Chorleben - S-Chorverband

Konzert der Chorgemeinschaft Haid

Bis auf den letzten Platz gefüllt war das Dorfgemeinschaftshaus in Bogenweiler beim Jahreskonzert der Chorgemeinschaft Haid am 10. November. Und alle die gekommen sind, erlebten zwei vergnügliche, von der musikalischen Vielfalt geprägte Stunden.

Hellwach, präsent und ganz ohne Anfangsnervosität präsentierten sich die Sängerinnen und Sänger um Chorleiterin Schwester Liberata Meiselbach beim Auftakt „Fröhlich klingen unsre Lieder“. Dass englische Popsongs auch aus reiferen Kehlen gut klingen kann, bewies der Chor beim „Music is Number One“, im besten A-capella-Style vorgetragen und von Schwester Dorothee Breyer als Percussionistin begleitet.

Mit selbstgebastelten Laternen und dem Zuckowski-Lied „Komm wir woll’n Laterne tragen“ brachten die über 50 kleinen Chormitglieder des Kinderchores Haid Sankt Martinsatmosphäre in den Saal. Beim „Leuchte Laterne“ boten sie eine musikalische Bastelanleitung für den Laternenbau, während beim „Links und Rechts“ den Zuhörern klar gemacht wurde, wie wichtig die richtige Zuordnung ist. Begeistert, mit kindlicher Unbekümmertheit und in diesem Jahr gespickt mit selbstbewussten Solisten und von einem choreigenen Gitarren- und Querflötenquartetett begleitet, präsentierten sich die jungen Künstler um Andrea Halder. Viel Beifall gab es für „Lieder die wie Brücken sind“ und der afrikanischen Zugabe „Epo i tai tai je“.

Scott Joplin war um 1900 einer der Wegbereiter des komponierten schwarzen Jazz. An diesem Abend war sein Ragtime „The Entertainer“ ein musikalischer Farbtupfer, gekonnt dargeboten in einem Arrangement für Querflöte und Klavier von Manfred Gruber und Reinfrid Gantner.

Männer und Frauen, mit diesem uralten Thema setzte sich der Gemischte Chor bei den beiden von Hans Unterweger gesetzten Stücken „Männer mag man eben“ und „Frauen sind anders“ auseinander. Bei diesen beiden anspruchsvollen a-capella Chorsätzen und beim einfühlsamen und melodiösen „Happy and Free“ spürte man die musikalische Handschrift und konsequente stimmbildnerische Arbeit ihrer Chorleiterin Schwester Liberata Meiselbach.

Sich nur sporadisch zur Chorprobe treffen und trotzdem auf den Punkt fit zu sein, das ist das Geheimnis der 10 jungen Damen, der „Swinging Ten“, die auch in diesem Jahr wieder überzeugten. Dem getragenen „One Moment in Time“ folgte der Rhythmuswechsel beim „Walking on Sunshine“ und dem „You’re the One that I Want“. Natürlich kamen auch sie nicht ohne die von ihren Fans stürmisch geforderten Zugabe von der Bühne.

Nachdenkliches gab der Gemischte Chor den Zuhörern zum Abschluss des Konzertes mit auf den Weg. Aus der Zeit der demokratischen Revolution stammen die Texte zum Chorsatz von „Ob wir rote, gelbe Kragen“ zu dem auch die von Schwester Liberata Meiselbach gesetzte Variation zu „Die Gedanken sind frei“ passte. Eine romantische Vorstellung eines naturnahen und einfachen Lebens vermittelte der Abschlusschor „Drei Zigeuner sah ich einmal“.

Am Ende gab es nicht nur viel Beifall für eine reife Leistung aller Beteiligten, sondern auch noch Blumen für die beiden Chorleiterinnen, überreicht von der Vorsitzenden Dr. Marita Järvilehto, die mit dem Konzert als Premiere ihrer Vorstandstätigkeit zufrieden sein kann.

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Archivnutzer_SingenundStimme_Blog, 12. Nov 2007, Oberschwäbischer Chorverband, Singen und Stimme, Kommentare per Feed RSS 2.0,Kommentare geschlossen.

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