Chorleben - S-Chorverband

März 2010

Der Liederkranz Denkendorf setzt seine Vereinsaufgaben für Jung und Alt um!

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 20.03.2010, Chorverband Karl-Pfaff, gemischte Chöre, Jugendchöre, Kinderchöre, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Kinder- und Jugendchor von DenkendorfChöre des Liederkranzes präsentieren eine stimmungsvolle und abwechslungsreiche Winterunterhaltung  Tolle Stimmung, begeisterter Applaus und Zugaberufe! Mit einem bunten und vielseitigen Programm haben die Chöre des Liederkranzes das Publikum bei ihrer diesjährigen Winterunterhaltung überrascht. Den Auftakt bildete der Chor „Stimmgabel“ unter der Leitung von Erika Wagner. „Wir feiern ein Fest der Freude“, erklärten die Sängerinnen und Sänger und starteten damit ihren Streifzug durch die Welt der Chormusik. Neben dem eigenwilligen „Viva la musica“ und verschiedenen Variationen über Schuberts Lied „Die launige Forelle“, präsentierte der Chor die Spirituals „Over my head“ und „Go down Moses“. Im Anschluss folgten die Chöre unter der Leitung von Gerhard Werz. Der Männerchor „Obligato“, verstärkt mit den Sängern der „Stimmgabel“, begann seinen Auftritt gefühlvoll mit dem Stück „Tag und Nacht“ und ließ die Frauenherzen dahinschmelzen. Als Kontrast setzten sie schließlich noch „Diese flotte Melodie“ dagegen, wobei Leila Sulyok Saxophon spielte und Gerhard Werz sich an den Flügel setzte. Auch der Frauenchor „Obligato“ zeigte sich abwechslungsreich. Mit Mozarts „Uns’re kleine Nachtmusik“ überzeugten sie genauso wie mit dem Ohrwurm „Lollipop“. Der gemischte Chor „Obligato“ erhielt viel Applaus für den „Mitternachtsblues“ und auch für den bekannten Schlager „Rote Lippen“, bei dem die Zuhörer begeistert mitgingen. Klangvoll und stimmgewaltig endete der konzertante Teil der Winterunterhaltung mit dem gemeinsamen Finale von „Obligato“ und „Stimmgabel“. Leila Sulyok (Flügel) sowie Tobias Hirner (Schlagzeug) und Denis Polanc (E-Bass) begleiteten die Auftritte der Chöre gut abgestimmt und souverän.

Ein schwäbisches Mundartstück,  herrlich gespielt von der Theatergruppe des Liederkranzes, rundete das gelungene Programm ab und sorgte für strahlende Gesichter unter den Besuchern.

Terminhinweis: Am Sonntag, 17.10.2010, um 18 Uhr, findet in der Festhalle Denkendorf ein Konzert junger Chöre statt, zu dem heute schon herzlich eingeladen wird.

Sim-sala-sing – Gelungener Start für den Kinder- und Jugendchor des Denkendorfer Liederkranzes weiterlesen »


Aus Sängergau Schwarzwald wir Chorverband Schwarzwald-Baar-Heuberg

Johannes Pfeffer, 18.03.2010, Chorverband Schwarzwald-Baar-Heuberg, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Am 13. März 2010 war es nun nach langer Vorbereitung soweit: Der Sängergau Schwarzwald benannte sich durch Beschluß der Hauptversammlung in Irslingen um in Chorverband Schwarzwald-Baar-Heuberg.

Der CV SBH folgt damit der schon seit längerem stattfindenden Umbenennung der einzelnen Chorvereinigungen in “Chorverband” (Deutscher Chorverband, Schwäbischer Chorverband).
“Schwarzwald-Baar-Heuberg” trägt dem Rechnung, daß nur ein kleiner Teil des Verbandsgebietes tatsächlich im Schwarzwald liegt und orientiert sich an der Region “Schwarzwald-Baar-Heuberg”.

Wie sagte es Arnhold Budick: “Die Vergangenheit loslassen, damit man beide Hände für die Zukunft hat!”
Ich wünsche dem CV Schwarzwald-Baar-Heuberg weiterhin viel Erfolg in der Zukunft, damit die Tradition des Chorsingens weiterhin erhalten und gepfelgt wird.

Kai Guttmann


80 Jahre Alfred Gresser

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 16.03.2010, Oberschwäbischer Chorverband, Regionalchorverbände, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Am 13. März 2010 feierte der Ehrenpräsident des Oberschwäbischen Chorverbandes Alfred Gresser seinen 80. Geburtstag. Wie von ihm, dem begeisterten Sänger nicht anders zu erwarten, feierte er diesen im Kreise seiner Sänger. Am Nachmittag seines Geburtstages galt seine Aufwartung der Hauptversammlung  des OCV im Dorfgemeinschaftshaus in Tannheim, wo er von den zahlreichen Delegierten begeistert gefeiert wurde und am Abend unterhielt er zuzsammen mit dem Doppelquartett des Liederkranzes Aulendorf seine illustren Geburtstagsgäste. Der OCV-Männerchor, in dem Alfred Gresser seit der Gründung 2002 singt, gratulierte ihm musikalisch mit dem von ihm so geliebten „Matrosenchor“. Präsident Achim W. Schwörer würdigte in seiner Laudatio die vielfältigen Verdienste seines Vorgängers und Mentors. Seit sage und schreibe 66 Jahren singt Alfred Gresser in Chören. Seine größten Verdienste um den Chorgesang und dem Oberschwäbischen Chorverband erwarb er in seiner 29jährigen Tätigkeit im damaligen Gauvorstand. 1972 wurde Alfred Gresser stellvertretender Gauvorsitzender.

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Die guten Wünsche aller Vereine des OCV begleiten ihn ins 9. Lebensjahrzehnt.

1983 erfolgte dann die Erstwahl zum Gauvorsitzenden des damaligen Oberschwabengaues, der er dann bis 2001 war. Als er 2001 sein Amt abgab, war er nicht nur der dienstälteste Gauvorsitzende in der 125jährigen Geschichte des OCV, sondern hinterließ ein wohlbestalltes Gremium. Auch heute noch gilt seine größte Aufmerksamkeit „seinem“ OCV, bei dem er nach wie vor als Ehrenpräsident im Beirat mit Sitz und Stimme sitzt. Bei den zweimal notwendig werdenden Besetzungen der Präsidentenfunktion erwies er sich als der „Präsidentenmacher“.


Pop trifft Silcher

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 16.03.2010, Chorverband Otto Elben, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

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Der Männergesangverein Liederkranz Oberjettingen feiert in diesem Jahr sein 150-jähriges Jubiläum. Er prägt seit mindestens 1860 das kulturelle und soziale Leben in Jettingen mit. Aus einer ursprünglich mit starkem Freiheitsdrang behafteten und sich gegen die Obrigkeit zuweilen auflehnenden Junggesellenvereinigung hat sich ein  moderner Verein entwickelt.

Gerade in den letzten 15 Jahren hat sich viel getan. Treibende Kraft ist dabei der Wille, den Männerchor für eine aussichtsreiche Zukunft zu positionieren – in Zeiten abnehmender Sängerzahlen und umfangreicher Konkurrenz bei der Freizeitgestaltung.

Der Ansatz, den die Vereinsführung konsequent verfolgt, basiert dabei auf zwei grundsätzlichen Entscheidungen:

Erstens: Man möchte ausdrücklich keinen jungen Chor gründen, sondern den Chor verjüngen, da nach eigenem Bekunden kein Beispiel bekannt sei, bei dem ein junger Chor das Überleben des Stammchors gesichert hätte. Das wäre auch nicht zu erwarten, da jeder Chor sein eigenes Profil hat. Die aktuelle Situation zeigt, dass der Männergesangverein Liederkranz Oberjettingen mit diesem Ansatz entgegen dem Trend sich auflösender Männerchöre sehr gut dasteht, wenn auch der Chor kleiner wurde und es durchaus mehr Sänger sein dürften…

Zweitens: Das Profil eines Chors ist sein Markenzeichen und entscheidet darüber, ob sich andere dafür interessieren. Für den Liederkranz wurde der Weg eingeschlagen, das Repertoire in Richtung moderner Chorliteratur zu verbreitern. Traditionelle Chorsätze werden weiterhin gepflegt, aber gleichzeitig Schlager-, Barbershop-, Musical- und Pop-Songs ins Repertoire aufgenommen. Damit treffen sie seit Jahren den Geschmack des Publikums und erfahren das in Form von Rückmeldungen bei den Auftritten – auch außerhalb Jettingens. Das Profil des Chors ist sein Markenzeichen! Man verbindet hohen  Anspruch und musikalische Qualität, die unter der Leitung des Dirigenten Roland Gäfgen in den letzten 14 Jahren, der Zeit der Veränderungen, erreicht wurde. Das stellte der Chor in seiner alljährlichen Konzertreihe „Männer à la Carte“, bei sonstigen Auftritten und bei mehreren CD-Einspielungen unter Beweis.

Das geschah so auch zuletzt am 13. März im Rahmen des Jubiläumskonzerts in der Jettinger Schwabenhalle.

Bei dessen Vorbereitung stellte sich die Frage, wie man der stolzen Zahl „150“ in einem Konzert Rechnung tragen kann. Etwa Lieder aus allen Vereinsepochen zu präsentieren oder sich mit „Danke“- und „Glückwunsch“-Liedern selbst zu feieren, das kam nicht in Frage. So setzte der Männergesangverein Liederkranz Oberjettingen ganz auf ein Programm, das dem Chor im Jahr 2010 entspricht. Der Männerchor präsentierte  ausschließlich aktuelles Repertoire aus der brandneuen Studio-CD „Mann-O-Mann“. Roland Gäfgen dirigierte beim Jubiläumskonzert zum letzten Mal seinen Männerchor und zeigte, wie der Spagat zwischen Tradition und Moderne funktioniert.

Bei einigen Stücken von Musikern begleitet, durch Tontechnik verstärkt und von Scheinwerfern ins richtige Licht gerückt, begeisterten die etwa 25 Sänger ihr Publikum mit vielseitigem Chorgesang. Es war – wie gesagt – einerseits der Querschnitt des aktuellen Repertoires, aber auch die Qualität der Präsentation, die überzeugten. Es begann so, wie der Männerchor sich für die Zukunft gerüstet sieht – mit einer auf den Liederkranz angepassten Version des „Wise Guys“ Eröffnungslieds „Opener“. Dann folgte wie vielleicht vor 150 Jahren das Silcherlied „Hab oft im Kreise der Lieben“ und es ging weiter mit den beiden 80er Jahre-Hits „Wind Of Change“ der Rockgruppe Scorpions und dem à cappella Lied „Caravan Of Love“, bekannt durch die Housemartins. Es folgten im Programm u.a. Schlager („Über den Wolken“ von Reinhard Mey, „Über Sieben Brücken“ von Karat“) und wiederum in englischer Sprache gesungen „Hymn“ von Barclay James Harvest. Mit dem Song „Wochenend und Sonnenschein“ der Comedian Harmonists war typischer Männerchorgesang angesagt. Gefühlvoll kam „The Rose“ von Bette Middler rüber. Ganz klassisch wirkte dann der „Abendsegen“ von Engelbert Humperdinck aus der Oper „Hänsel und Gretel“. Der Chor hat schon lange Lieder der „Prinzen“ im Repertoire, so auch am Jubiläumsabend, als der „Mann im Mond“ besungen wurde. Wenn es auch wieder mehr moderne Chorsätze für Männerchöre gibt, so sind diese doch i.d.R. Mangelware. Roland Gäfgen hat 6 Lieder aus dem Programm eigens für vier- bis fünfstimmigen Männerchor gesetzt.

Wer neugierig geworden ist, dem sei die CD „Mann-O-Mann“ empfohlen, die über das Kontaktformular der Homepage des Männergesangverein Liederkranz Oberjettingen (s.u.) ab sofort bestellt werden kann (…oder auch über den Vorstand des Vereins bzw. jeden Sänger des Chors).

Nun wurde bei der Jubiläumsveranstaltung nicht nur gesungen. Es wurden auch Grußworte gesprochen. Zuerst überbrachten der Präsident des Chorverbands Otto-Elben, Gerhard Stähle, und der Jettinger Bürgermeister Hans Michael Burkhardt ihre Glückwünsche und Präsente. Dann beleuchtete der Verleger von „Singen“ und “Chor-Evangelist“ Wolfgang Layer in einer kurzweiligen Festrede die Situation des Chorgesangs allgemein und die der Männerchöre im Besonderen. Er zeigte sich überzeugt, dass durch gute Chorarbeit und frühe Förderung der Kinder viele Menschen zum Singen gebracht werden können.

Nach gelungenem Abend sieht sich der Männergesangverein Liederkranz Oberjettingen bestätigt und schaut

stolz auf die jüngere Entwicklung des Chors zurück und plant, diesen Weg konsequent weiter zu gehen … jedoch nunmehr mit neuer musikalischer Leitung: Roland Gäfgen reichte im Rahmen der Festveranstaltung den Dirigentenstab an die Sopranistin und Dirigentin Anja Stäbler weiter, die den Chor nun musikalisch weiter in die Zukunft führen wird.

Homepage: www.liederkranz-oberjettingen.de


In Memoriam Winfried Stromm

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 15.03.2010, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Am 13. März 2010 verstarb nach schwerer Krankheit der langjährige Regionschorleiter der Region Schussen, Winfried Stromm, im Alter von 72 Jahren. Winfried Stromm war 50 Jahre lang Chorleiter, davon 25 Jahre beim MGV Zussdorf und bis zu seinem Tode 40 Jahre lang beim MGV Zogenweiler. Große Verdienste um die Sängerregion Schussen hat er sich als Regionschorleiter und zeitweise in Personalunion als Regionsvorsitzender erworben. Seit der Gründung 1985 hat er sich für die Region Schussen im Oberschwäbischen Chorverband eingesetzt.

Im Oberschwäbischen Chorverband hat er die Region im Beirat vertreten.

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Winfried Stromm war ein Mensch, dem Chorgesang viel bedeutet hat und der sich in den vielen Jahren  unermüdlich und weit über das übliche Maß hinaus eingagiert hat.

Die Sängerregion Schussen und der Oberschwäbische Chorverband haben mit Winfried Stromm einen sympatischen, kreativen und engagierten Mitstreiter verloren. Die Anerkennung und der Dank gilt ihm über den Tod hinaus für seine Lebensleistung.


Eine fröhliche Sängerfamilie feiert ihre Jubilare

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 11.03.2010, Chorgattung, Regionalchorverbände, Sängerkreis Mittlerer Neckar, Kommentare geschlossen

Bei klirrender Kälte, aber strahlendem Sonnenschein trafen sich fast 50 Jubilare des Sängerkreises Mittlerer Neckar am Sonntag Nachmittag mit ihren Angehörigen und Vereinsvorständen in der Gemeindehalle in Kirchberg/Murr.

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Wo bleiben die Jugendlichen?

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 8.03.2010, Chorgattung, Fortbildungen, Jugendchöre, Nachwuchsarbeit, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Sie sind das Tafelsilber eines Vereins, doch die meisten Vereine verzichten darauf. Wo bleiben die Jugendlichen in den Vereinen ? Weniger als 4% aller Vereine im SCV haben einen Jugendchor.

 

Millionen Menschen sitzen jede Woche vor ihrem TV-Gerät und fiebern mit den jungen Gesangstalenten in der Sendung DSDS. Und während Deutschland den Superstar sucht, bleiben die meisten Wünsche unerfüllt, weil die Jugendlichen singende Amateure sind, sich nicht einschätzen können, ihre Stimme nicht kennen, rhythmische und Intonationsschwierigkeiten haben. All das ließe sich in einem Jugendchor beheben. Aber Jugendchöre sind „Problemkinder“ eines jeden Verbandes. Das Singen ist der Gesellschaft abhanden gekommen. Es muss in der Zeit passiert sein, in der aus der schönsten und natürlichsten Art zu Musizieren die „Sängersache“ wurde. Warum sollten Jugendliche Interesse am Singen haben, wenn ihre Eltern nichts damit anfangen können. Hinzu kommen die starke Beanspruchung in der Schule (G8 !), die Fluktuation, bedingt durch Studium und Beruf, das Fehlen qualifizierter Jugendchorleiter.

 

Ein guter Jugendchorleiter müsste der am höchsten bezahlte sein in der Hierarchie Jugendchor – Kinderchor – Frauenchor – Gemischter Chor – Männerchor. Stimmbildung zwischen Kinder- und Erwachsenenstimme ist schon ein Spezialgebiet für sich. Hinzu kommen umfangreiche Literaturkenntnisse, choreografische Kenntnisse, rhythmische Sicherheit und die Beherrschung eines Begleitinstruments. Eine umfangreiche Ausbildung für Chorleiter! Gäbe es sie, gäbe es auch mehr Jugendchöre im Deutschen Chorverband.

 

Ein paar Zahlen (Stand 20.8.2009)

 

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Im DCV singen insgesamt 21.354 Chöre, davon 612 Jugendchöre. Das sind 2,866 %. D.h. dass in Deutschlands Chorverbänden 612 Jugendchöre einer „Armada“ von 20.742 Männer-, Frauen- und gemischten Chören gegenüberstehen. Spitzenwerte für den SCV  Spitzenreiter bei den Landesverbänden ist übrigens erstmals der Schwäbische Chorverband, nicht nur bei der Gesamtzahl der Chöre, sondern auch bei der Gesamtzahl der Jugendchöre und der Kinderchöre. Am 20.8.2009 gehörten dem SCV an:

 

120 Jugendchöre (3,8% aller SCV-Chöre)
371 Kinderchöre (11,9%)
138 Kinder- und Jugendchöre (4,4%)

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629 Kinder und Jugendchöre insgesamt (20%)

 

Vergleichen wir die SCV-Zahlen mit Nordrhein-Westfalen, dem einwohnerstärksten Bundesland und bislang größten Chorland im DCV, das 2009 erstmals vom SCV überrundet wurde. weiterlesen »


Schwergewicht oder Leichtgewicht – wie wichtig ist UNSER FRIEDRICH SILCHER für Chöre?

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 2.03.2010, Fortbildungen, Singen und Stimme, Kommentare geschlossen

Die Bedeutung Friedrich Silchers in der neueren Musikwissenschaft bis heute – Ein Abriss

Friedrich Silcher ist mit über 300 Volksliedbearbeitungen sicherlich einer der bedeutendsten Volksliedsammler des 19. Jahrhunderts. Für traditionelle Chöre sind seine Bearbeitungen von Volksliedern wichtiger Teil des Repertoires. Die Veröffentlichungen von Noten und Tonmaterial halten immer noch an. Doch wie steht es um die wissenschaftliche Forschung? Hat sein Werk hier Bedeutung für die Nachwelt, ist er auch heute noch Bestandteil der Forschung?

Wissenschaftliche Arbeiten zum 200. Geburtstag

Zu Ehren des 200. Geburtstag Friedrich Silchers fand 1989 in Tübingen am Institut für Musikwissenschaft eine Ausstellung über den ersten Universitätsmusikdirektor statt. Begleitend dazu gab der Initiator und Ordinarius des Institutes Dr. Manfred Hermann Schmid einen Ausstellungskatalog und eine Aufsatzsammlung zu Leben und Nachleben Friedrich Silchers heraus. In seinem Vorwort schreibt er: „Sein Titel lautete Universitäts-Musikdirektor, sein Beruf: Volkserzieher“. Sein pädagogisches Wirken scheint also bedeutend in die Nachwelt hineinzuwirken. Viele seiner Volksliedkompositionen wurden aus pädagogischem Ansinnen, beispielsweise als Unterrichtsstücke oder zur Anpassung der Werke an die Fähigkeiten seiner Alumnen und die Gegebenheiten in den Chören, geschrieben.

Die Aufführungspraxis

Im selben Jahr fand in der Bundesakademie Trossingen ein Symposium statt, welches sich stark mit musikpraktischen Aspekten F. Silchers beschäftigte. Dr. Hermann Josef Dahmen, langjähriger Leiter des Silcher-Archivs in Schnait, mahnt davor Silcher als „weltfremden Traumtänzer“ zu sehen. In seinen zwei Referaten zeigt er mehrmals auf, wie Silchers Volksliedsätze durch kunstvoll gemeinte Interpretationen geradezu entstellt werden. Die schlichten Volksliedsätze seien eher zum „Vor-sich-Hinsingen“ als für kunstvolle Aufführungen geeignet, in den meisten Aufführungen war dieses Empfinden allerdings nicht gegeben, so Dr. H.J. Dahmen. weiterlesen »


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