Chorleben - S-Chorverband

Februar 2021

Eine Reminiszenz an „Maestro“ Gotthilf Fischer der Liedertafel Ludwigsburg 1838 e.V.

Josef Wolfinger, 15.02.2021, Sängerkreis Mittlerer Neckar, Kommentare schreiben

Von 1971 bis 2013, 42 Jahre, hat er unseren Chor mit großem Erfolg geleitet und auf ein beachtliches Niveau geführt! Es war eine überaus glückliche Symbiose. Allein schon die Chorproben, von einer solch heiteren, Humoresken, menschlichen Art bestimmt. Doch immer stets das Lied, das es galt neu einzustudieren, dabei nicht zu verlieren und es ja-, man darf sagen, leicht und mühelos zu erlernen, fast spielerisch, war einer seiner ganz besonderen natürlichen Gaben! Er war ein Magier am Pult, wenn er seinen Arm hob, umgab ihn eine besonderer Aura. Sie zog uns alle in seinen Bann!

Er verlangte von uns, das einstudierte Lied, Komposition ohne Noten zu singen frei weg.Es gelang, weil er durch Mimik, Ausdruck seiner Augen, Gestik im Dirigat, mit seinen schönen, Händen, sowie den ganzen Körper mit einbezog, uns den Text, den richtigen Ton mitinterpretierte.

So haben wir zusammen unvergessene Augenblicke, ja wir dürfen es aussprechen, ohne Pathos-, Sternstunden des Chorgesangs bei unzähligen Konzerten, zum Beispiel in der Friedenskirche bei uns in Ludwigsburg, oder in der Liederhalle zu Stuttgart erlebt. Er hatte das Gespür, die Intuition für das Momentum, so hat er uns immer erreicht und stimuliert, auch die Zuhörer. Das war seine Fortune! Seine Tondichtungen, zum Beispiel ,,die Friedensmesse“, oder den Männerchor-Satz ,,Frieden sei dieser Welt beschieden“ werden für immer bleiben und uns für alle Zeit in Liebe und Dankbarkeit an ihn erinnern.

Er, der so viel für das deutsche Liedgut getan hat wie kein anderer in der Nachkriegszeit und stets bescheiden dabei auf dem Teppich blieb…

„Ruhe in Frieden“

Josef Wolfinger


Was macht ein Gesangsverein, wenn er nicht mehr singen darf?

Josef Wolfinger /Schriftführer u. Pressewart, 8.06.2020, Sängerkreis Mittlerer Neckar, Kommentare schreiben

Insbesondere Gesangvereine Chöre, leiden in der Musikszene neben Orchestern wohl am meisten in der Krisenzeit!

Zum Beispiel die Situation der Liedertafel Ludwigsburg 1838 e.V.: Mit Hängen und Würgen konnte gerade noch die Jahreshauptversammlung am 09.03.2020 über die Bühne gebracht werden. Kein Händedruck mehr, keine Umarmungegen für die Jubilare, es war mit einem Wort ausgedrückt: Traurig!

Seitdem keine Chorproben mehr, verlorene Abende für die Gemeinschaft, wenn auf das Gewohnte verzichtet werden muss. Der Seismograph (Singen) fehlt allen schmerzlich. Der Jahresausflug im Mai ausgefallen. ,,Ludwigsburg klingt“, eine Veranstaltung aller Ludwigsburger Musik- und Gesangsvereine auf öffentlichen Plätzen (Kirchen) in der Stadt an diesem Tage, (20.Juni) mit großem Abschluß am Abend auf dem Marktplatz- gecancelt. Das Jahreskonzert im November in der Friedenskirche mit bekannten Solisten ausste abgesagt werden.
Der Diaboli-Virus leistete ganze Arbeit!

Anstelle von Singen, jedes Wochenende ein ,,Corona-Rundbrief“, eine Art ,,Wort zum Sonntag“, um den Zusammenhalt zu stärken bei den Mitgliedern, damit niemand verloren geht.Wir sind noch da als Verein, ein bisschen Trost und Zuversicht spenden. Leider verheißen die Studien der Virologen, hinsichtlich der ,,Aerosole“ nichts Gutes, zumal in geschlossenen Räumen.

Wie geht es allgemein weiter mit dem Chorgesang?

In Zukunft nur noch im Freien, im Park, auf einer Waldlichtung, oder in einem abgelegenen Steinbruch? Eine gespenstische Vorstellung die Angst macht!
Unwiederbringliches wäre für immer verloren für die Welt, Liebhaber der Musik und explizit der Chorgesang.

Möge der Himmel sein Veto einlegen, dass es dazu nicht kommt!


Jahresausflug -2019

Josef Wolfinger, 11.06.2019, Sängerkreis Mittlerer Neckar, Kommentare geschlossen

„O Herr, welch ein Morgen, danket ihm für diesen Tag!“ So beginnt der Choral von O. Groll. Darauf musisch und gedanklich eingestimmt, begab sich die große Sängerschar der „Liedertafel Ludwigsburg 1838 e.V.“ zu ihrem Jahresausflug mit dem Omnibus auf die Reise, in die ehemalige Reichsstadt Dinkelsbühl. Aus der Ferne schon grüßten die Türme der spätmittelalterlichen Stadt mit ihren 12.000 Einwohnern im idyllischen Wörnitztal, zum Landkreis Ansbach/Mittelfranken gehörend. Ihren Namen verdankt sie dem „Dinkel“ der auf den Äckern ringsum schon seit alters her wächst und gedeiht. In neuerer Zeit wurde ihr der Titel „schönste Altstadt“ Deutschlands verliehen.

Bei einem geführten Stadtrundgang konnten sich die Teilnehmer selbst überzeugen von diesem Attribut. Die Zeit scheint innerhalb der dicken, alten Mauern stehen geblieben zu sein. Ein Charme den die gehetzten und nur auf Erfolg getrimmten Menschen in der heutigen digitalen Welt so schmerzlich vermissen und der droht für immer verloren zu gehen. Tief beeindruckt ließ man sich an schön gedeckten Tischen danach im „Goldenen Lamm“ nieder, um die Köstlichkeiten der Fränkischen Küche zu genießen. weiterlesen »


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