Chorleben - S-Chorverband

Bezirkschor Albstadt-Sigmaringen bei Word-Choir-Games in Graz

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Die Weltchorspiele in Graz wurden für die Sängerinnen und Sänger vom Bezirkschor Albstadt/Sigmaringen zu einem super Erlebnis.

Dies ist vor allem ein Verdienst der wagemutigen Organisatoren Hermann Löffler als Chormanager und Chorleiter Uwe Wagner. Die Konzertreise am vergangenen Wochenende hat alle Erwartungen übertroffen, denn in der gastfreundlichen Metropole an der Mur wurde in Konzertsälen und auf vielen öffentlichen Plätzen, in Einkaufzentren und auf einer Insel musiziert. Graz war in diesen Tagen wie von Landeshauptmann der Steiermark gesagt:” Eine singende Stadt”.

Die “World Choir Games”, Weltchorspiele, in Graz wurden im Vergleich zu bisher bekannten Deutschen Chorfesten zu einem gigantischen Erlebnis. Denn noch mehr wie zuletzt in Berlin sind in der zweitgrößten Stadt Östrerreichs vom 9. bis 19. Juli 441 Chöre aus 93 Nationen zu vielen unterschiedlichen Veranstaltungen zu Gast. Internationaler Flair begegnete den 45 Sängern samt ihren 11 Fans auf Schritt und Tritt. Petrus war den Sängern an allen drei Tagen des Wochenendes mit viel Sonne gut gesonnen.

Neben dem musikalischen Aspekt wurde mit der Reise das Kennenlernen fremder Kulturen und Lebensgewohnheiten verbunden. Allein die Mentalität der “Steiermarker”, ließ die Gäste ihre hektische Lebensweise überdenken. Viele neue, fast nur positive Einflüsse nahmen die Schwaben mit, die sich ihrerseits in allen Begegnungen bemühten, den Chorverband der Zollernalb gesanglich gut und gesellschaftlich aufgeschlossen zu präsentieren.
Die Konzertreise begann am Freitag sehr früh. Gegen 14 Uhr wurden die Reisenden durch eine kompetente Stadtführerin mit Kultur, Historie und moderner Architektur der Stadt Graz vertraut gemacht. Dabei kam wiederholt zum Ausdruck, dass Graz 2003 Kulturhauptstadt Europas war.

In einem Traditionshotel in Stainz, einer kleinen Marktgemeinde an der Schilcher- Weinstraße, wurde erwartungsfroh Quartier bezogen.
Noch am Freitagabend gab der Chor beim ersten 0pen Air-Konzert in Stainz, an dem zugleich eine mexikanische Chorgruppe und der örtliche Musikverein mitwirkte, spontan eine erste Kostprobe. Man spürte schon, der in dunkler Kleidung auftretende Chor kam mit seinem Repertoire gut an.

Das Chorfestival gliederte sich in Major Evente, Chorwettbewerbe, Gala- und Begegnungskonzerte. Am Samstag lernten die Sängerinnen und Sänger vom Bezirkschor auf dem Hauptplatz vor dem Rathausdie Geflogenheiten eines Begegnungskonzertes kennen. Chöre aus Polen, Tschechien, Südafrika, Griechenland und Deutschland begeisterten mit gepflegtem und modernen Liedern, wobei der Rhythmus nicht zu kurz kam. Am Nachmittag hatte der Bezirkschor unter Gauchormeister Uwe Wagner, der für den gesanglichen Part der Konzertreise verantwortlich zeichnete, bei einem Begegnungskonzert im Innenhof des Grazer Landeshauses, seinen erster Auftritt. Nach Begrüßung und Informationen zum Chor durch Hermann Löffler im mit italienischen Renaissancebauten umgebenen Innenhof, zeichnete sich der Chor mit guter Chorliteratur als homogener Klangkörper aus. Nach dem Beifall der Gäste zu urteilen war dem schwäbischen Chor der Vergleich mit dem Grazer Knabenchor und dem Mädchenchor aus Moskau gelungen. Alle Lieder dieses Konzertes waren eine gute Werbung für den Chorgesang, Ein weiteres kurzes Platzkonzerte folgte am Sonntag auf dem Rathausplatz.

Der Höhepunkt der Konzertreise war am Sonntagnachmittag im Grazer Kongress hier im Stefaniensaal, der guten Stube von Graz, mit der Friedensmesse von Gotthilf Fischer zu erleben. 220 Sängerinnen und Sänger aus drei Chorgruppen und das hervorragende Dohnany- Orchester mit mehr als 60 Musikern aus Budapest, boten unter der Leitung des Komponisten ein Festkonzert zu den Weltchorspiele, dessen sakraler Gehalt in Fortissimo wie in andächtiger flehender Weise zu einem beeindruckenden Musikerlebnis wurde.

Schade, dass der Chor wegen der langen anstehenden Heimreise den Abschluss die “Sing with Gotthilf Fischer”vor dem Grazer Rathaus nicht mitsingen konnte.

Auf der Heimfahrt dankte Bezirksvorsitzender Werner Winkler Hermann Löffler für die gute Organisation und Chorleiter Uwe Wagner sowie allen, die zum Gelingen der erlebnisreichen Konzertreise beigetragen haben. (Bericht von Klaus Böhme)

Isabelle Arnold, 22. Jul 2008, sonstige Chöre, Kommentare per Feed RSS 2.0,Kommentare geschlossen.

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