: High Five mit Momentaufnahmen

Johannes Pfeffer, 8.08.2014, sonstige Chöre, Kommentare geschlossen

Um es vorneweg zu nehmen: Das könnte eines der Sommeralben des Jahres werden. Die A-Cappella-Gruppe High five hat ein neues Album veröffentlicht. Und: Die fünf Jungs aus Offenburg haben einen echten Sprung nach vorne gemacht. Waren ihre bisherigen Alben bereits hörenswert, so sind sie mit dem Album „Momentaufnahmen“ um es mit den Wise Guys zu sagen: Ganz weit vorne.

Dreizehn neue Songs packten High Five auf ihr Album. Sie vereinen schnelle jazzige Lieder, Elektrobeats, Filmmusik und gefühlvolle Balladen. Die Zusammenarbeit mit dem Beatboxer Julian Knörzer garantiert knackige und variantenreiche Rhythmen. Und noch weitere Größen der A-Cappella-Szene haben hörbar ihre Finger im Spiel. Von der Gruppe Maybebop sind Lukas Teske als Produzent und Jan Bürger als einer der Arrangeure dabei. Dieser Einfluss verstärkt ausgezeichnet die neuen Ideen und die Musizierfreude von High Five. weiterlesen »


„Voice of Hope“ CD der Sopranistin Pumeza

Johannes Pfeffer, 13.05.2014, Singen und Stimme, 1 Kommentar

Pumeza, Foto: Decca-Simon Fowler

Foto: Decca-Simon Fowler

Die Sopranistin Pumeza Matshikiza ist aktuell am Opernhaus in Stuttgart engagiert. Dort ist sie ab Mai in Puccinis La Boheme als Mímí zu leben. Geboren ist sie in den Townships von Kapstadt. Von dort nahm sie mit viel Willenskraft den Weg auf die europäischen Opernbühnen.

Debüt CD bei Decca

Beim Plattenlabel Decca ist nun ihre Debüt CD erschienen. Auf diesem Album steht die Musik ihrer afrikanischen Heimat selbstverständlich neben den Opernarien europäischer Komponisten. Die Opernkompositionen hat Pumeza gemeinsam mit ihrem derzeitigen Hausorchester dem Staatsorchester Stuttgart aufgenommen. Zu hören sind Klassiker der Opernliteratur, wie O mio babbino caro von Puccini, Vedrai, carino von Mozart oder Sinfore, ascolta aus Puccinis Turandot. Hier überzeugt die Sopranistin mit ihrer lebendigen Stimme, auch wenn teilweise ein wenig die Haftung zum Orchester verloren scheint.

Vorbild Miriam Makeba

Bei den afrikanischen Liedern orientiert sich Pumeza häufig an Miriam Makeba, die wie sie aus einem südafrikanischen Township stammte. Neben Kompositionen von Makeba und anderen Komponisten aus ihrem Heimatland sind auch traditionelle südafrikanische Lieder auf der CD enthalten. Das Lakutshon’Ilanga von Mackay Davashe braucht dabei in seiner Stimmbehandlung keinen Vergleich mit den vorangehenden Opernarien zu scheuen. Etwas mehr Mut zu einem landestypischen Stimmklang hätte man sich bei dem ein oder andern Lied gewünscht. weiterlesen »


Neue CD „America“ des SWR Vokalensembles

Johannes Pfeffer, 6.04.2014, gemischte Chöre, Kommentare geschlossen

Das SWR Vokalensemble geht auf seiner jüngst erschienenen CD der Frage nach, was typisch amerikanisch ist. Unter der Leitung seines Chefdirigenten Marcus Creed stellt es die Werke von sechs Komponisten gegenüber, die im 20. Jahrhundert in den Vereinigten Staaten lebten und wirkten.

Aaron Copland „Four motets“

Aaron Copland schrieb seine „Four motets“ während des Studiums in Paris im Rahmen eines Seminars über Motettenkomposition. Er wechselt dabei zwei Gebete um Erbarmen mit zwei Lobgesängen ab. Das SWR Vokalensemble musiziert die vier Gebete in einer überzeugenden Innigkeit. In seiner Komposition ist das „Thou o Jehovah Abideth forever“ hervorzuheben. Es beginnt mit einem freien Melisma, das durch die Stimmen wandert, sich verzahnt und in die Tiefe hinabschwingt. Dort stützen sich die Stimmen einige Zeit, bevor sie in der Tiefe verschwinden.

Steve Reich „Proverb“

Steve Reich exponiert in seinem Werk „Proverb“ die Anfänge der rhythmisch-fixierten Kirchenmusik im Notre-Dame-Repertoire. Aus melismatischen Frauenstimmen bildet sich ein mehrstimmiger Gesang, der die Grundlage der rhythmischen Pattern für das dreizehnminütige Stück bildet. Über den minimalistischen Rhythmuspattern von zwei Vibraphonen und zwei Synthesizern breiten die fünf Solisten ihre Klangräume aus. So entsteht ein packendes Stück brilliant musizierter Minimal Music, welches sich schließlich in einer zeitlosen Solostimme auflöst. weiterlesen »


Die Chorleiterin und der Chorsänger zu Gast bei VOCALS ON AIR

Johannes Pfeffer, 20.03.2014, Nachwuchsarbeit, Kommentare geschlossen

Am 20. und 27. März 2014 präsentiert horads-Vocals On Air die zwei wichtigsten Personen, die einen Chor ausmachen: Den Chorleiter und den Chorsänger. Außerdem sprechen wir über Sozialstrukturen im Chor, stellen einen Medientipp vor und haben für Euch den Meisterkurs der Bachwoche 2014 besucht.

Unsere Studiogäste: Ellen Strauß-Wallisch (Chorleiterin) und Reinhard Heller (Chorsänger)

Nach einer Sendung über Komponisten wendet sich Vocals on Air den Menschen im Chor zu. Im Studio stehen sich die Chorleiterin Ellen Strauß-Wallisch aus Esslingen und der Chorsänger Reinhard Heller aus Jettingen gegenüber. Moderator Holger Frank Heimsch wird mit ihnen über das Verhältnis zwischen Chorleiter und Chorsänger sprechen, über brenzlige und freudige Situationen.

Sozialstrukturen im Chor – eine Studie

Prof. Peter Brünger von der Universität Eichstätt-Ingolstadt und Prof. Gunter Kreutz von der Universität Oldenburg haben in einer großen Studie die musikalischen und sozialen Voraussetzungen für das Chorsingen untersucht. Von ihnen wollen wir wissen, welche Menschen eigentlich in den Chören singen und ob es den „typischen Chorsänger“ gibt. Redakteur Johannes Pfeffer hat mit Prof. Kreuzt die genauer analysiert.

Medientipp: CHORrekter Umgang

Aus der Sicht einer Chorleiterin betrachtet Corinna Rösel-Tabken die Menschen, die im Chor singen. In ihrem Buch „Chorrekter Umgang – Wie Musik im Chor möglich wird“ zeigt sie die zwischenmenschlichen Schwingungen und wie man diese für gute Chormusik nutzt auf.

Vor Ort: Meisterkurs Ensemble mit Calmus

Im Meisterkurs Ensemblesingen an der Bachakademie Stuttgart trifft Vocals on Air auf professionelle Sänger und fragt diese, wie viel Mensch in so einem Ensemble steckt.

Neben den aktuellen Chor-News gibt es auch jede Menge großartiger Opernchormusik in der Sendung. Am Donnerstag, 20. und 27. März 2014 von 18:00 – 19:00 Uhr auf UKW 88,6 (Region Stuttgart) oder im Livestream unter www.vocalsonair.de

Podcast


Die Stimme. Das Standardwerk von Bernhard Richter

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 10.05.2013, Chorpraxis, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Bernhard Richter
Die Stimme
Grundlagen, künstlerische Praxis, Gesunderhaltung

Henschel Verlag, 224 Seiten, ca. 100 s/w Abbildungen und Notenbeispiele, EUR 29.90

So sehen Standardwerke aus. Was für ein Buch! Geschrieben und herausgegeben von einem Mediziner, der auch Künstler ist, einem Wissenschaftler, dessen sängerische Karriere einst bei den Stuttgarter Hymnus-Chorknaben begann. Die Koautoren suchte Professor Dr. Bernhard Richter, Leiter des Freiburger Instituts für Musikermedizin an der Hochschule für Musik Freiburg, unter dem Aspekt aus, alle Aspekte abzudecken: Klassik, Rock, Pop, Musical, Gesangsmethodik, Musikakustik, Phoniatrie und Audiologie. So erhielt er einen übergeordneten Blick auf das Thema, dem vor nicht allzu langer Zeit noch viele konkrete wissenschaftliche Beweise fehlten – von welcher Seite auch immer es angegangen wurde. Heute gibt es die Möglichkeit, die Stimme zu visualisieren, zu verfolgen, was wirklich im Kehlkopf passiert, also Stimmforschung auf einem Niveau zu betreiben, von dem unsere Vorfahren nur träumen konnten.
„Die Stimme“ ist kein Buch nur für Spezialisten, nur für Wissenschaftler, nur für Audiologen, Ärzte, Studenten, Sprecherzieher, Gesangslehrer, Gesangsschüler usw. Für all die genannten Personen ist das Werk eben so wertvoll wie für jeden normalen Chorsänger, sofern er sich für sein ureigenes Instrument interessiert. Das beginnt sinnvollerweise mit einem historischen Rückblick auf das Altertum, die Renaissance, das 18. und 19. Jahrhundert und dem Siegeszug der Phoniatrie und Logopädie im 20. Jahrhundert. Rhetorik, also Sprechkunst, ist ja keine Erfindung unserer Zeit, sondern beginnt in der griechischen Antike. weiterlesen »


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