Chorleben - S-Chorverband

Musik verbindet und berührt die Herzen

Großartiger Kooperationserfolg von Liederkranz und Musikverein Affalterbach – Kein Konkurrenzgedanken 

Freunden der Musik ist am Samstagabend ein besonderer Ohrenschmaus geboten worden. Zum ersten Mal haben Liederkranz und Musikverein Affalterbach ein gemeinsames Konzert auf die Beine gestellt. Ein eindrucksvoller Beweis dafür: Musik verbindet. 

Die restlos ausverkaufte Lemberghalle beweist es: Die Idee eines gemeinsamen Konzertprojekts von Liederkranz und Musikverein ist von den Affalterbacher Bürgern begeistert aufgenommen worden. Somit ist der bereits im Jahr 1992 zum ersten Mal aufgetauchte Gedanke eines großen und aufwendigen Gemeinschaftskonzertes auf sehr fruchtbaren Boden gefallen — und am Samstagabend dann auch erfolgreich in die Tat umgesetzt worden.
Lange Tischreihen stehen herbstlich dekoriert im Raum. Auf jedem Tisch brennt ein großes Windlicht und lädt die Gäste an diesem Abend ein, Platz zu nehmen. Erwartungsvoll tauschen sich die etwa 250 Besucher mit ihren Tischnachbarn aus, bis es schließlich so weit ist: Ein 30-köpfiger Chor in eleganter schwarzer Kleidung und mit bunten Schals und Krawatten steht auf de Bühne. Unterhalb von ihm der Musikverein in seiner gewohnt schneidigen Tracht aus beigefarbenem Zwirn. Zusammen ergebe die Mitglieder der beiden Vereine Liederkranz und Musikverein Affalterbach das bunt gemischte Ensemble des Abends. Schon bei der Begrüßungsrede teilen sich die beiden Vorsitzenden Roland Wiesinger und Jürgen Dettmer die Ansprache und begrüßen das große Publikum. Ein breitgefächertes Programm ist im Angebot, das für jeden Musikgeschmack etwas bereithält. Mit sichtbarer Freude am Musizieren stehen die ausrichtenden Mitglieder der Vereine auf der Bühne und präsentieren, was sie sich mühevoll erarbeitet haben. Glaubhaft haben sie umgesetzt, was sie unter dem Motto ,,Musik verbindet“ als Botschaft verkünden wollen. Gemeinsam beginnen sie mit dem ,,Lied an die Freude“ von Beethoven. Es überrascht, wie kraftvoll sich der Chor gegen die Dominanz der Instrumente behaupten kann. Die weiblichen Stimmen sind vordergründig sogar noch deutlicher zu hören als die der Männer.
Daraufhin teilen sich die beiden Vereine die Programmanteile und präsentieren einen gelungenen Mix an Klassik und zeitgenössischer Musik. Besonders Werke wie ,,Free World Fantasy“ von Jacob de Haan oder die wiederum gemeinsame Darbietung von „Hymne“ und „Triumphmarsch“ aus „Aida“ von Verdi, wo sich der Dirigent des Liederkranzes, Peter Witte, als stimmlich beeindruckender Tenor outet, begeistern das Publikum.
Mit erfreulicher Frische und nuancenreich herausgearbeiteten Stimmen überzeugt der Chor. Das Orchester wird dem vielfach wechselnden Zeitmaß des Stückes hervorragend gerecht, und ausdrucksvoll spielen die Musiker dieses spannungsreich komponierte Stück, das dynamische, klanggewaltige oder auch ruhige, getragene Passagen aufweist. Weitere Höhepunkte stellen „New York, New York“ von Frank Sinatra dar, das wiederum hervorragend vom Tenor des Abends, Peter Witte, interpretiert wird, oder das Udo-Jürgens-Medley, abermals gemeinsam vorgetragen von Chor und Orchester. Das Konzert hat bewiesen, dass der Konkurrenzgedanke dort ein völlig fremder ist und die harmonische Kooperation beider Vereine eine gelungene, musikalische Leistung ermöglicht hat.

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Cornelia Ohst

[Bericht aus der Marbacher Zeitung vom 10.11.2008]

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