Chorleben - S-Chorverband

Chorverband Ludwig Uhland

Weihnachtsjubel

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 6.12.2007, Chorverband Ludwig Uhland, Kommentare geschlossen

Kinderweihnachtsfeier bei der LICO

Ein schöner Auftakt für die Adventszeit war die Kinderweihnachtsfeier bei der Liedertafel-Concordia Reutlingen in der Julius-Kemmler-Halle in Betzingen. Nach dem Auftakt der beiden gemischten Chöre „Weihnachtsjubel“ Lukas 2.14 und „Glocken läuten in allen Landen“ von H. Sonnet unter der Leitung von Chorleiterin Ingeborg Marstaller und Tanja Luthner am E-Piano, hieß Vorsitzender Hans Schäfer besonders die Kinder und Enkelkinder der Mitglieder und Freunde der LICO willkommen. Mit dem Weihnachtsspiel „Matz, der Gassenjunge von Bethlehem“ von Annemarie Krapp konnten die Kinder ihrer darstellerischen Ader freien Lauf lassen. Die Einstudierung lag in den Händen von Barbara Eberle. Nach einigen gemeinsamen Liedern betrat der Nikolaus mit großem Geläut den Saal und manches der Kleinen wurde jetzt etwas ruhiger. Bei der Bescherung trugen die Kinder Verse vor und zeigten dabei ein natürliches Selbstvertrauen, so dass auch die Erwachsenen ihre Freude hatten. Ebenfalls ein Geschenk vom Nikolaus erhielten die Beiratsmitglieder für ihre viele Arbeit das ganze Jahr über. Der Dank vom Vorsitzenden Hans Schäfer galt allen Helfern der harmonischen Veranstaltung.


CHORtotal – 2. Chorpraxistag im Chorverband Ludwig Uhland

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 27.11.2007, Chorverband Ludwig Uhland, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

CHORtotal - 2. Chorpraxistag im Chorverband Ludwig UhlandUnter dem Motto „Das Seminar für den Chorbereich mit ganzheitlichem Ansatz“ waren Chorleiter, Vereinsvorsitzende und Sängerinnen und Sänger eingeladen, einen Tag zur Fortbildung für ihr Hobby Chorsingen zu nutzen. Und das nicht mit schon oft gehörten Ratschlägen, die dann meist sowieso nicht umgesetzt werden, sondern mit neuen Ideen zur modernen Vereinsführung, mit Tipps für eine erfolgversprechende Chorarbeit, mit interessanten Methoden zur Stimmbildung, Sprecherziehung und Gestaltung alter und neuer Literatur.

Mit Wolfgang Layer hatte sich der Chorverband Ludwig Uhland einen wirklichen Experten geholt. Er verstand es, diesen langen Tag so abwechslungsreich und mit interessanten Beispielen und Ideen zu gestalten, daß die Stunden wie im Flug vergingen. Fast begierig sogen die Anwesenden das Gehörte auf, man spürte förmlich die Gedanken arbeiten, ob man dieses oder jenes in seinem Verein wohl verwirklichen könnte. Dabei wurde nicht Punkt für Punkt der Tagesordnung abgehakt, sondern verschiedene Themen flossen ineinander, eines war ja auch vom anderen nicht zu trennen. Natürlich wurde auch immer wieder gesungen; anhand der von Wolfgang Layer ausgewählten Literatur ging es dann gleich in rhythmische Details, Sprache, Technik usw. wurden vorbildlich erklärt. Die Anwesenden waren sich einig, diesen Tag für eine weitere fruchtbare Chorarbeit genutzt zu haben, ganz gleich, ob man als Chorleiter, Vorsitzender oder aktiver SängerIn gekommen war.


Bezirk Neckar-Erms sucht neue Wege

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 27.11.2007, Chorverband Ludwig Uhland, Kommentare geschlossen

Bezirk Neckar-Erms sucht neue WegeBei der Bezirksversammlung Neckar-Erms im Chorverband Ludwig Uhland gab es nicht nur Berichte vom vergangenen Jahr und Termine für die nächsten Jahre, sondern ernsthaft wurden Probleme diskutiert, die in einigen Vereinen bestehen. So soll es das traditionelle jährliche Bezirkssängertreffen nicht mehr geben. Auf der Suche nach zeitgemäßen Alternativen griff man die Idee nach Kooperationskonzerten und Freundschaftssingen mit anderen Chören auf; jedes Jahr sollen sich 4 oder 5 Chöre zusammenschließen und eine Veranstaltung gemeinsam durchführen.

Bezirkschorleiter Hermann Fleck hatte statistische Ergebnisse im Gepäck: in 22 Bezirksvereinen singen etwa 1600 Sängerinnen und Sänger, dabei gibt es  13 Kinderchöre, 2 Jugendchöre und 12 Junge Chöre, deren Engagement auch in Zukunft den Fortbestand der Chorvereine sichern. Hermann Fleck hatte für die kommissarisch tätige Bezirksvorsitzende Nicole Kümmerle viel Lob parat, vor allem die Ehrungsmatinee in Metzingen hätte sie ganz hervorragend geleitet. Nicole Kümmerle konnte in ihrem Bericht zur Freude der Anwesenden mitteilen, daß sie sich nun für die nächsten zwei Jahre in diesem Amt zur Wahl stellen will.

Präsidentin Irmgard Naumann gab Termine und Informationen aus dem DCV und SSB, bat vor allem um rege Teilnahme an der in Reutlingen am 01.06.2008 stattfindenden Bundesversammlung.

An Terminen konnte sie den Chorjugendtag in Mössingen am 12.01.08 nennen, einen Frauentag gibt es am 26.01. in Reutlingen.  Das Vorabendkonzert zum Chorverbandstag in Steinhilben findet am 09.02., der Verbandstag am 10.02.2008 statt. Der Projektchor Rom gestaltet musikalisch eine Messe in Zwiefalten am 24.02.08, ein Kinder- und Jugendchortreffen wird es in Sonnenbühl-Undingen am 28.06.08 geben. Im Oktober soll wieder ein Vizechorleiterkurs in Bad Urach stattfinden, ebenso ein Jugendleiterkurs. Der 3. Chorpraxistag sei am 08.11.08 in Reutlingen.

Die Wahlen ergaben folgendes Ergebnis: Bezirksvorsitzende Nicole Kümmerle, stellvertretender Bezirksvorsitzender Bernd Taube. Bezirkschorleiter Hermann Fleck und seine Stellvertreterin Rosi Hertl standen diesmal nicht zur Wahl, sondern sind weiter in dieser Position tätig.

Auf dem Foto von links nach rechts: Bezirksvorsitzende Nicole Kümmerle, Präsidentin Irmgard Naumann, stellv. Bezirkschorleiterin Rosi Hertl, hintere Reihe Bezirkschorleiter Hermann Fleck, stellv. Bezirksvorsitzender Bernd Taube.  


Jahrelang den richtigen Ton getroffen

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 24.11.2007, Chorverband Ludwig Uhland, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Reutlingen. Die Ehrungsmatinee des Bezirks Achalm im Chorverband Ludwig Uhland fand in feierlichem Rahmen im Dominohaus Reutlingen statt. 89 Jubilare aus 23 Vereinen konnten in festlicher Atmosphäre für langjährige Treue zum Chorgesang geehrt werden. Nach dem Motto „Singen schlägt eine Brücke zwischen allen Menschen“ konnte Bezirksvorsitzender Michael Ott, der gleichzeitig Vizepräsident im Chorverband Ludwig Uhland ist, die zahlreichen Gäste begrüßen und auf die bevorstehende Jubilarfeier einstimmen.

In Anwesenheit von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie dem Landtagsabgeordneten Hagen Kluck, Reutlingens Kulturbürgermeister Robert Hahn und Landrat Thomas Reumann betonte auch Staatssekretär Dieter Hillebrand seine Einstellung zum Chorgesang. „Chöre und Gesangvereine sind keine Selbstläufer, sie sind wie ein kleines Gemeinwesen, und das wolle gehegt und gepflegt werden“. „Wir können von Glück sagen, dass im Bezirk Achalm so viele engagierte Sängerinnen und Sänger zu finden sind“, so Hillebrand.

Landrat Reumann dankte allen Sängerinnen und Sängern für ihren großen ehrenamtlichen Einsatz. Den Glückwünschen schloss sich auch Bürgermeister Hahn an und forderte die Anwesenden auf: „Bleiben Sie den Chören und Vereinen weiter treu“.

Für die 50-jährige Treue zum Gesangverein wurden vom Deutschen Chorverband geehrt: Fritz Wagner (Sängerkranz Rommelsbach), Ernst Herrmann, Gottlob Herrmann und Walter Wiedemann (alle drei vom MGV Erpfingen), Alfred Schlichter (MGV Altenburg), Theo Wandel (Singgemeinschaft Undingen), Paul Kohler (Eintracht Wannweil), Richard Gekeler (Sängerbund Lichtenstein), Eberhard Hausch (Eintracht Pfullingen), Herbert Barthold, Werner Herdtner, Karl Hummel, Franz Ahli und Karl Hansel (alle fünf Liederkranz Pfullingen), Günther Walz (GV Ohmenhausen), Irmgard Faber (Sängerschaft Betzingen), Manfred Niethammer (Liederkranz Reutlingen), Ernst Wagner (MGV Genkingen) und Ruth Mauch (Naturtheater Reutlingen).

Ehrungen für 60 Jahre aktives Singen vom Deutschen Chorverband: Hans Weinmann (Lico Reutlingen), Oskar Schaumburg (Eintracht Wannweil), Alfred Neubrander und Kurt Herrmann (beide Sängerbund Lichtenstein), Paul Beck, Berthold Früh, Heinz Schmid und Hans Wagner (alle vier Eintracht Pfullingen), Otto Walz (GV Ohmenhausen), Albert Mauch und Roland Bendix (beide Naturtheater Reutlingen). Zahlreiche weitere Ehrungen wurden vom Sängerbund für 40 Jahre aktives Singen, vom Chorverband Ludwig Uhland für 30 Jahre sowie von der Chorjugend im Deutschen Chorverband für 10 Jahre aktives Singen ausgesprochen.


Neuhäuser Weinfest

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 24.11.2007, Chorverband Ludwig Uhland, Kommentare geschlossen

„Nichts ist beständiger als der Wandel“, mit diesen Worten von Heinrich Heine begrüsste Vorstandsmitglied Edgar Stasch die Chöre der umliegenden Gemeinden, die sich am Sonntagabend in der Inneren Kelter in Neuhausen eingefunden hatten.

Beständigkeit kann man dem Weinfest in Neuhausen auf jeden Fall bescheinigen, wurde es doch heuer zum 37. Mal gefeiert. Auch das gemeinsame Singen mit benachbarten Chören hat Tradition und gehört unabdingbar zum Neuhäuser Weinfest. Neu war dieses Jahr der Programmablauf. So wurde der bisherige Sängernachmittag, der immer sonntags stattfindet, verlegt auf den Abend. Die Kelter war bis auf den letzten Platz besetzt, als der Gesangverein Liederkranz Dettingen, der Junge Chor Fortissimo aus Glems, der Liederkranz Walddorf und natürlich der Liederkranz Neuhausen auftraten.

Der Männerchor aus Glems und der Männerchor des Liederkranzes Neuhausen haben sich anlässlich des Weinfestes und der Glemser Kirbe zu einem gemeinsamen Chor zusammengefunden. Die Sänger aus Walddorf waren dieses Jahr zum ersten Mal in Neuhausen. Ab vom üblichen Weinfesttrubel wurden die Beiträge vorgetragen und vom Publikum begeistert aufgenommen. Es war ein rundum gelungener Sängerabend, bei dem sich die Vereine hervorragend präsentieren konnten. Beim Liederkranz Neuhausen ist man sich einig, dass dieser Programmablauf beim nächsten Weinfest beibehalten werden soll.


170 Jahre Liederkranz Metzingen

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 16.11.2007, Chorverband Ludwig Uhland, Kommentare geschlossen

170 Jahre Liederkranz MetzingenAnlässlich seines 170-jährigen Bestehens bekam der Liederkranz Metzingen 1837 e.v. im Juni beim 10. Landes-Musik-Festival in Ravensburg die Conradin-Kreutzer-Tafel verliehen. Am 13. Oktober wurde das Jubiläum mit einem Festkonzert begangen. Die Chöre des Liederkranzes unter der Leitung von Sigrid Müller boten eine eindrucksvolle Mischung mit Melodien aus Oper, Operette, Musical und Film. Unterstützt wurden sie dabei vom Salonorchester der Musikschule Metzingen unter Leitung von Heinrich Großmann und vom MGV Altenburg 1905 e.V.

Der Abend brachte dem Publikum ein abwechslungsreiches Programm zu Gehör, das durch musikalisches Können und fantasievolle Einlagen immer wieder überraschte. Der erste Teil des Konzerts widmete sich vor allem Komponisten des 18. und 19. Jahrhunderts mit Melodien aus Opern wie der „Zauberflöte“ von Mozart und „Nabucco“ von Verdi. Abgelöst wurden die Sänger vom Salonorchester, das mit der „kleinen Nachtmusik“ ruhig begann, durch die „Zigeunerliebe“ von Lehar dann aber Schwung in den Saal brachte, den auch die Sänger bei den folgenden Liedern „Zigeunerleben“ von Schumann und dem „Ungarischen Tanz Nr. 6“ von Brahms nicht missen ließen.

Die 1978 gegründeten Liederkranz-Singers traten an diesem Abend zum letzten Mal auf mit einem Potpourri aus Paul Lincke-Melodien. Geschmückt mit roten Federboas zeigten sie dabei so viel Freude am Singen, dass das Publikum begeistert mitklatschte und nach „Das ist die Berliner Luft“ beschwingt in die Pause ging. Mit dem „Radetzky-Marsch“ eröffnete das Salonorchester rasant den zweiten Teil des Konzerts. Der Chor präsentierte Operettenmelodien von Johann Strauß und Carl Zeller, bevor die Zuhörer ins 20. Jahrhundert und damit in die Moderne geführt wurden. Lieder aus „Sister Act“ oder „My fair Lady“ zeigten, dass der Liederkranz nicht vor 170 Jahren stehen geblieben ist, sondern sich weiter entwickelt hat. Dabei trugen einige Sängerinnen passende Kostüme, einige Sänger Zylinder und verstärkten mit dem optischen Reiz den gesanglichen Ausdruck.

Mit dem Lied „Mit Musik geht alles besser“ verabschiedete sich Chöre und Orchester vom Publikum, das die Akteure nicht ohne Zugabe von der Bühne ließ.


Klang- und Licht-Spiele im Kloster Bebenhausen

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 13.11.2007, Chorverband Ludwig Uhland, Kommentare geschlossen

Klang- und Licht-Spiele im Kloster BebenhausenKlang- und Licht-Spiele im Kloster BebenhausenGeben wir es doch zu – wir veranstalten Konzerte nicht immer völlig uneigennützig. Oft genug erfüllt sich jemand damit seinen Traum – so geschehen Ende September im Kloster Bebenhausen bei Tübingen. Nicht immer wird die Veranstaltung dann so traumhaft schön, wie man es sich vorgestellt hatte – aber dies ist die Geschichte einer wirklich gelungenen Traumerfüllung: Der Chor Semiseria hatte bereits dreimal zu Wandelkonzerten ins Kloster Bebenhausen eingeladen, das Teil des UNESCO-Weltkulturerbes ist. Jedes Mal gab es ein anderes Programm, andere Musiker, einmal sogar einen Schauspieler als Mönch. Doch im Hinterkopf war schon lange der Wunsch, die wunderschönen alten Gemäuer einmal von Lichtkünstlern beleuchten zu lassen, sie in einem völlig neuen Licht erstrahlen zu lassen.

In diesem Jahr wagte man sich an das Projekt „klang-licht-raum“ und engagierte die in Tübingen ansässigen Lichtkünstler Friedrich Förster, Sabine Weißinger (beide von casa magica) und Holger Herzog (proszenium). Während diese sich Gedanken über das effektvolle In-Szene-Setzen des Klosters machten, probten wir Musik, die zu den einzelnen Räumen passte. Drei Musiker von „Tango Komplott“ übten ihren Teil des Konzerts ein. Gespannt wurde die Generalprobe erwartet: würden die Einzelteile zusammenpassen? Im Laufe des Abends wurde allmählich klar, wie gut sie passten.

Nachdem die eintreffenden Besucher schon eine Weile vor Beginn des Konzerts vom Instrumental-Trio unterhalten wurden, begann der Chor mit frischen keltischen Volksliedern in der profanen Kutscherhalle. Den Durchgang zum Kloster durchschritt das Publikum durch ein Spalier singender Chormitglieder – für viele ein besonders intensives Musikerlebnis. Im Kreuzgang angekommen hörte man dann Instrumentalmusik und bestaunte die Beleuchtung, die genau an die Gebäudestruktur angepasst war: im Innehof bläulich, das durch die Fenster fallende Licht in Rottönen. Auch die Menschen wurden hier und da zur Projektionsfläche für die farbenfrohen überdimensionalen Dias und warfen ihre Silhouetten an die Wände. Chor und Musiker wechselten sich ab und lockten die Hörer zum jeweiligen Ort des Geschehens.

In der an den Kreuzgang angrenzenden Kirche sang der Chor unterschiedlichste Pater-noster-Vertonungen von der Gregorianik bis zur Gegenwart. Wieder im Kreuzgang hatte die Beleuchtung gewechselt, nun  waren die Wände, ja, der gesamte Kirchturm von bunten gotischen Ornamenten bedeckt. Die ebenfalls angestrahlten Musiker in der Mitte begeisterten derweil mit Piazzolla.

Letzte Station des Konzerts war das Sommerrefektorium, eines der exquisitesten Beispiele feingliederiger gotischer Bauweise hierzulande. Dort wurden einzelne architektonische Bestandteile in wechselnden Farben beleuchtet. Der Effekt war völlig anders als bei den Standbildern draußen. Der Chor sang eindrucksvolle Werke mit ungewöhnlichen Klängen von Eriksson, Tavener und Sandström. Dabei stellte man erstaunt fest, wie sehr die jeweils vorherrschende Farbe die durch die Musik hervorgerufenen Gefühle verstärkte, manchmal auch in eine ganz andere Richtung lenkte. Bei den ruhigen Stücken konnte der Blick wandern und dem Licht folgend mal dieses, mal jenes Detail des Gewölbes oder der Fenster würdigen.

Das Konzert klang sehr still im vierfachen pianissimo aus, zum Schluß war nur noch eine Rosette beleuchtet, dann war es dunkel. Das Ganze wirkte so bewegend auf die Hörer, dass manch einer Tränen in den Augen hatte. Es war ein ungewöhnlich ruhiges Konzert, dessen Atmosphäre durch das häufig gedämpfte Licht getragen wurde.

Dieses außergewöhnliche Konzept hatte an drei Abenden insgesamt etwa 1000 Besucher angelockt, von denen der Chor viel Positives zu hören bekam. Es stellte sich ganz klar heraus: Musik und Beleuichtung können eine wunderbare Symbiose eingehen, wenn sie sensibel aufeinander abgestimmt werden.


Mehr als ein halbes Jahrhundert Sänger

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 10.11.2007, Chorverband Ludwig Uhland, Kommentare geschlossen

Mehr als ein halbes Jahrhundert SängerStiftungsfest – Liedertafel Concordia ehrt verdiente Mitglieder. Hans Weinmann seit 60 Jahren in der Chorgemeinschaft.

Reutlingen. „Liebe zur Musik und Treue zur Chorgemeinschaft“ zeichne einen guten Sänger aus, sagte Hans Schäfer zur Begrüßung. Der Vorsitzende der Chorgemeinschaft Liedertafel-Concordia 1833 Reutlingen (Lico) ehrte beim 174. Stiftungsfest elf Mitglieder für diese beiden Tugenden. Der Treueste unter diesen ist der 82 Jahre alte Hans Weinmann.

Für 10 Jahre Mitgliedschaft wurden bei den Feierlichkeiten im Gasthof „Südbahnhof“ Brigitte Schurr, Karl Schurr und Martha Storm geehrt, für zwanzig Jahre Gerhard Gabel, Rolf Hummel und Monika Nolte. Alt-Sängerin Christel Kern (65) und Sopran-Sängerin Anne Sorg (72) sind sogar bereits seit 30 Jahren ihrer Chorgemeinschaft treu. Auch den passiven Mitgliedern Frida Engelhardt (40 Jahre) und Hildegard Gattiker (50 Jahre) sprach der Vorsitzende den Dank des Vereins aus und überreichte ihnen Urkunden. Doch von den Jubilaren am längsten dabei ist Bass-Sänger Hans Weinmann: Seit 60 Jahren ist er Mitglied der Chorgemeinschaft. Der 82-jährige Vize-Chorleiter hat sich neben verschiedenen anderen Vereinsämtern auch immer wieder um das Verfassen von Texten gekümmert – alle Strophen der Lico-Serenade stammen von ihm. Darüber hinaus sei er ein liebenswerter Kamerad und Freund, sagte Schäfer bei der Überreichung von Urkunde und Weinpräsent.

Schwung auch fürs Publikum

„Ein frohes Lied gibt Schwung und Lebenskraft“ ließ der gemischte Chor unter Leitung von Friedemann Becker das Publikum mit Walter Harts „Ein frohes Lied“ wissen. Schwung natürlich nicht nur für die Sänger, sondern auch für das Publikum. Neben Liedern des gemischten Chores sowie von Männer- und Frauenchor ergänzte der erst 14 Jahre alte Trompeter Matangi Sumbel zusammen mit Tanja Luthner am Klavier souverän das Programm des Stiftungsfestes. Beifall für den jungen Musiker gab es natürlich genauso wie für die reiferen Sängerinnen und Sänger – nämlich reichlich.


Der Funke sprang über

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 10.11.2007, Chorverband Ludwig Uhland, Kommentare geschlossen

Der Funke sprang überGospel-Feeling pur bei der zweiten Neckartenzlinger Gospel-Night

….und plötzlich ist es da – das nicht zu beschreibende, sondern nur erlebbare Gospelgefühl! Auch bei der nunmehr zweiten Neckartenzlinger Gospel-Night war die Leidenschaft und Hingabe der Chöre für diese Musik und ihre Botschaft deutlich spürbar und ein Garant für die besondere Stimmung an diesem Abend. Nicht „nur“ zuhörend genießen, sondern auch Mitsingen, Finger schnippen, Klatschen, Bewegen – viele Zuschauer haben sich in der voll besetzten Katholischen Kirche in Neckartenzlingen gerade auf ein solches ganzheitliches musikalisches Erleben gefreut. Sie wurden nicht enttäuscht!

Spirit of Joy! – der Gospel-Chor der Schönrain-Chöre und Veranstalter des Konzertes – hatte wieder attraktive Gäste zur Gospelnacht eingeladen: den Reutlinger Gospelchor, der an diesem Abend Umstände halber unter der Leitung von Friedemann Becker auftrat sowie – und das bereits zum zweiten Mal – Florian Daferner und die Grooving Gospel Singers aus Esslingen.

Nach warmen Begrüßungsworten von Pfarrer Schmid, dem Hausherrn von St. Paulus, eröffnete „Spirit of Joy!“ um seine neue Chorleiterin Cordelia Böhm den Abend mit einem lebendingen und abwechslungsreichen Gospel-Menue. Vom gefühlvollen „Speak to My Heart“ bis zum mitreißenden „Shackles“, vom stimmungsvollen „When I think about the Lord“ bis zum erfrischenden „Sing & Shout“ – der Chor brachte dem Publikum stimmgewaltig und mit viel Ausstrahlung sicht- und hörbares Gospel-Feeling nahe. Die Solisten Anja Belser, Cordelia Böhm, Kelly Norton und Ute Zölzer erfreuten zudem mit ihren herausragenden Soloparts.

Wie viel Spaß es macht, wenn die ganze Kirche aus voller Kehle mitsingt, konnte jeder Gast bei einem Medley aus „I’m a rolling“, „Swing Low“ und „Heaven is a wonderful Place“ selbst erleben.

Trotz einer Erkrankung der Chorleiterin Michaela Frind trat der Gospelchor Reutlingen unter der Leitung seines Pianisten Friedemann Becker auf. Mit interessanten und wunderschönen Interpretationen unterschiedlichster Gospel-Stilrichtungen begeisterte der Chor ungemein.

Ein weiterer Höhepunkt des Gospelabends bildete der Auftritt der Grooving Gospel Singers aus Esslingen. Der junge, gut gelaunte Chor und seine ausgezeichneten Solistinnen verstanden es, das Publikum mit Gospels aus eigener Feder und bekannten Medleys von den Stühlen zu reißen. Insbesondere die „trockenen“ Ansagen von Florian Daferner sorgten auch in diesem Jahr wieder für viel Heiterkeit.

Nach herzlichen Danksagungen durch Helga Fauser, Vorstandssprecherin der Schönrain-Chöre, folgte „I opened my Mouth unto the Lord“ – ein gewaltiges A-Capella-Stück aus dem Black Gospel. Genau richtig für einen fulminanten Abschluss einer mitreißenden Gospel-Night.

Draußen angekommen wurde aus vollem Halse (trotz der kalten Temperaturen) weiter gesungen und das strahlend herausströmende Publikum empfangen. Auch die zweite Neckartenzlinger Gospel-Night war für alle Beteiligten wieder ein voller Erfolg – die Veranstalter freuen sich bereits heute auf die 3. Auflage im nächsten Jahr!


Folklore in Zeiten und Räumen

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 23.10.2007, Chorverband Ludwig Uhland, Kommentare geschlossen

Folklore in Zeiten und RäumenStiftungsfest des Sängerbundes Lichtenstein

Unter dem Motto „Folklore in Zeiten und Räumen“ stand das diesjährige Stiftungsfest. Der Kinderchor „Lichtensteiner Goldkehlchen“ brachte „Die alte Moorhexe“ bravourös zu Gehör, wobei Jakob Eiche gekonnt den Solopart sang. In launisch gesungener Weise erklang das Lied vom „Kolumbus“, wobei Maximilian Gass, Clara Eiche und Sanja Widmann als Solisten hervor tragen. Mit „Shalala“, mit Mike Beck, Melissa Bernhard und Sanja Widmann als Solisten, stellten sie den bekannten Song schwungvoll und begeisternd dar. Es ist immer wieder erstaunlich, wie unbekümmert sich die kleinen Künstler an das Mikrofon wagen.

Der Jugendchor „Sweet SixTeen“ begann mit „Temporal“, einer fetzigen Samba-Weise. Das zweite Lied „Loch Lomond“ handelt von einem sterbenden schottischen Soldaten, der in einer englischen Gefängniszelle liegt und sehnsüchtig an seine Heimat, an den See Loch Lomond und an seine Geliebte denkt. Der Chor verstand es ausgezeichnet, die traurige Weise mit sanften Tönen ergreifend zu Gehör zu bringen. Ganz anders das nächste Lied „Cotton needs a pickin“, das vom hektischen Ernten der Baumwolle vor Einbruch des Gewitters erzählt. Entsprechend lebhaft und doch sehr akzentuiert gesungen, wußte der Chor allen Zuhörern zu gefallen. Als Solisten waren Julian Bayer, Henrike Backhaus und Benjamin Bayer zu hören.

Der Frauenchor „Omnia“ begann klangfarbig sehr schön mit „Strike it up, tabor“, einem fröhlichen lebendigen Lied, das von einem dörflichen Tanzvergnügen erzählt. Es folgte ein afrikanisches Sanktus „Uyingcwele Baba“, wobei der Chor es verstand, die Fremdartigkeit des Liedes zu übermitteln. Dies gelang auch mit dem afrikanischen Gebet „Elah“, wobei der Chor von einigen Männern untertützt wurde. Die monotone, immer wiederkehrende Melodie der Männerstimmen im Hintergrund, dazu von Andrea Henning und Regina Groth-Kramer mit Trommel und Rhythmik-Rassel begleitet, kam ein ganz fremdartiger, rhythmischer Gesang zustande, der alle sehr beeindruckte.

Der seit einem Jahr bestehende Chor „Lacuna“ überraschte wieder. Chorisch überzeugend homogen, intonationssicher und technisch sauber vorgetragen, so begeisterten die 17 Damen und 6 Herren mit „Ke konyana“ aus der afrikanischen Masithi-Messe, ebenso wie mit dem Liebeslied „Belle qui tiens ma vie“ und der lateinamerikanischen Volksweise „Un poquito cantas“.

Der Männerchor begann mit dem bekannten Lied „Die Rose“, das sehr stimmungsvoll und mit hörbarem Piano endend vorgetragen wurde. Anschließend hörte man das traditionelle Heimatlied von Wilhelm Nagel sowie das Lied „Sunntag am Land“, eine lustige Beschreibung des bäuerlichen Lebens und Ablaufs eines Sonntags.

Peter Metz, Vorstand des Sängerbundes, hatte die angenehme Aufgabe, Richard Gekeler für 50 Jahre, Kurt Herrmann und Alfred Neubrander jeweils für 60 Jahre aktives Singen, sowie Gotthold Armbruster und Wilhelm Bley für 60 Jahre passive Mitgliedschaft zu ehren. Imposant das Finale mit allen Chören auf der Bühne: „Freunde, die ihr seid gekommen“, ein klanggewaltiger Auftritt, der vom Publikum entsprechend Beifall ernetete.

Dem Dirigentenehepaar Helma und Steffen Hinger, das für alle fünf Chöre zuständig ist, war es wieder einmal gelungen, welches große Potential im Sängerbund Lichtenstein zur Verfügung steht.


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