Chorleben - S-Chorverband

Jubiläumskonzert des MGV Ostrach

„Dieser Tag soll voller Freude sein“ war nicht nur der Titel des Festchores, sondern auch das Motto des Konzertes zu dem der Männergesangverein Ostrach anlässlich seines 125jährigen Bestehens in die heimatliche Buchbühlhalle eingeladen hatte. Allen Grund zur Freude hatten die Sängerinnen und Sänger des Jubiläumsvereines ob der zahlreichen Besucher, die die Halle bis auf den letzten Platz füllten. Den Reigen der musikalischen Gratulationscour eröffneten die Jüngsten des Vereines, die 36 Mitglieder des Kinder- und Jugendchores „Regenbogen“ mit der Aufforderung „Komm wir machen ein Fest“. Konzentriert ihrer Chorleiterin und Gründerin des Chores, Irina Maier folgend, ließen sie verspüren, welch Früchte die Arbeit in den zwei Jahren des Bestehens bereits trägt. Mutig und völlig unaufgeregt auch die Solistinnen Rhoda Frey, Franziska Kerle und Anna Heimpel beim „Ich mag ganz toll mich“ des Kinderliedermachers Rolf Zuchowsky. Gesang und Bewegung präsentierten die acht jungen Damen der Jugendgruppe bei „Lucky Day“ und dem „One Moment in Time“. Mit ein Hinhörer des Abends war der „Urwaldsong“ in dem die Kinder rhythmisch begleitet von Bongo-Trommeln voller Begeisterung die Gründung einer Urwaldband erzählten. Die erste Begeisterungssalve, die durch die Buchbühlhalle ging, war der Lohn für die kleinen Künstler, die sich natürlich mit einer Zugabe revanchierten.

Nach diesem Ausflug in den Urwald ging es dann festlich weiter. Der Gemischte Chor des MGV Ostrach unter der Leitung von Willy Brommer vermittelte musikalisch die Botschaft „Dieser Tag soll voller Freude sein“, die dann auch der Vorsitzende Alwin Sinz bei seinem kurzen Rückblick auf die Geschichte des Vereines aufnahm.

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Der Präsident des Oberschwäbischen Chorverbandes Achim W. Schwörer war von Kressbronn ins Ostrachtal gekommen, um dem Jubiläumsverein namens der 114 Vereine des Oberschwäbischen Chorverbandes zu gratulieren. Für die 125 Jahre gab es dann auch noch die Ehrenurkunde des Deutschen Chorverbandes.Singen ohne Worte war beim „Zottelmarsch“ angesagt, bei dem der Chor lautmalerisch die Kollegen der Blasmusik gekonnt imitierte. Ein Gruß an die Schwarze Madonna gab es von den Männern des Männerchores beim „Einen Ort weiß ich auf Erden“. Ganz ohne Zweifel ist eines der Paradechorsätze der Ostracher Männer, das romantische Liebeslied „Die Rose“, bei dem sie bewiesen, wie schön und wirkungsvoll piano sein kann. Walking als Mittel für die neue Traumfigur, Anti-Age-Vitalbehandlung, Mikrolifting waren die Themen, mit denen sich die Damen des Frauenchores bei ihrer Persiflage auf den Schönheitswahn mit den Liedern „Ich will meine Traumfigur“ und „Wer schön sein will muss leiden“ humorvoll auseinandersetzten. Bleibt festzuhalten: Wer so schwungvoll und voller Humor ist, braucht dies alles nicht.Als ein Gratulant, den man gerne einlädt, präsentierte sich der Liederkranz Hohentengen. Mit „Freude am Leben“, „Jägers Morgenlied“ und „Auf einem Baum ein Kuckuck saß“ bewiesen die Mannen um Chorleiter Hans Frank die hohe Kultur des Männerchorgesangs, die es verstanden, Inhalte, Stimmung und Vortrag eine Einheit werden zu lassen. Das hinhörenswerte Finale boten dann die Gastgeber, der Gemischte Chor des MGV Ostrach. Swingend und mit piano und forte agierend gelang beim „Sing mit mir“ die Intentionen des Liedes gut zu transportieren. Udo Jürgens wäre sicher sehr über die Interpretation seines „Ich war noch niemals in New York“ angetan gewesen, bei dem der harmonische Wechsel der Frauen- und Männerstimmen besonders gefiel. Hier wie am gesamten Abend war Irina Maier eine präsente und auf die Chöre eingehende Begleiterin am Flügel.„Ein schöner Traum“ und „Halleluja, Lied der Welt“ waren dann die Schlussakkorde eines abwechslungsreichen, kurzweiligen und qualitätsvollen Konzertabends das dem Jubiläumsanlass würdig war. Der anhaltende Schlussapplaus eines begeisterten Publikums und die Zugabenforderungen waren der Beweis und der verdiente Lohn. 

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 29. Okt 2009, Oberschwäbischer Chorverband, Regionalchorverbände, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0,Kommentare geschlossen.

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