Chorleben - S-Chorverband

Kulturelle Jugendbildung im Corona – Krisenmodus

Position der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (LKJ) Baden-Württemberg e.V.

Die Corona-Pandemie hat innerhalb weniger Wochen unseren Alltag und das gesellschaftliche und kulturelle Leben drastisch geändert. Die Institutionen und die Akteur*innen der kulturellen Jugendbildung sind davon massiv betroffen, aber auch die Kinder und Jugendlichen.

Die Corona-Pandemie und ihre Folgen wirken wie ein Brennglas, das bereits vor der Krise bestehende strukturellen Probleme des Feldes der kulturellen Jugendbildung überdeutlich macht. Und sie fördert Entwicklungen, an die viele vorher noch nicht gedacht haben. Dies gilt auch für die kulturelle Bildung in Baden-Württemberg.

Fragile finanzielle Strukturen werden in der Coronakrise überdeutlich

Die Mehrheit der Einrichtungen, Institutionen und Vereine im Feld der kulturellen Jugendbildung sind nur zu einem – oft kleinen – Teil institutionell gefördert und deshalb existenziell von unterschiedlichen Projektförderungen und Einnahmen aus Teilnahmebeiträgen, Kursgebühren, Eintritten und Kooperationsverträgen angewiesen. Die Bildung von krisenüberbrückenden Rücklagen ist vor diesem Hintergrund ausgeschlossen.

Sie übernehmen ihren Bildungsauftrag vielerorts ohne struktursichernde institutionelle Finanzierung durch die öffentliche Hand. Können Projekte und Angebote nicht stattfinden oder fallen die Einnahmen weg, drohen den Trägern gravierende Einnahmeverluste, die nicht nur ihr Programmangebot sondern unmittelbar auch die Existenz der Einrichtung bedrohen.
Überdeutlich wird in der Coronakrise auch, dass viele Institutionen der kulturellen Jugendbildung ihre Angebote nur durch die kontinuierliche Zusammenarbeit mit freiberuflichen Fachkräften (Künstler*innen, Theater- und Medienmacher*innen,

Musiker*innen, Kulturpädagog*innen etc.) auf Honorarbasis bestreiten können. Fallen die Angebote weg, sind diese Personen sofort ohne Einkünfte. Honorare und Stundensätze, die in der kulturellen Bildung üblich sind, sind eher prekär und reichen nicht, um finanzielle Polster und Absicherungen zu schaffen.

Wir möchten an dieser Stelle ausdrücklich anerkennen, das Baden-Württemberg mit seinen Hilfsprogrammen auch die Strukturen von Kunst, Kultur und kultureller Jugendbildung frühzeitig unterstützt und lösungsorientierte Rettungsschirme und Notprogramme z.B, für Solo-Selbständige Künstler*innen, aber auch für haupt- und ehrenamtliche Strukturen der kulturellen Jugendbildung aufgespannt hat.

Hier gibt es das gesamte Positionspapier der LKJ zum nachlesen.

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