Chorleben - S-Chorverband

175 Jahre Gesangverein 1833 e.V. Eningen u. A.

175 Jahre Gesangverein EningenFür Für die Feier seines 175-jährigen Bestehens hatte sich der Eninger Gesangverein etwas Besonderes vorgenommen: Die Feiern sollten nicht an einem langen Wochenende konzentriert werden, sondern über das Jahr verteilt mit anspruchsvollem dem Verein entsprechendem Niveau ablaufen. An der Planung und Ausführung waren – wie sollte es auch anders gelingen – nicht nur der Vorstand, bestehend aus der Vorsitzenden Christel Kinkelin, Stellvertreter Peter Hauf und Stellvertreterin Waltraud Srohmaier, und der Ausschuss sondern auch zahlreiche Vereinsmitglieder und vor allem die unermüdliche Chorleiterin Brigitte Neumann beteiligt.

Jubiläumsauftakt mit Kirchenkonzert am 27. April

Mit stehenden Ovationen dankten die Zuhörer in der voll besetzten Eninger Liebfrauenkirche den über 100 Sängerinnen und Sängern mit ihrer Dirigentin Brigitte Neumann sowie dem Streichensemble der Württembergischen Philharmonie Reutlingen und Andreas Dorfner an der Orgel für die hervorragende Darbietung sakraler Chor- und Instrumentalwerke.

Chorleiterin Brigitte Neumann hatte ein ungewöhnlich abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Erst stimmte Andreas Dorfner, Kantor der St. Wolfgangskirche Reutlingen, mit Präludium und Fuge c-moll von Johann Sebastian Bach ein. Dann zog mit festlichem Gesang der Junge Chor „Music and More“ in die Kirche ein und stellte sich vor dem Altar zu „Cantate Domino“ von Camille Saint-Saens auf.

Aus der Bruckner-Messe zum Gründonnerstag erklangen, vom Gemischten Chor gesungen, von der Empore die Werke, die die Eninger auf der letztjährigen Konzertreise in Rom gesungen hatten. Weiter folgten Werke von Brahms, Schubert und Rheinberger, abwechselnd von verschiedenen Chorformationen gesungen. Die Streicher intonierten die Kirchensonate von W. A. Mozart, und alle Sängerinnen und Sänger fanden sich im Chorraum zum großen Finale zusammen. Mit „Bleib bei uns, denn es will Abend werden“ von Rheinberger klang ein beeindruckendes Konzert aus, mit dem der Eninger Gesangverein mit seiner Chorleiterin erneut seinen hohen musikalischen Standard und sein Einfühlungsvermögen beim Vortrag solch anspruchsvoller Musik unter Beweis stellte. Zum guten Schluß kamen Besucher, Sängerinnen und Sänger noch im Martinssaal unter der Kirche bei einem Glas Wein zusammen, wozu die Pfadfinder einen leckeren Imbiss vorbereitet hatten.

175 Jahre Gesangvereinsgeschichte in Bildern und Dokumenten

Ausstellung vom 30. Mai bis 13. Juni

Eine Chronik in Bildern und Dokumenten über 175 Jahre Gesangvereinsgeschichte wurde in der Kreissparkasse Eningen aufgebaut. In monatelanger Arbeit hatte eine Gruppe von Vereinsmitgliedern unter Federführung von Fritz Kielkopf das umfangreiche Archiv ausgewertet, um auf Schautafeln und in Vitrinen die Entwicklung und die Aktivitäten des Vereins von der Gründung 1833 bis zum heutigen Tag darzustellen. Die Kreissparkasse stellte nicht nur die Räumlichkeiten und Stellwände zur Verfügung, sondern besorgte auch den Druck von Plakaten und den Versand der Einladungen sowie die Bewirtung am Eröffnungstag.

Auch ein photografisches Porträt des Vereinsgründers, des 1801 in Eningen geborenen Schulmeisters Ernst-Ludwig Rumpp, konnte der Verein ausstellen. Herausragend die Zelterplakette, die höchste staatliche Auszeichnung für Gesangvereine, die den Eningern 1959 von Bundespräsident Theodor Heuß verliehen wurde. Bereits 1933 war der Verein von der württembergischen Landesregierung mit einer Medaille für 100 Jahre engagierten Chorgesang geehrt worden.Viele Besucher erkannten sich, Verwandte oder Bekannte auf den Fotos wieder und erinnerten sich an manche miterlebte Begebenheit.

Jubiläums-Festabend mit Alt und Jung und befreundeten Eninger Vereinen am 21. Juni in der HAP-Grieshaber-Halle

60 Jahre singt Karl Reinhardt, der älteste geehrte Aktive, im Männerchor, und erst einige Monate singen die Jüngsten, die sich auf der Bühne präsentierten, im Kinderchor „Achalm-Finken“. Der Eninger Gesangverein zeigt, daß er die Tradition pflegt, aber auch den Blick für Gegenwart und Zukunft nicht verloren hat. Landrat Reumann drückte es in seinem Grußwort so aus: „Ein Verein kann nur alt werden, wenn er jung bleibt“. Besonders lobte er die Beständigkeit der langjährigen Vereinsmitglieder in einer Zeit, in der sich die Menschen immer weniger binden wollen.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Dr. med. Barbara Dürr überbrachte Grüße und den Jubiläumsscheck der Gemeinde und hob die wohltuende Wirkung des Singens auf Körper und Psyche hervor.

Mit besten Wünschen für das weitere Gedeihen des Vereins überbrachte Irmgard Naumann, die Präsidentin des Chorverbandes Ludwig Uhland und Vizepräsidentin des Schwäbischen Chorverbandes, die Grüße und eine Ehrenurkunde des Deutschen Chorverbandes.

Den Festabend eröffnet hatten die Eninger Jagdhornbläser mit feierlichen Fanfarenklängen. Der Gemischte Chor schloss sich mit „Wo Musik erklingt“ an. In ihrer dann folgenden Begrüßungsrede streifte die Vorsitzende Christel Kinkelin die Vereinsgeschichte und hob besonders die 1972 erfolgte Gründung des Frauenchores und 1981 des Kinder- und Jugendchores als integrierte Bestandteile des Gesangvereins hervor. Nach der Ehrung langjähriger aktiver und fördernder Vereinsmitglieder sang der als Projektchor aufgestellte Gospelchor Spirituals, unterstützt vom Blechbläserensemble der Musikschule.

Dann hatte der Kinderchor mit „Max und Moritz“ nach Wilhelm Busch seinen großen, vom Publikum begeistert gefeierten Auftritt, begleitet vom Peter Herrmann-Trio. Es folgten das Blechbläserensemble unter Johannes Popp mit dem Evergreen „The Saints, Halleluja“, der Musikverein unter der Leitung von Simon Löffelmann mit klassischem und modernem Repertoire sowie Thomas Horstmann mit seinem Jazzensemble und dessen ausgezeichneten Solisten. Der große Beifall zeigte, dass das Eninger Publikum von dem Programm sehr angetan war und den guten Kontakt der Eninger Musik pflegenden Vereine untereinander würdigt.

Prächtige Jubiläumsgala des in der HAP-Grieshaber-Halle

Es passiert nicht alle Tage, dass Festbesucher die HAP-Grieshaber-Halle über einen roten Teppich, flankiert von Lichtern, betreten dürfen. Selbst der Baum an der Treppe war mit Laternen illuminiert. Im Innenraum erwartete die Gäste die Hallendekoration aus 1000 roten Gladiolen, dazu passend die Tischdekoration.

175 Jahre Chorgesang, so eröffnete Conferencier und Sängerkamerad Eberhard Geiger die Veranstaltung, seien nun wirklich ein Grund, das Jubiläum auch mit einer festlichen Gala zu feiern. Das zeige, dass der Verein sich nicht nur seiner Tradition bewusst sei sondern auch den zeitgemäßen Strömungen und seiner gesellschaftlichen Rolle in Eningen Rechnung trage. Es gab eine mitreißende Tanzkapelle (Thomas-Russ-Band), einen Zauberer, Bauchredner und Darbietungen der Rock’n-Roll-Formation Club Garfield aus Engstingen, außerdem die Tänzerinnen Judith und Sabrina, die einen zackigen Hip Hop auf’s Parkett legten.

Bevor Conferendier Eberhard Geiger den Künstlern und allen an der Organisation Beteiligten dankte, gab er zur Freude der Besucher bekannt, dass der Verein ihnen die Gladiolen aus der Dekoration schenkte und jeder sich bedienen könne.

Sodann kündigte er das letzte große Ereignis des Jubiläumsjahres an: die Aufführung von Carl Orffs Carmina Burana mit allen Chören des Gesangvereins, namhaften Solisten, zwei Flügeln und Schlagzeug am 15. November 2008 in der HAP-Grieshaber-Halle in Eningen unter Achalm.

Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 8. Nov 2008, Chorverband Ludwig Uhland, gemischte Chöre, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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