Chorleben - S-Chorverband

Herbstkonzert des Singkreis Bondorf

„Sie bekommen heute Abend einiges geboten, lehnen sie sich zurück und genießen sie“ war die Empfehlung der Vorsitzenden Karoline Renner bei der Begrüßung zum Herbstkonzert des Singkreises Bondorf am vergangenen Samstagabend. Sie hatte nicht zuviel versprochen, denn die zahlreichen Besucher, die das Dorfgemeinschaftshaus bis auf den letzten Platz füllten, erlebten, dank der gut disponierten Akteure und eines abwechslungsreichen Programms einen facettenreichen, kurzweiligen Konzertabend, bei dem auch der Humor nicht zu kurz kam. Mit dem Instrumentalstück für Querflöte und Klavier, der Ballade aus der Pop-Suite „Intermezzo“ von Daniel Hellbach eröffneten Claudia Ferber und der Pianist Winfried Butz den Abend, die mit weiteren Solostücken wie dem „Andante“ von W.A. Mozart und „Fly with me“ aus Lenas Song für die instrumentellen Farbtupfer sorgten. Hier wurde bereits deutlich, dass die vermeintliche Notlösung, für den kurzfristig ausgefallenen Pianisten, Winfried Butz ein Glücksgriff par excellence war. Butz, ein Schulmusiker und Chorleiter aus Schwäbisch Gmünd der derzeit auf Kur in der Rehaklinik ist, war dem Abend ein souveräner und einfühlsamer Begleiter am Klavier.  „Freunde, die ihr seid gekommen“ war die musikalische Begrüßung durch die Gastgeber, dem gemischten Chor des Singkreises Bondorf. Mit guter Artikulation, einem ausgeglichenen Chorklang bewiesen die Sängerinnen und Sänger um die engagierte Chorleiterin Ursula Jankowski, dass sie gut auf den Chorabend vorbereitet waren.

Den ersten Teil unter dem Motto „Im Wandel des Tages“ eröffneten sie mit dem Morgenchor des zeitgenössischen Komponisten Werner Gneist „Es tagt, der Sonne Morgenstrahl weckt alle Kreatur“. Beim mittelalterlich poetischen „Wach auf, meines Herzens Schöne“ machte die akzentuierte Eröffnung durch die Männer Eindruck. Die gelungene Humoreske über die Essenserlebnisse „So geht es jeden Tag“ sorgten für die ersten Schmunzler beim Publikum. Einen weiteren Grund zum Lachen bot Anni Stützle, die  humorvolle Gedichte, darunter auch die des heimischen Mundartdichters Hugo Breitschmid zum Besten gab.

Mit dem „Ein bunter Strauß“ sandten die Bondorfer überzeugt und überzeugend die Botschaft „Musik ist wunderbar“ um dann die Bühne für den Gastchor des Abends, dem Liederkranz Langenenslingen frei zu machen. Präsent und sofort auf sich aufmerksam machend, das lyrische „Horch, was kommt von draußen rein“, um dann beim Strophenlied  „Sah ein Knab ein Röslein stehn“ mit sonorem Bass und klarem Tenor, zu beweisen, wie ein einfaches Volkslied sympathisch präsentiert werden kann. Dass die „Loreley“ einmal ganz anders besungen werden kann, bewiesen die 23 Sänger um die temperamentvolle und um manchen lockeren Spruch nicht verlegene Chorleiterin Marianne Fiseli bei der mit Humor und Verschmitztheit vorgetragenen Satire auf dieses Volkslied, das mit der schwäbischen Feststellung „jo, was goht den alta Ma, denn die schöne Lore a“ endete. Eine gelungene und vielbeklatschte Premiere feierte der Frauenprojektchor Nice Sisters. Mit dem Siegerlied des Eurovision Song Contest 1979, dem „Halleluja“ betraten die 27 Frauen singend die Bühne, um dann mit einer wirkungsvollen, von homogenem Stimmenklang getragenen Interpretation dieses Welthits ein erstes Ausrufezeichen zu setzen. Mit dem ins Ohr und die Beine gehenden Spiritual „Haven is a Wonderful Place“ und den wahrhaft himmlischen Stimmen beim Medley aus „Sister Act“ gelang den Sängerinnen, von Ursula Jankowski in nur sieben Wochen vorbereitet, eine gelungene und viel beklatschte Premiere. Bleibt zu hoffen, dass dies eine Wiederholung findet. Mit Schlager, Oldies und Evergreens gab es von den Langenenslinger Männern wie „Lady Sunshine & Mister Moon“ und dem Loblied auf den Bikini „Itsy-bitsy-teenie-weenie“ Ohrwürmer zu hören. Die Vorzüge der älteren Herren gab es mit viel Verschmitztheit und feiner Intonation beim „Die besser’n älter’n Herrn“ um sich dann mit der Zugabe „Männer mag man eben“ vom total begeisterten Publikum zu verabschieden. Ruhiger aber nicht weniger wirkungsvoll gab es dann zum Abschluss des unterhaltsamen und ob der Qualität überzeugenden Konzertabends vom Singkreis Bondorf  den auf die Nacht einstimmende, romantische Hit der Kastelruther Spatzen „Jedes Abendrot ist ein Gebet“ und die, von den ob des unterhaltsamen Abend beeindruckten Zuhörern  geforderte Zugabe „Wir sangen für dich“.

 

 

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